Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Mysteriöse Erfahrungen, Weisheiten, Rätselhaftes.
Tatzuwurm

Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von Tatzuwurm »

Durch Achtsamkeit und Neugierde und die totale Hingabe an sein Leben /color
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nexus
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Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von nexus »

Erkenntnis,
das sichaneignen des sinngehaltes des erlebten bzw. erfahrenen sachverhalten, zuständen, vorgängen, mit dem ziele der wahrheitsempfindung. erkenntniss heisst sowohl (ungenau) der vorgang, der genauer als erkennen bezeichnet werden muss, als auch dessen ergebnis. im sinne der philosophie ist erkennen immer "etwas als etwas erkennen", so wie man z.b. sagt: "er hatte ihn als lügner erkannt". in der erkenntnis ist also ein beurteilen enthalten, das sich auf erfahrung stützt. wer nicht weiss, was ein lügner ist und dass es lügner gibt, kann niemals einen menschen als lügner erkennen. in der erkenntnis ist stets auch ein wiedererkennen enthalten. neue, von innerer und äusserer erfahrung unabhängige erkenntnisse können nur durch die schöpferische -> phantasie entstehen.- innerhalb der erkenntnis wird unterschieden zwischen der (uneigentlichen) formalen oder abstrakten erkenntnis und der (eigentlichen) inhaltlichen oder konkreten erkenntnis. diese zerfällt ihrerseits in so viele erkenntnisarten, wie es wichtige sachgebiete gibt.
bei der erkenntnis stehen sich -> subjekt und -> objekt als erkennendes und erkanntes gegenüber. das subjekt erfasst und das objekt ist erfassbar. das erfassen geschieht dadurch, dass das subjekt gleichsam in die sphäre des objekts hinübergreift und es in seine eigegene hereinholt, genauer dadurch, dass die bestimmungsstücke des objekts an seinem, im subjekt entstehenden abbild (-> erscheinung) wiederkehren. auch dieses abbild ist objektiv, d.h. das subjekt unterscheidet es, an dessen aufbau es selbst beteiligt ist, von sich selbst ein gegeüberstehendes. das abbild ist nicht identisch mit dem objekt, aber ihm kommt "objektivität" zu. das objekt ist unabhängig vom subjekt. es ist mehr nur als gegenstand der erkenntnis und in diesem mehr-als-blosses-objektivsein ist es das "transobjektive". neben dem gegenstandsein besitzt das objekt ansichten. wird das objekt unabhängig von der erkenntnisbeziehung gedacht, so wird es zum ding. das subjekt kann aber auch für sich selbst subjekt sein, d.h. es kann ein bewusstsein für seine fähigkeit des erkennens haben. es besitzt über seine eigenschaft als erkennenden hinaus noch ein fürsichsein. das ansichsein des objektes bedeutet, dass neben dem am objekt erkannten noch ein unerkannter rest übrig bleibt. die tatsache, dass wir den erkenntnisgegestand nie vollständig und ohne rest, nie in der fülle seiner bestimmtheit erfassen können, spiegelt sich wieder in der nichtübereinstimmung zwwischen objekt und abbild, sofern das subjekt von diesem unterschied weiss, ergibt sich das phänomen des problems, das den weiteren erkenntnisvorgang mit spannung lädt und auf immer weitere erkenntnisbemühungen drängt. der ausgleich einer solchen spannung liegt in der richtung eines erkrnntisprgresses, durch den die grenze zwischen dem, was bereits erkannt wurde, und dem, was erkannt erden sollte, auf das transobjektive hin verschoben wird. der erkenntisdrang des bewusstseins, dessen wirkung der erkenntnisprogres ist, ist ein fortschreitendes sich-empfänglich-machen für die bestimmtheiten des objekts. für den erkenntnisdrang ist das, was erkannt werden soll, unerschöpflich, für ihn ist es ein unendliches.
der erkenntnisprogress findet seine schranke bei der selten verschiebbaren grenze der erkennbarkeit. dahinter beginnt das unerkennbare, das transintelligible (irreführend oft das irrationale genannt). "wie das transobjektive in der verlängerten richtung des erkannten liegt, so liegt innerhalb des transobjektiven das transintelligible in der verlängerten richtung des erkennbaren. in welcher weise die übertragung der bestimmungssstücke des objekts auf das subjekt erfolgt, ist im wesentlichen unbekannt. geht man aber davon aus, dass alles seiende, da der gemeinsamen späre des unerkennbaren angehörend, sich gegenseitig irgenwie bedingt und bestimmt, bedenkt man ferner, dass das subjekt dsas reaktionsfähigste und empfindsamste unter allen seienden ist, so ergibt sich, dass das ganze system des seienden vom transobjektivem her über das objekt und das abbild vor dem subjekt in erscheinung treten muss. erkenntnis ist so gesehen, ein erfassen unter dem subjekt zunächst gelegenen glieder der beziehungen zwischen objekt und subjekt. seit beginn des 19.jhts. wird erkenntnis hauptsächlich mit erfahrungserkenntnis der naturwissenschaften gleichgesetzt. während -> geisteswissenschaften über die rationale erkenntnis hinauszugreifen gezwungen sind.

