Was ist so faszinierend am "Bösen"?

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petit.papillon
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Beitrag von petit.papillon »

satropa hat geschrieben:Bitte lies meinen Text nochmals durch ;-)
okeee :-)
satropa hat geschrieben:Genau um das geht es zwischen meinen Zeilen.


sind wir uns also einig.... oder doch nicht? *grins*
satropa hat geschrieben:Was ist deiner Meinung nach natürlich?
Danke für deine Frage, hab ich wohl vergessen zu erklären.
Natürlich ist für mich was aus der Quelle kommt. (Welche ich in meinem ersten poste erwähnt hab)
Diese Energie/Liebe ist für mich das natürlichste. Und ich spreche nicht von der "Pseudo-Liebe" die unsere "soziale" Gesellschaft meint. Die Liebe die ich meine ist ehrlich, direkt, offen, frei, bedingungslos und kompromisslos. Da ist kein platz für Neid, Eifersucht, Misstrauen, Zögern, Unterdrückung, Zweifel, Schuldzuweisung, Mitleid, Angst, Moral usw
Diese Liebe macht keinen Unterschied zwischen Gut und Böse, darum hab ich geschriben dass diese Aufteilung unnätürlich sei.

Alles blos ne Frage der Definition :wink:
satropa hat geschrieben:Der Mensch gibt der Handlung den Wert. Wobei die Unterscheidung dieser zwei Kategorien der Orientierung dient, nach welcher sich der Mensch für seine Entwicklung richtet.
Ja der Mensch orientiert sich an diesen Kategorien, da bin ich deiner Meinung... aber er jagt einem Hirngespinst hinterher!
Und ja, es hilft seiner Entwiklung... denn irgendwann wird er auch merken dass er im Leeren dreht. Das ist Wachstum.
satropa hat geschrieben: Also kann etwas, das der Mensch selbst erschaffen hat unnatürlich sein?
Der Mensch hat die Wahl dem Licht seiner Seele zu folgen. Und da ich vorhin das Wort "natürlich" benutzt habe im Zusammenhang mit dem Licht, bezeichne ich mal alles was dieses Licht schwächt als "unnatürlich". Wobei diese 2 Begriffe wahrscheinlich nicht die Idealsten sind... mir geht es aber um die Idee und nicht um die Worte :wink:

Nach Relektüre:

Du sprichst sehr viel von Sozialisierung... ich kann damit nicht sehr viel anfangen denn ich habe unter "sozialem Verhalten" immer eine sehr künstliche art von Umgang verstanden. Sozial ist, ist wer nett, passiv, duldend, ertragend ist. Jemand der keine Konflikte anfängt, der einsteckt damit es anderen besser geht usw.
Ich mag diese Art von Haltung nicht. Man entwikelt höchstens Frust, aber es bringt kein Wachstum.

Aber ich nehm mal stark an, dass du etwas anderes meinst...
satropa hat geschrieben: Ich halte die Sozialisation für eine Notwendigkeit. Sie birgt enormes Entwicklungspotenzial. Nur wer seine Mitmenschen wahrnimmt, sich auf andere einlassen kann und sich selber zugunsten des gemeinsamen Wohls zurücknehmen kann hat die Chance sich selbst weiter zu entwickeln, nicht nur im Bereich der sozialen Kompetenzen. Da kommt die altbekannte Wertvorstellung, ich kann nur im du ich werden, zum tragen.
Ich geh vollkommen mit dir einig wenn du sagst, dass man sich erst im Umgang mit anderen Menschne entwikeln kann. Man braucht den anderen, denn der hält uns den Spiegel vor. Man braucht die anderen auch als Vorbild oder Bote oder Wegweiser. Und man lernt Respekt, Ehrlichkeit, Akzeptanz, Offenheit und Zuverlässigkeit.

