Psychobella hat geschrieben:piraña hat geschrieben: liebe? ja, kenn ich. hab ich mal. wurde ich mal. ich wurde mal verlassen. und ich hatte verlassen. trotz liebe
Die Kunst ist vielleicht, verlassen zu werden (loszulassen) bzw. zu verlassen (loszulassen)
aus Liebe...

Siehst Du, und genau drum, sehe ich mich nicht immer in dem seltsamen Licht, in das andere mich zerren wollen. Manche sind Liebe. Andere nur Menschen. Doch auch die Menschen sind Liebe, nur nicht so vollkommen. Und in der Unvollkommenheit (da wären wir wieder bei den C's) ist auch die gebundene Liebe ein Geschenk, eine Erweiterung zweier Seelen. C und O funktioniert offensichtlich einfach nicht. Und ist ja auch nicht schlimm. Ausser vielleicht für das O, doch wenn dieses sich selbst genügt, ist es auch für das O nicht ganz so schlimm. Oder doch? Müsste man mal eins fragen.. Doch Fragen und Nachfragen ist auch nicht immer leicht, denn manches ist besser, lässt man es ruhen. Auf dass aus dem Schmerz Erinnerung wird, die nicht länger lähmt, sondern nur erinnert - und mahnt. Zu viele Mahnungen führen zur Betreibung, dem Zwang und irgendwann hat das Kuddelmuddel einen Verwicklungsgrad erreicht, der jedes Wollknäuel in den Schatten stellt. Da ist der Zeitpunkt gekommen loszulassen, in Liebe, wie andere es schon vorgemacht haben, doch manche hinken halt hinterher, denn was einst gross und wichtig erschien, wird nur langsam wieder klein. Entscheidungen führen mitunter zu Scheidungen. Mitunter aber auch zu einem Neuanfang. Beides will gelebt sein, beides will verstanden werden. Doch der Verstand gerät an seine Grenzen, wenn er das Herz dabei ausser Acht lässt. Diese Unendlichkeit der Gefühle, lässt sich nicht niederboxen indem Verdrängung stattfindet. Weil das was verdrängt wird, im Inneren wächst, wie ein Krebs. Und es braucht schon sehr viele Zigaretten, um diesen Krebs ruhig zu stellen, wenn er erst mal anfängt, an den Nerven zu zehren. Doch auch hier hilft nur Verständnis, für sich selbst, genauso wie für jene, die bereits losgelassen. Und wehe wenn die Losgelassenen zu Verlassenen verblassen, dann ist nicht mehr gut Kirschen essen, mit dem Vergessen. Jenes aber hilft dabei, zur Ruhe zu kommen, und die Träume wieder in den Schlaf zu schicken, auf dass sie uns darin entzücken, und beflügeln, wie die Muse deren Mass nun voll ist, wohl bekomm's, im Oktober steigt auch das Oktoberfest, und wenn die Sorgen schwimmen lernen, muss der Druck wohl erhöht werden, auf dass die Wohltat der Erfrischung, wie eine Kalte Dusche auf das Bewusstsein sich legt, und die wärmende Decke der Erquickung sich über die Schlafwandler webt. Aufwachen und Träumen, damit die Kunst sich wieder einmal wagt, der Realität einen Strich durch die Rechnung zu machen, um so aus Zahlen wieder Menschen werden zu lassen, die leben und lieben. Denn in der Liebe liegt die Verzeihung, die fünf steht dann gerade noch so, während die 2 und die 3 sich an sie lehnen und in trauter Dreisamkeit, wieder eine liegende Acht bilden. Summiert sich all dies in fulminantem Sein, so lasst uns nicht traurig sein, und melancholisch schlummert hier das Murmeltier, dessen Pranken, bringen uns mal ins Wanken, doch sein zartes Fell lässt Geborgenheit ahnen, wie kein Pelz dies je erreichen könnte. So stellt das Jagen ein, und lasst das Sammeln, versammeln wir uns lieber wieder einmal - und tanzen zu den funkelnden Sternen, auf hohen Bergen, tiefen Tälern, grünen Wäldern, und goldschimmernden Auen. Begrüssen wir die Halblinge und Zwerge, die eifrig emsen, und sich nicht bremsen, sondern Kuchen backen hart wie Stahl, und fein wie der Morgen, der alsbald schon der Zukunft ein Bett bereitet, worin sie erwacht, und fröhlich summt, zum Klang der Bienen. Und die Bären, sie freuts gar sehr, haben sie doch als Schleckmäuler auch gern den Honig. Dieser ist zart wie Seide, und aus jeder Raupe wird auch ein Schmetterling, einstweilen, bevor das Garn gesponnen. Die Erzählung lehrt uns viel, wenn wir sie in uns aufnehmen, wie ein Zeichen des Himmels, oder woher auch immer. Schlimmer kommt nimmer, besser jederzeit. Geht auch die Zeit verloren, so bringt sie denn auch die Erfahrung mit sich, und schleppt sich von hier nach da, von Punkt zu Komma, hüpfend, haspelnd, sich selbst liebend und ehrend, das ist nicht so verheerend. Es ist was es ist, sprach die Liebe. Und das Leben rief "hört hört!" und so glücklich waren die beiden getrennt schon lang nicht mehr. In der Tiefe trafen sich die Seelen, und sie waren eins. Und hier auf Erden, lässt sich das nicht einfach so vererben, es kommt wie's kommt. Mal spontan, dann wieder zahm. Ein jedes auf seine Weise. Weise, wer das erkennt und lebt, fröhlich wer sich darob nicht grämt, frei wer sich dessen nicht schämt. Und dann kann das Lachen gefunden werden, tief verborgen unter dem Schutt der Gezeiten, der Entropie des Verlusts, verborgen im Herzen, da kommt's aus dem Bauch und lässt Dich entzücken, mags Dich auch erst bedrücken. Klingelt die Glocke der Frucht der Erkenntnis, ist Liebe ein Schritt raus aus dem Verhängnis. Öffnen wir uns so wie wir sind, seien wir auch mal das himmlische Kind, das war die Botschaft, das war die Nachricht, nun können wir lieben und leben mit Nachsicht. Wohin Du auch gehen magst, seis auch ohne mich, Du bist ein Stern, lebendes Licht. Das sei gesagt, damit's alle hören, denn Stille ist tödlich, ist ihre Dosis zu hoch, ein Mittel zum Ruhen, das ist sie bloss. Nicht wenig - natürlich - und somit auch gut, vergisst man dabei ernsthaft die Wut. Ich könnt noch viel schreiben, doch lass ich's nun stehen, damit wir einander erkennen falls wir uns je wieder sehen. Friede sei mit euch - es ist alles verziehen. Lassen wir liegen, was einst war Gemein. Liebe ist Kitt, sie ist der Leim. Bewusst sein ist manchmal gar nicht so fern, leuchtet in Dir ein tanzender Stern. Gut Nacht - Gut Nacht, ihr habt das alles schon längst bedacht.