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als ein wetterleuchtendes Aufblitzen der Seelenfreude,
ein Aufzucken des Lichtes nach draußen,
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parapluyd
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Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von parapluyd »

.
Capablanca

Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von Capablanca »

parapluyd hat geschrieben: .
Sehe ich auch so :D
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subjekt
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Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von subjekt »

parapluyd hat geschrieben: .

Sehr schön gesagt!
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Nichtlustig
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Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von Nichtlustig »

was? idem dass mer leeri biträg ines forum postet? hani etz nöd ganz tschegged... crazyeye

dänn wär ich ja scho zimli spirituell erlüchtet :lol:

je leerer de bitrag desto erlüchteter :-k

je meh buechstabe, dassds schaffsch in en zämmehängende aber sinnlose biitrag ineztue desto leerer wird er obwohl er zimli voll erschint...je leerer dass de biitrag wird desto voller wird de wos list...voll vo spiritueller erlüchtig...

ich glaube nöd a spirituelli erlüchtig...nur ad vorstellig devo... ;)
Leuchtherz
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Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von Leuchtherz »

ich denke die spirituelle Erleuchtung wird nur sehr wenigen zuteil, und dies aus bestimmung.
spirituelle Erleuchtung sollte auch nicht das Ziel sein. Ein spiritueller Wachstum darf sein.

ich stelle mal die Frage in den Raum, ob die spirituelle Erleuchtug jedem Menschen höchstes Ziel sein soll?
und füge nun eine Geschichte an.
PS: Man kann darüber diskutieren ob, Anekdoten, Geschichten, Gleichungen usw etwas eigenes sind. meiner Meinung nach muss es das nicht. vielmehr sind diese daraus folgenden Inspirationen etwas eigenes. Texte lösen in jedem etwas anderes aus, und jeder kann davon soviel nehmen wie es für ihn stimmt.

Die Geschichte von Narada Muni und dem Bauern

(Die Gestalt Narada Munis taucht immer wieder in den indischen Offenbarungsschriften auf. Es heisst, dass er in ewig jugendlicher Gestalt zu allen Zeiten und durch alle materiellen und spirituellen Welten zu reisen vermag. In Gottesliebe versunken, spielt er auf seinem lautenähnlichen Instrument, der Vina, deren Ton in den Herzen der Lebewesen die unverhüllte göttliche Liebe erweckt.)

Als Narada Muni durch die Welten schweift und schliesslich auch beim alldurchdringenden höchsten Herrn, Sri Vishnu, anlangt, ergreift ihn unversehends der Hochmut. Selbstzufrieden sein Dasein überschauend, meint er, es gäbe keinen frömmeren Menschen als ihn. Sri Vishnu, der sich im Herzen eines jeden Lebewesens befindet, bleiben diese Gedanken nicht verborgen und so spricht er zu ihm: "Mein lieber Narada. Bestimmt bist du ganz erpicht darauf, einen grossen Heiligen und wahren Jünger von mir kennenzulernen. Gehe deshalb dort an jenen Ort und suche den Bauern, der dort mit seiner Familie lebt. Lerne von ihm und werde so vom Glück begünstigt."