Wo ich nicht ganz mit dir einverstanden bin ist wenn du sagst dass man sich zurück nehmen sollte für das gemeinsame Wohl. Ich denke, dass wenn man stehts in Liebe handelt und dem Licht folgt, man keinen Grund hat sich zurückzunehmen, weil man auf diesem Weg keinem schaden kann.
Es macht einen Unterschied ob man sich zurückhalten muss etwas zu tun aus Rücksicht auf andere, oder ob man sich garnicht zurücknehmen muss weil man garnichts machen könnte auf seinem Weg was anderen schaden könnte.
Sobald man sich zurückhält, stoppt man den Fluss der Dinge und Stillstand ist das Gegenteil von Wachstum. Man sollte sich nicht zurückhalten sondern die Energie oder die Tat umwandeln...
satropa hat geschrieben: Ich denke, dass die erwähnte Böswilligkeit keine wirkliche ist, sondern einfach ein Mangel an Zeit, Erziehung und Wissen.
Mangel an Wissen auf jeden Fall! Es geht um das Wissen um das Menschsein, um das Verstehen der geistigen Gesetze.
Mangel an Zeit? Ich denke nicht... wir haben alle so ungefähr ein Jahrhundert zur Verfügung und die freie Wahl was wir daraus machen.
Mangel an Erziehung... Ich behaupt jetzt mal, dass es garkeine Erziehung gibt. Man kann anderen den Weg weisen, ein Vorbild sein, aber man kann keinen Erziehen, nicht mal ein Kind.

*freu* auf die Fortsetzung dieses Gesprächs :wink:
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altered
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Beitrag von altered »

Ist der Mensch durch die Sozialisation nett geworden?

irgend en philosoph het mol gseit: "alles gute am menschen ist künstlich alles böse natürlich." finde de satz passt no dezue



eg säge: 1.gut ist wer gutes tut. (nicht wer gutes sagt)



2. eg denke das vell lüt irgendeinisch us der pubertät usewachse und iigsei das d welt (und s selbscht an sich) nid der hippie friede freude eierkuchen rosaroti brülle aasicht entspricht. me erkennt, dass das was me als guet und bös definiert, au nur subjektiv isch und das d welt komplizierter isch als das me si in gut/bös chan iiteile. ja sogar s eigene ego het immer beidi aspekt in sich.

3. es git s vill ungrechtigkeit, widersprüch... und me gseeht au die eigeti ohnmacht ii. und de wird me halt au sarkastisch,l Der sarkasmus (vo mir us gseeh eini vo de inteligentiste forme vom humour) hilft eus über so ungrechtigkeite chöne z lache. Ohni sarkasmus hät eg mich scho lang vor e zug gworfe vor depressione.
Will irgendwie isch der sarkasmus aun en gwüssi form vo kritik und protest.

Schlussendlich han ig au d erfahrig gmacht das die lüt wo "bös" rede, oft guet handle. und lüüt wo nur guets verzellet eifach arschchrüücher sind und eim für sich wend gwünne (um eim vo ihrem schlechte handle abzlenke)
Dieser Beitrag ist an jene gerichtet die Wissenschaft von Satire zu unterscheiden wissen.

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:-)
olli
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Beitrag von olli »

interessanter thread noch interessanter die meinungen dazu,
:roll:
also "böse" wurde ja leider nie richtig definiert in diesem thread,
mach ich jetzt auch nicht - meiner definition nach, ist "böse"
aber negativ/destruktiv und wer "böse" handelt ist einfach nicht
fähig "gut" zu handeln - also positiv und konstruktiv für sich und die Gemeinschaft
in der sich das Individuum bewegt.
Und da es gerade wohl im Trend liegt das "Gute" in den Dreck zu ziehen
spiegelt für mich nur die Unfähigkeit vieler Leute wieder, die nicht mit
dem "Guten" umgehen können oder sich davor abschotten wollen.

Fahrt mal U-Bahn und lächelt alle Leute an und grüsst sie womöglich
noch - als Reaktion bekommt man sicher Kopfschütteln, Nichts oder unter
Umständen Schläge angedroht oder wird an der nächsten Haltestelle verhaftet
und in eine Anstalt gesteckt - weil man nicht Gesellschaftsfähig ist.
Auch wenn man etwas tut, was keinem Menschen schaden zufügt. Aber
die Gesellschaft in der U-Bahn hält das Lächeln und das Grüssen für
nicht Gut. Ganz anderst verhält es sich dagegen z.b. auf ner kleinen Wald Goa.
:wink:


zu diesen Aussagen muss ich auch noch was los werden:
petit.papillon:
... Ich behaupt jetzt mal, dass es garkeine Erziehung gibt. Man kann anderen den Weg weisen, ein Vorbild sein, aber man kann keinen Erziehen, nicht mal ein Kind.
ich denke man erzieht jedes und alle und das irgendwie jeden tag...
Erziehung ist für mich die Beeinflussung/Formung des Charakters und die Bildung
z.b. eines Kindes kann aber auch ein Volk sogar ein Tier sein, mit was für Mitteln auch immer.
Es gibt keine Nicht-Erziehung so wie es z.b. keine Nicht-Kommunikation gibt.
Also zeige ich einem Kind z.b. keine Grenzen, dann denkt das Kind es
gibt keine Grenzen.
Es gibt nur eine "gute" und eine "böse" Erziehung, gut wird im allgemeinen
das Empfunden was für die erzogene Person und die Gemeinschaft förderlich ist.


altered:
3. es git s vill ungrechtigkeit, widersprüch... und me gseeht au die eigeti ohnmacht ii. und de wird me halt au sarkastisch,l Der sarkasmus (vo mir us gseeh eini vo de inteligentiste forme vom humour) hilft eus über so ungrechtigkeite chöne z lache. Ohni sarkasmus hät eg mich scho lang vor e zug gworfe vor depressione.
Will irgendwie isch der sarkasmus aun en gwüssi form vo kritik und protest.
Okay, ich halte Sarkasmus auch für eine Art Ohnmacht, aber dieser Hohn
und Spott ist für mich kein Humor. Es ist eine Unfähigkeit nicht anderst,
vielleicht argumentativer, mit Tatsachen umzugehen.
Vielleicht meintest du eher Satire?


verzeiht die missachtung gängiger rechtschreibregeln... ich halte nicht
so viel von gängigen regeln...
“Alle Dinge sind ein Gift und nichts ist ohne Gift.
Nur die Dosis bewirkt, dass ein Ding kein Gift ist.“
Bombastus Theophrastus von Hohenheim, genannt Paracelsus (1493 bis 1541)
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Nicolas
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Beitrag von Nicolas »

Das "Böse" geht auf der Skala von täglichem Energieklau bis rauf zu Hass/Mord/Selbstmord. Optimal wäre natürlich, wenn die Gesamtheit der Menschen eine Stufe in der Evolution steigen könnte. Eine Welt geprägt von Naturverbundenheit, Harmonie und Nächstenliebe. Habgier, Neid und Machtgelüste müssen von unserer Erde enfernt werden. Die Materie stellt uns da aber vor ein schwieriges Problem...
Da stufe ich Ironie, Sarkasmus oder eine andere humorvolle Art sich selbst oder andere zu sehen noch nicht so schlimm ein.
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Melliandra
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Beitrag von Melliandra »

Nicola S hat geschrieben:... Die Materie stellt uns da aber vor ein schwieriges Problem...
Was meinst du damit? glaubst du nicht dass wir fähig wären uns weiter zu entwickeln?
*poink*
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Beitrag von Nicolas »

Doch ganz bestimmt!

Aber die Verlockungen des Gelds und der Matarie ist sehr gross. Es müsste eine massive globale Umverteilung stattfinden. Was dann während unserem Kapitalismus und der Globalisierung doch recht schwierig ist. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer grösser.

Ich hab leider kein Patent...
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Beitrag von frä irz »

so mein aktuellen senf dazu.
warum es faszinierend ist ->weils um gewinn, macht und stärke geht?

jedenfalls businesslife sucks!
wir machen da n gewinnspiel auf nem onlineshop.
eigentlich darf man sowas ja gar nich schreiben aber es macht mich verdammt wütend. :-$ da kann also jedermann mitmachen.
und da ich db administrator&webmaster davon bin darf ich auch zukuken wie "verlost" wird. und zwar wird nen namen gesucht der am lukrativsten ist als gewinner veröffentlicht zu werden! :evil: :evil: :evil:
sad but true, alles alles AAAAAAAAALLES dreht sich um gewinn, für anderes ist einfach kein platz, es "zahlt sich nicht aus fair zu sein".

aber hier passt mal wieder schön: be true to yourself. in einer umgebung die so krass rücksichtslos ist fällts mir einfacher weil ich immer beispiele um mich habe wie ichs NICHT haben will.
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Melliandra
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Beitrag von Melliandra »

Nicola S hat geschrieben:Doch ganz bestimmt!

Aber die Verlockungen des Gelds und der Matarie ist sehr gross. Es müsste eine massive globale Umverteilung stattfinden. Was dann während unserem Kapitalismus und der Globalisierung doch recht schwierig ist. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer grösser.