Voller Erwartungen begibt sich Narada an den bezeichneten Ort und findet den Bauern. Er lässt sich nieder und beobachtete dessen Tun, um daraus zu lernen. Der Bauer erhebt sich in aller Frühe und arbeitete den ganzen Tag mit seinem Pflug auf dem Feld bis der Abend hereinbricht, und er zurück in sein Heim geht. Narada ist verwundert, denn er konnte nichts Aussergewöhnliches feststellen, ausser dass der Bauer zweimal am Tage den Namen Gottes aussprach, ohne sein Pflügen zu unterbrechen. Er denkt bei sich: "Wie kann dieser Bauer ein Heiliger sein? Ich sehe, wie er seinen weltlichen Pflichten nachgeht. Nichts deutet darauf hin, dass er besonders fromm oder weise wäre."

Narada Muni kehrt daraufhin zu Sri Vishnu zurück und erzählt Ihm, was er bei dem Bauern beobachtet hat und was er davon hält. Lächelnd entgegnet Sri Vishnu: "Nun denn, Narada. Nimm eine randvoll mit Öl gefüllte Schale und geh mit ihr einmal um die ganze Stadt. Komm dann zu mir zurück, aber achte aufmerksam darauf, dass du nicht einen Tropfen verschüttest."

Abermals wundert sich Narada, aber voller Entschlossenheit kommt er der Aufforderung nach. Schritt für Schritt sorgfältig abwägend, setzt er einen Fuss vor den anderen, immer peinlich darauf bedacht, nicht einen Tropfen Öl aus der Schale zu verlieren. Endlich am Abend hat er seinen Rundgang beendet und kehrte zu Sri Vishnu zurück.

Dieser begrüsste ihn freundlich und fragte ihn alsdann: "Und? Wie ist es dir ergangen? Hast du einen Tropfen Öl verschüttet?"
"Gut ist es mir ergangen, oh Herr. Keinen einzigen Tropfen habe ich verschüttet!" antwortete Narada Muni stolz.
"Oh, sehr schön. Und wieviele Male hast du denn beim Rundgang auch an Mich gedacht?" fragt Sri Vishnu lächelnd zurück.

Beschämt erwiderte Narada: "Nicht ein einziges Mal, Herr. Wie hätte ich das tun können, da ich doch meine ganze Aufmerksamkeit auf diese bis zum Rande mit Öl gefüllte Schale richten musste?"
Da antwortet Sri Vishnu: "Diese eine Schale mit Öl nahm deine Aufmerksamkeit so sehr in Anspruch, dass du mich darüber völlig vergassest. Nun schau dir diesen Bauern an, auf den du eitel herabblicktest. Obgleich die gewaltige Bürde seiner weltlichen Pflichten auf ihm lastet, erinnert er sich täglich zweimal an Mich."
Verzweifle nicht an der Gewichtigkeit der Dinge,
neben Elefanten gibt's auch

SchMetteRlinge

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nexus
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Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von nexus »

Pflichtbewusstsein ohne Liebe macht verdrießlich
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart
...Wahrhaftigkeit ohne Liebe macht kritiksüchtig
Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch
Macht ohne Liebe macht grausam
Ehre ohne Liebe macht hochmütig
Besitz ohne Liebe macht geizig
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

es gibt keine liebe auf dieser welt, es ist nur ein traum^^

Wenn auf der Erde die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich.(Aristoteles)
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subjekt
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Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von subjekt »

Wenn du nur noch dicht triffst,
wohin du immer schaust,
nur noch dich triffst
in allen Beziehungen, in allen Dingen;
dann bist du angekommen,
dann ist das Falsche zu Ende:
die Macht, die Abhängigkeit, das Leid--
Dann ist das der Tod--
Dann ist das Neue da,
die Liebe, die Freude,
die gemeinsame Aufgabe,
die gemeinsame Aufgabe,
die gemeinsame Verantwortung,
das gemeinsame Werk,
die Welt die uns allen gehört,
die wir sind--
Und wenn du überall und in allem
Nur noch auf dich triffst,
kannst du erneut entscheiden,
ob du dich bekämpfen oder versöhnen,
beherrschen, belügen oder betrügen
oder was auch immer willst, wie bishe--
oder du kannst endlich damit anfangen,
zu dir zu schauen
in dir und in den anderen--
...sei dir selbst ein witz, der dich erheitert...
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Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von nexus »

danke subjekt ;)
und genau parapluyd, was bringts diskutiere wenn eh jede e andri vorstellig vo wahrheit hät? müsst d'frag vilicht andersch stelle; was isch de sinn vom läbe? vilicht 3 sache, d'geburt de tod und was tuesch im läbe wasd wünschisch was nachem tod isch^^