Ich hab leider kein Patent...
die Natur und Umwelt wir'd schon richten! :wink:
*poink*
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Nicolas
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Beitrag von Nicolas »

Melliandra hat geschrieben:die Natur und Umwelt wir'd schon richten! :wink:
Das hab ich mir auch gedacht und sie ists schon am richten... Das wichtigste ist, dass man es sich mit seiner Familie, Freunden und Umfeld einzurichten versteht. Man darf sich nicht davon manipulieren lassen...
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Beitrag von satropa »

@petit.papillon
Danke fürs nocheinmal Durchlesen.
So wie du dich formulierst finde ich aber nicht, dass wir uns nur einig sind. Ich meine aber deinem Text Einzelheiten zu entnehmen die Ähnlichkeit haben mit den Aussagen meinerseits. Ich möchte nicht aus deinem Text interpretieren, sondern verstehen :-)
Diese Energie/Liebe ist für mich das natürlichste. Und ich spreche nicht von der "Pseudo-Liebe" die unsere "soziale" Gesellschaft meint. Die Liebe die ich meine ist ehrlich, direkt, offen, frei, bedingungslos und kompromisslos. Da ist kein platz für Neid, Eifersucht, Misstrauen, Zögern, Unterdrückung, Zweifel, Schuldzuweisung, Mitleid, Angst, Moral usw
Teilst du hier nicht die Gefühle, welche unser Hirnstoffwechsel zu Tage bringt, in "gut" und "böse" ein? Die "Liebe/Quelle" die du erwähnst ist das Absolut und alles andere ist "böse"? Aber entspringen nicht alle, die von dir als negativ beurteilten Empfindungen genau dieser Quelle? Nach dem Prinzip, wo Licht ist fällt auch Schatten? Kann z.B. Eifersucht auch ein konsturktiver Motivator sein? Ist Misstrauen immer "schlecht"? Wodurch hat Neid die "dunkle" Färbung erhalten? Durch die Handlung oder Beruteilung der einzelnen Individuen, welche mit Ihren Handlungen Leid hervorgerufen haben. So wie auch "Liebende" Leid auslösen können. Kann z.B. nicht gerade der Neider durch seine Empfindung lernen, dass ihm etwas fehlt, abhanden gekommen ist? Oder er sein Denken anpassen muss? Und wird ihm dadurch nicht aufgezeigt, dass er Handlungsmöglichkeiten hat? Welchen Weg er wählt ist schlussendlich seine Sache.
Es ist müssig über die Einteilung zu sprechen, dieses System ist so sehr in uns verankert, dass wir lernen sollten es vorteilhaft zu nutzen, anstatt es zu verdammen (Taten statt Worte). Unsere Gefühle sind Teil von uns, auch die "bösen", welche in meiner Auffassung gar nicht "böse" sein müssten. Nur der Umgang damit lässt oft zu wünschen übrig.
Die "Energie/Quelle/Liebe" die du für dich erfühlst, hat von dir persönlich eine Färbung (zitat: ehrlich, direkt, offen, frei, bedingungslos und kompromisslos) bekommen, dadurch hast du schon gewertet und Platz für weitere Rechtsprechungen geschaffen.

Ich muss mal Joggen gehen und weiter nachdenken....schreibe nachher weiter ;-)

PS. Zum Thema "Sozialisation" musst du noch Hausaufgaben machen ;-) Deine Aufassung dieses Begriffes entspricht nicht der tatsächlichen Bedeutung dieses Prozesses. Ich muss jedoch dazu sagen, dass man sich auch in der Fachwelt nicht ganz einig, welche die exakte Definition des Begriffes ist.
Damit bezeichnet der Begriff einerseits das Hineinwachsen eines Individuums in die Gesellschaft, andererseits alle gesellschaftlichen Einwirkungen auf die Entwicklung eines Individuums.
(Ich beziehe meine Aussagen auf diese Definition)

http://www.sign-lang.uni-hamburg.de/pro ... /L5388.htm
http://bebis.cidsnet.de/weiterbildung/s ... alisat.htm

Da wir nun einmal nicht alleine auf dieser Erde wandeln macht es Sinn, sich "sozialiesieren" zu lassen.
Wo ich nicht ganz mit dir einverstanden bin ist wenn du sagst dass man sich zurück nehmen sollte für das gemeinsame Wohl. Ich denke, dass wenn man stehts in Liebe handelt und dem Licht folgt, man keinen Grund hat sich zurückzunehmen, weil man auf diesem Weg keinem schaden kann.
Braucht es nicht für die folgende deiner Aussagen, genau die Fähigkeit seine subjektiven Belangen zurückzustellen?
Ich geh vollkommen mit dir einig wenn du sagst, dass man sich erst im Umgang mit anderen Menschne entwikeln kann. Man braucht den anderen, denn der hält uns den Spiegel vor. Man braucht die anderen auch als Vorbild oder Bote oder Wegweiser. Und man lernt Respekt, Ehrlichkeit, Akzeptanz, Offenheit und Zuverlässigkeit.
Ein Beispiel, wie willst du Akzeptanz lernen, wenn du nur an dich und deine eigenen Bedürfnisse denkst? Es ist von Nöten diese für einen Moment zurückzustellen. (z.b. Du bist an einer Party und sehr müde und wünscht dir nichts sehnlichster, wie in deinem Bett zu liegen. Deine Begleiter sind jedoch noch voll in Fahrt, jetzt kannst du dich quer stellen und die ganze Truppe terorrisieren bis sie mit dir nach Hause gehen oder du legst dich mit dem geborgten Schlafsack deines Kollegen irgendwohin und wartest bis alle nach Hause wollen oder du gehts von dannen und suchst dir eine Mitfahrgelegenheit, es ist aber 4uhr morgens, wohl bemerkt *gg*).

Ich finde, und da sind wir uns einig, man muss immer bei sich selbst bleiben, dies schliesst aber nicht aus, dass man sich für das allgemeine Wohl auch einmal hinten anstellen kann.
Mangel an Wissen auf jeden Fall! Es geht um das Wissen um das Menschsein, um das Verstehen der geistigen Gesetze.
Mangel an Zeit? Ich denke nicht... wir haben alle so ungefähr ein Jahrhundert zur Verfügung und die freie Wahl was wir daraus machen.
Mangel an Erziehung... Ich behaupt jetzt mal, dass es garkeine Erziehung gibt. Man kann anderen den Weg weisen, ein Vorbild sein, aber man kann keinen Erziehen, nicht mal ein Kind.
Zeit, ich spreche nicht von der Zeit die wir haben. Ich spreche von der Zeit die wir uns nehmen (in Sinne von stehlen ;-))

Ich finde das Einnehmen einer Vorbildhaltung die gewichtigste aller "Erziehungsmassnahmen" da sind wir uns noch einig. Aber es ist bereits "Erziehung". Aus meiner Sicht braucht der Mensch "Erziehung". Was findest du "schlecht" an "Erziehung", wie definierst du "Erziehung"?

Denkst du ein Kind lernt alleine dadurch Akzeptanz, indem du es ihm vorlebst? Wobei wie bereits erwähnt Vorleben berteits Erziehung ist.
Bekämen wir in keiner Weise Erziehung würden wir uns,
Zitat Satropa: immer noch mit der Keule die Rübe einschlagen :-)
Ich hoffe deine Freude auf die Fortsetzung des Gesprächs wurde nicht enttäuscht :-)
Obwohl enttäusch zu werden super ist, erst dann realisert man, dass mann einer Täuschung verfallen war ;-)
Hörst du zu, lernst du meistens etwas.
Fallen Angel

Beitrag von Fallen Angel »

Ein weiser Mann sagte mir einmal, dass die Bösen die ältesten Seelen seien, und sie seien deswegen so abgrundtief gemein und schlecht, um den jüngeren Seelen etwas zum lernen zu geben.

Oftmals trifft das meiner Ansicht nach nicht zu: es gibt viele, die eher aus Dummheit eine gewissenlose Boshaftigkeit an den Tag legen. Andere sind genervt oder frustriert und lassen das an ihrer Umgebung aus.

Doch Manchmal gibt es auch solche, die mittels einer sarkastischen "Boshaftigkeit" auf Misstände oder Schicksale aufmerksam machen, die manchem freundlichen Charakter verborgen bleiben. Oder diesen nicht interessieren.

Was die Frage angeht: warum das Gute nicht so toll bewertet wird: also ich persönlich bin von den Menschen, die in ihrem ganzen Wesen gütig, liebevoll und freundlich sind durchaus angetan. Ich bewundere diese Menschen - aber inzwischen mach ich mir nicht mehr die Illusion, dass ich auch so sein müsste.