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subjekt
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Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von subjekt »

Hab da noch was gefunden


DAS FENSTER ZUR EWIGKEIT

Durch eine einfache Verlagerung der Aufmerksamkeit
Vom Objekt zum Erfahrenden,
von der Erscheinung zum Erfahrenden der Erscheinungen,
kann sich unsere Perspektive diametral verändern.
Die Geburt der Verlagerung geschieht mit der Frage:
„Wer bin ich?“
Dabei geht es nicht um einen zukünftigen Zustand der Erleuchtung
Oder um etwas, dass dir zuteil werden wird dann,
wenn du wirklich gut bist und dich sehr darum bemühst.
Es geht um etwas, das schon hier und jetzt ist.

Damit Worte gehört werden,
muss es Schweigen geben,
im welchen die Worte geschehen.
Damit Form erkannt wird,
muss es Grenzenlosigkeit geben,
in der Form erkannt wird,
in der die Formen existieren können.
Damit es die Erscheinung in der Zeit gibt
-Anfang, Dauer und Ende-,
Muss es eine Ewigkeit geben,
In welcher die Zeit abläuft.
Wenn du das wirklich begreifst,
Wird es dein Leben ändern.
Dann wir des offenbar.
Um etwas Begrenztes wahrzunehmen,
muss es Grenzenlosigkeit geben,
in der es geschieht.
Wenn sich eine Erscheinung ereignet
Innerhalb von etwas mit weiten Grenzen,
Innerhalb von wem würde es sich ereignen?
Diese Frage
„Wer bin ich?“
Führt dich sofort zur Grenzenlosigkeit,
zur Ewigkeit,
zu Dem, das ungeboren, unsterblich ist,
zu Dem, das keine Furcht vor dem Verlöschen hat,
und zu dem, das nicht getrennt ist.
Sobald du zurück in dein Selbst schaust
Und erkennst, dass da keine getrennte Entität gefunden werden kann,
nur offene Weite,
dann ist es kein besonders grosser Sprung,
in die Augen dessen zu schauen, den du bisher für eine andere Person hieltest,
und nicht auf diese „andere Person“ zu schauen,
sondern durch das Fenster jener Augen,
und die Ewigkei6t zu sehen, die euch beiden gemeinsam ist.
Was ist dann der Unterschied zwischen
Weiter Offenheit und unendlicher Grenzenlosigkeit?
Wo hört Unendlichkeit auf und wo beginnt Ewigkeit?
Diese einfache und doch tiefe Erkenntnis
Verkündet das Ende der Trennung.

Zu verschiedenen Zeiten hat man diese Erkenntnis
eine Vielzahl von exklusiven Namen gegeben:
Erleuchtung, Befreiung, Selbstverwirklichung.
Leute haben darüber gesprochen
In höst übertrieben Weise,
mit gewaltigen Mengen von Ritualen
und schnellen Autos und Grundbesitz,
erworben im Namen dieses unkomplizierten Prinzips.
Es ist eine einfache Sache, von der wir hier reden.
Es ist jedermanns Recht durch Geburt.

By: Arjuna
...sei dir selbst ein witz, der dich erheitert...
u.s.l.

Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von u.s.l. »

also, mich würds scho no wunder nä, öbs da öper git, wo vo sich us cha säge, er hegi das gfühl, erlüchtet z si, oder für e momänt sich so gfühlt het. de wär no interessant, was de andersch isch (oder gsi isch), demit mer das chli besser chönt nachvollziehe, oder begrife. oder, wie sich das bemerkbar gmacht het. ich dänke, es isch möglich, kurzi läbesabschnitt so z empfinde, dass mers nid besser mit wort chönt umschriebe, als, "I am erleuchtet". strebt mer aber definitiv sone zuestand a, de wirds scho viel schwerer. ich würd sogar behaupte, hützutags no schwerer, als vor hundert... geschweige vor tusig johr. einersits zviel ablänkig, anderer sits sind gwüssi sache ide luft, die mer ersch mal muess elliminiere, usblände, oder umgoh. was wiederum heisst, dass es nid überall uf de wält glich isch.