Und zwar nicht weil ich abgrundtief böse wäre... nur abgrundtief... hehe.. nein, weil es Blödsinn ist! Diese von mir bewunderten Menschen waren und sind allesamt wundervolle Menschen. Nur sind sie nichts besseres, als andere, nur einfach anders.

Das gleiche gilt für diejenigen, die cool und überheblich daherkommen, oder derart von sich überzeugt sind, dass niemand sonst Platz hat. Die meisten von denen sind keine Arschlöcher und oftmals sind sie noch nicht mal arrogant. Viele von diesen sind einfach vom Verhalten her anders, als "man" sein "sollte".

Beide "Versionen" sind Rebellen der Nonkonfirmität! :-D
Drachenherz

Beitrag von Drachenherz »

hmm...
bezüglich "gut" und "böse" hab ich auf http://armin-risi.ch einen guten Artikel gefunden, den ich hier mal in seiner Gesamtheit zitiere. (sind 3 seiten, sollte knapp drin liegen, oder? *smile*)
Unterscheiden ohne zu urteilen – Was bedeutet das?

© Armin Risi

Wenn von der Polarität positiv" und "negativ" gesprochen wird, lautet ein häufiger Einwand, man dürfe nicht urteilen und etwas als positiv und etwas anderes als negativ bezeichnen; das sei polares Denken; man solle nie werten und nie urteilen, denn nichts sei schlecht oder falsch. "Alles hat einen Sinn."

Letzteres stimmt. Alles hat einen Sinn, auch das Negative. Aber deswegen ist das Negative immer noch negativ!

Das berühmte Zitat Urteile nicht! stützt sich auf ein Wort Jesu und lautet im Zusammenhang (Mt 7.1–2): Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit welchem Gericht ihr richtet, mit dem werdet auch ihr gerichtet werden." Gleich danach (7.3) sagt Jesus: "Was kümmerst du dich um den Splitter im Auge deines Bruders und siehst nicht den Balken in deinem eigenen? ... Du Scheinheiliger, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge! ... Werft eure Perlen nicht vor die Schweine!"

"Urteile nicht!" heißt also nicht: Unterscheide nicht!" Jesus selbst unterscheidet offensichtlich sehr kritisch. Gewisse Männer nannte er sogar "Schlangenbrut".

Das Thema "Nicht urteilen" ist eine, wenn nicht sogar die essentielle Lehre aller echten Religionen und Mysterienschulen und wurde immer nur in inneren Kreisen weitergegeben, gerade weil sie so mißverständlich ist. Denn sie ist nur mit einer göttlichen Sicht zu verstehen.

Worum es geht, ist die Realität jenseits der Dualität (Zweiheit), nämlich die göttliche Einheit, also um nichts anderes als um das Absolute (Gott). Diese Einheit ist unteilbar und ungeteilt, auch nicht aufgeteilt in die Zweiheit von Vergangenheit und Zukunft. Sie ist jenseits von Zeit und daher auch jenseits von Raum. Sie ist ewig (= zeitlos, raumlos). Was ist nun diese ewige Realität jenseits der Dualität? Es ist die Indivi-dualität, wörtlich: "das Nicht-Teilbare" (gebildet aus dem Lateinischen dividere, "teilen", und der Silbe in- als Verneinung). Nicht nur wir als relative Wesen sind individuell, sondern auch das Absolute ist individuell. Da Individualität Bewußtsein und freier Wille bedeutet, hat auch Gott einen Willen. Nur deshalb können wir beten: "Dein Wille geschehe!"

Wie können wir individuell sein und gleichzeitig eins sein mit der absoluten Individualität? Nur im Bewußt-Sein der Liebe. Liebe ist die wahre Einheit in vollkommener Individualität. Und Liebe ist immer freiwillig. Nichts, nicht einmal Gott, kann Liebe erzwingen. Liebe ist also die Vollkommenheit des freien Willens. Und da Gott Liebe ist, will Gott nichts anderes als diese Vollkommenheit des freien Willens.

Freier Wille erfordert die Möglichkeit des Wählens. Und das ist der Sinn, warum es eine materielle Schöpfung gibt. Sie ist der Bereich von Raum und Zeit, die ursprüngliche Polarität, die nichts anderes ist als wertfreie "Schöpfungsdynamik". Männlich – weiblich, jung – alt, "positiver Pol" – "negativer Pol" haben nichts mit "gut" und "böse" zu tun.

Im Bereich der Polarität haben alle Geistwesen aber die Möglichkeit zu wählen, das heißt, sie "müssen freiwillig" die Liebe wählen. Niemand zwingt sie, in der Einheit zu ein, und niemand zwingt sie, in die Zweiheit zu gehen. Es ist also auch nicht "notwendig", in die Zweiheit zu gehen!

Dualität (Zweiheit) beginnt, wenn Wesen aus eigenem freien Willen beschließen, aus der Harmonie und dem Gleichgewicht auszusteigen und in die Spaltung zu gehen. So entsteht das Diabolische, wörtlich "das Spaltende". In der Symbolik von Licht und Dunkelheit bedeutet dies, daß sich etwas dem Licht entgegenstellt und "Dunkelheit" schafft. Plötzlich fallen lange Schatten ...

Und dies ist die große Versuchung: etwas zu schaffen, was das Licht nicht schaffen kann. Denn Licht wirft keine Schatten! Wer sich hier aus der ursprünglichen Identität abspaltet, verfällt in das Ego, nämlich in den Verlust des Bewußtseins, daß wir alle ewige Individuen jenseits der Dualität sind. Sobald man in der Dualität ist, hat man keinen Zugang mehr zur Realität jenseits der Dualität, genauso wie jemand in Dunkelheit nicht mehr mit dem Licht verbunden ist (sonst wäre er nicht in Dunkelheit).

"Gut" und "böse" existieren nur innerhalb der Dualität – aber dort existieren sie. In der Diskussion der Gegensätze "gut" und "böse" ist es auch gerechtfertigt, das Böse auch als "Negative" zu bezeichnen, denn im wörtlichen Sinn bedeutet negativ "verneinend, ablehnend", vom lateinischen Verb negare, "nein sagen". Das Böse ist in diesem Sinn tatsächlich negativ, weil es die göttliche Ordnung verneint und eine eigene "Welt-Ordnung" durchsetzen will.

Böse (satanisch) ist all das, was der bewußten Einheit, der Liebe, entgegenwirkt oder diese sogar bekämpft, z.B. indem es den freien Willen der anderen nicht respektiert. Gut ist all das, was diese bewußte Einheit anstrebt. Aber solange man noch streben muß, ist man noch immer im Gegensatz-Bereich des Bösen und definiert sich als dessen Gegenteil. "Gut" sein ist also gut, aber nicht gut genug. Das Ziel ist es, göttlich zu sein, d.h. im ursprünglichen Bewußtsein der Einheit (Liebe) zu sein. Für diese drei Begriffe könnten man daher auch sagen: gottabgewandt, gottzugewandt, gottesbewußt.

Aus der göttlichen Sicht heraus ist es möglich, den eigentlichen Sinn von allem zu erkennen, auch des Negativen. Innerhalb der Materie leben wir alle angesichts der Dualität und werden mit Gutem und Bösem konfrontiert. Beides ist eine Herausforderung und Prüfung der Liebe: Wie stark ist mein göttliches Bewußtsein? Lasse ich mich zu Gefühlen der Dualität bewegen? Verführt mich das Gute, egoistisch nur an mich selbst zu denken? Mich für besser als andere zu halten? Provoziert mich das Böse (Lüge, Gewalt, Folterung usw.) zu Gefühlen des Hasses, der Rache, der Ohnmacht, des Selbstmitleids? Oder kann ich in allen Situationen das souveräne, unbeeinflußte Bewußtsein beibehalten? Nie das göttliche Ziel, die Sicht der Ewigkeit, verlieren? Was ist aus der Sicht der Ewigkeit schon wesentlich außer die Ewigkeit selbst?

In diesem Bewußtsein urteilt man nicht mehr und sagt nicht: "Das ist böse und von Nachteil für mich", und "Das ist gut und für Vorteil für mich." Denn beidem begegnen wir wertfrei, denn beides ist für uns ein Impetus zum Bewußt-Sein der Einheit: Liebe, Verzeihen und Loslassen der Dualität. Nicht selber wieder in die Dualität fallen.