und d beweggründ, warum dass öper spirituelli erlüchtig suecht, wärfet unweigerlich d frog uf, warum? was fählt? was het mer s gfühl, dass andersch wird si, wenn d erlüchtig itrifft? chamer die diskrepanz au andersch uflöse, als grad eis vode höchschte ziel z ha, dass us mönschlicher sicht möglich isch (oder möglich schint z si), nämlich d erlüchtig? warum suecht mer hilf im internet? warum suecht mer überhaupt? warum versuecht mer überhaupt?


bla-bla-bla...

isch ja guet - ich bi ja scho wäg. als hätsch du nie täg, a dene chli meh bluna bisch :?
Capablanca

Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von Capablanca »

u.s.l. hat geschrieben:und d beweggründ, warum dass öper spirituelli erlüchtig suecht, wärfet unweigerlich d frog uf, warum? was fählt?
Der Mensch sucht immer etwas, auch wenn es nicht danach aussieht.

Im Zen sucht man die Erleuchtung um sich selbst und den Ursprung seiner Gefühle und Gedanken zu verstehen. Verstehen heißt hier jedoch nicht etwas analytisch auszugraben, sondern in einer ungezwungenen Weise offen zu legen.

Zum Beispiel würde man verstehen, was der tiefste Beweggrund einer Frage wie "was fehlt?" ist; welche Annahmen ihr zu Grunde liegen, was also Wissen und was Spekulation oder Vorurteil ist. Denn in jedem einzigen Moment passiert in uns so unglaublich viel, und das meiste davon ist uns nicht bewusst. Das ist jammerschade.

Was fehlt? Es fehlt ein Verständnis des eigenen Wesens, was unmittelbar mit dem Verständnis der Umwelt und der in ihr enthaltenen Menschen zusammenhängt. Denn letztendlich ist alle Apperzeption das Produkt hoch komplexer Prozesse, deren Eigenart uns verborgen ist, aber die diese Apperzeption zweifelsfrei bestimmen. Sie bestimmen unsere tiefen Beweggründe, unsere Gefühle und damit unser Leben bzw. Schicksal.

Für mich ist aber Erleuchtung kein religiöser, sondern lediglich ein psychologischer Zustand, in dem eine andere Sichtweise auf die Erscheinungswelt gewonnen werden kann (mit wesentlich mehr Freiheitsgraden), ohne die andere zu verlieren. Gewissermaßen ist die Suche nach der Erleuchtung vergleichbar mit der Suche nach einem Trip - einem, der in das eigene selbst geht.

Erleuchtung kann aber auch zu Erfahrungen führen, in denen die Grenze zwischen Ich und Nicht-Ich nahezu verschwinden kann.
Auch ich hatte nach intensiver Übung und einem besonders klaren Verstand häufiger solche Momente, in denen sich mein eigenes Ich komplett auf die Umwelt ausgedehnt hat. Das heißt nicht, dass ich die Objekte der Umwelt nicht mehr wahrgenommen habe, aber sie haben sich nicht als Nicht-Ich oder als Objekte angefühlt. Einmal verschloss ich eine Tür und hatte dabei das Gefühl als würde diese Tür gar nicht außerhalb von mir existieren, sondern als ob diese Tür ich selbst wäre. Ich berührte die Tür und berührte mich selbst zugleich. Als ich dann ging, hatte ich nicht das Gefühl, als würde ich durch einen Korridor laufen, sondern durch mein eigenes Bewusstsein. Es hatte Gewisse Ähnlichkeiten mit Erfahrungen, die man manchmal auf einem LSD Trip erlebt, allerdings war ich nicht nur nüchtern, sondern hatte längere Zeit keine Drogen genommen. Der Zustand verflüchtigte sich nach ein paar Sekunden und hinterließ keinerlei Spuren, bis auf die Erinnerung.

Solche Ich und Nicht-Ich Erfahrungen nennt man im Zen Satori [satoɽi] (jap. 悟り, wörtlich: „Verstehen“), die unterschiedlich intensiv sein können, und ich denke, je nach Dauer der Übung unterschiedlich lange. Auch sie verhelfen zu einer etwas anderen Sichtweise, über die sich nachdenken lässt. Satori Erfahrungen machen aber niemandem zu einem besseren Menschen, oder jemanden der weniger Schmerz als andere hat oder Zauberkräfte besitzt. Satori-Erfahrungne sind eigentlich ohne große Bedeutung - aber sie sind definitiv interessant. Es ist wie ein psychedelischer Trip ohne Drogen und es fühlt sich sehr angenehm an.

Natürlich hatte ich jetzt kein Satori im eigentlichen Sinne, aber mit der regelmäßigen Übung stellen sich allmählich Anflüge davon ein (so einen Minianflug hatte ich wohl auch), die mit der Zeit häufiger und intensiver werden, was auch nicht unüblich ist bei dieser Praxis. Trotzdem sind diese Erfahrungen nicht das eigentliche Ziel und sollten auf keinen Fall verfolgt werden. Wenn überhaupt etwas ein Ziel sein könnte, ist das daraus resultierende Weltverständnis.

Ich hoffe, ich konnte deine Frage einigermaßen zufriedenstellend beantworten :idea:
Fallen Angel 3
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Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von Fallen Angel 3 »

ich glaub irgendwie nicht, dass es möglich ist "erleuchtet zu sein" diese präteritum form "ich bin erleuchtet" ist viel zu starr um irgendwie dem gerecht zu werden, was ich mal als leben bezeichne. jeder ist doch mal erleuchtet, hat *es* voll erfasst, ist auf der spitze von irgendwelchen ungeahnten gedanken und kräften und kann alles, ist alles, weiss alles - und dann ist man wieder voll im Kali-Element und zerstört alles was man aufgebaut hat, erfindet sich selbst neu, ist kreativ bis an hag ane, bekommt anerkennung sonnt sich darin, erfährt die macht des geldes, und wie schön es ist sich alles mögliche kaufen zu können, ist wieder arm und merkt wie schön es ist, ganz bewusst nur das zu kaufen, was man wirklich braucht, ist verliebt, eifersüchtig, verloren, einsam, hoffnungsvoll, glücklich und *do loop* - also hält man sich an dem bisschen fest, was auch andere schon als erfüllung fanden, sei das nun yoga oder ein auto aber irgendwie ist man doch nie zufrieden, oder wenn man es ist, dann bekommt man angst diese zufriedenheit zu verlieren (wodurch man sie verliert). man begreifft etwas, liest inspirierende literatur oder hört mal wieder ein GEILES lied aus den 70ern und ist am träumen und vergräbt sich dann wieder zu hause, wie der bär im winter, na und so weiter.

manchmal beschäftige ich mich mit der welt und kann nur den kopf schütteln ab den menschen.
dann beschäftige ich mich wieder mal menschen und finde sie putzig.
und dann beschäftige ich mich mal mit mir und kann nur den kopf schütteln.
und dann beschäftige ich mich mal wieder mit mir und merke wie unglaublich herzig ich doch bin.
und mit gott, der natur, den aliens, den illuminaten, den bänkern und bänkerinnen, der svp, paulo coelho, den kornkreisen und so weiter.

in einer nie mals endenden dualitätsmultiplexität gefangenes menschliches glückskind das ich doch bin.
und gleichzetig so traurigschmerzhaftschönmelancholisch und voller freude.

das leben ist eines von zwei härtesten, aber es übt kollossal.
Das was wir brauchen, das was wir geben - das sind wir.
u.s.l.

Re: Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?

Beitrag von u.s.l. »

nun, das ist eben genau der punkt: viele haben schon sowas wie erleuchtung erfahren und erlebt, jedoch nur für momente, stunden, oder bestenfalls für tage. jemand, der es erlebt hat, konnte mir beim besten willen nicht beschreiben, warum er/sie es nicht wieder tut, obwohl die umstände sich nicht gross verändert hatten, das heisst, sie waren nicht in der lage, diesen zustand bewusst herbeizuführen, selbst unter grössten anstrengungen nicht. das verwundert mich jedoch nicht, weil auch ich der meinung bin, dass sich unser zustand stets neu ent-/ und verwickelt, was eine definitive erleuchtung so erschwert. diese würde von mir aus bedeuten, den zustand zu halten. was ich mir wiederum als äusserst langweilig vorstelle. demnach auch nicht als erstrebenswert erachten kann.


Capablanca hat geschrieben: Ich hoffe, ich konnte deine Frage einigermaßen zufriedenstellend beantworten :idea:
natürlich. hatte ja keinerlei erwartungen. was man meinem hochdeutsch hoffentlich auch anliest 8-[
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