Dabei aber unterscheiden wir genau, denn ohne Unterscheiden kein Ent-scheiden (Aufheben der Scheidung, Spaltung, Dualität). Wir erkennen: Was ist gut und was ist böse? Wie reagiere ich im jeweiligen Fall entsprechend der göttlichen Liebe? Liebe bedeutet, für das höchste Wohl aller Wesen zu wirken, ohne für sich selbst einen Lohn zu erwarten (= bedingungslose Liebe). Und dem höchsten Wohl des Bösen, d.h. dessen Befreiung, kann man nur so dienen, daß man zumindest vermeidet, selbst reinzufallen, wodurch sich die entsprechende Dunkelmacht nur noch weiter verschulden würde. Als der Satan zu Jesus kam und ihm Weltherrschaft versprach, antwortete Jesus: "Weiche von mir, Satan." Dies war kein Ausdruck von Haß oder Angst, sondern von Liebe. Durch diese klar unterscheidende Abgrenzung konnte Jesus den Satan vor einer weiteren Sündenlast bewahren. Das war Vollkommenheit des freien Willens mit entsprechend göttlicher Resonanz.

Unterscheiden ohne zu urteilen bedeutet also: Die Dualität nicht ignorieren, sondern transzendieren!
Hmm... hat mich recht zum Nachdenken angeregt, wer weiss, vielleicht folgen noch ein paar "eigene" Gedanken.
Peace
A.
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Beitrag von altered »

@ drachenherz:

finde den artikel den du gepostet hast auch sehr interesant. vorallem da ich mich im augenblick mit russischer religionsphilosophie befasse und erstaunliche analogien zwischen den denkweisen russischer philosophen und dem inhalt des artikels feststelle.
ich möchte hier (noch) nicht meine meinung dazu äussern weil ig gerade daran bin mir eine zu bilden und nicht (schonwieder) unvollständige gedankengänge posten möchte die zur verwirrung anstiften könnten.
aber ich würde dir gerne ein paar autoren/bücher empfehlen die mit dieser thematik sehr eng verbunden sind, da ich sehe, dass du grosses interesse an diesem thema zeigst (villeicht kennst du ja auch schon welche):


1. Wladimir Solowjow (teilweise auch auch vladimir solov'ev geschrieben)

er ist der begründer der russischen religionsphilosophie und befasst sich mit themen wie alleinheit, gottesmenschentum, liebe, moralphilosophie

wichtige werke: der sinn der liebe, vorlesungen über das gottmenschentum
die rechtfertigung de guten eine moralphilosophie


2. Simon L. Frank (teilweise auch semen ludvigovic frank gechrieben)

er ist ein nachfolger solowjows und behandelt ähnliche themen, geht die ganze sache jedoch etwas systematischer/"westlicher" an als solowjow.
grundlegend für ihn sind auch gedanken über das absolut (gott) und die erkenntnis, das es keine erkenntnis gibt ohne dieeinsicht in die ursprüngliche alleinheit aller dinge.

Werke: die geistigen grundlagen der geschichte...


3. Nikolai Berdjajew (auch nikolai berdja'ev geschrieben)

berjajew schreibt unter anderem über die begriffe individuum, person, gott. und deren beziehungen untereinander. ich denke das in den aktuellen themenkomplex vorallem seine meinung über die transzendierende fähigkeit der person die auf gott gerichtet ist passen.

zusammengefasst könnte man sagen, dass alle drei philosophen für die überwindung des egoismus plädieren. durch den menschen (bzw die person) mittels seiner fähigkeit zur transzendenz und der vereinheitlichung mit dem willen gottes.


zu guter letzt möchte ich dir (bzw euch) noch ein etwas jünger datiertes buch empfehlen, das von mir ausgesehen eine pflichtlektüre sein sollte für jeden der sich gedanken über das menschliche handeln macht:

4. Harry Frankfurt - the reasons of love ( http://www.amazon.de/Reasons-Love-Harry ... 0691126240 )

der amerikanische moralphilosoph HF beschreibt in diesem buch die liebe als ein "sich sorgen" (care) um den anderen. und spricht dieser fähigkeit des menschen die macht zu ihn über die grenzen des egoismus hinauszutragen. schlicht ein wundervolles buch...absolut empfehlenswert.


so, genug empfohlen, ich kann nur wiederholen das ich es sehr schätze das in letzter zeit immer mehr beflügelnde diskussionen hier im forum statfinden, so wie diese. das macht lust auf mehr. ich bin immer offen für ernsthafte philosophische gespräche. villeicht trifft man sich ja mal an einer party oder zu einem bier (oder auch tee) würde mich freuen auch mal mit den "guten" menschen hier im forum mal face to face argumentieren zu können auch wenn ich mir dann vielleicht anhören muss: "weiche von mir altered" ;-) peace
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:-)
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