Fallen Angel 2 hat geschrieben:ja, aber geht nicht jeder der beiden vollkommen in seiner rolle auf? opfer und täter? gehören die nicht zusammen?
Nein, das ist eben so ein Trugschluss, der sich in den letzten Jahren aufgrund des Verständnisses für Täter irgendwie in die gesellschaftliche Meinung eingeschlichen hat, und die ich wirklich nicht teile.
Das Opfer in dem Beispiel von vorhin, ist nicht glücklich mit der Situation, es weiss sich nur nicht anders zu helfen, als indem es noch mehr liebt. Und es müsste da rausgeholt werden, notfalls mit Gewalt (Einsperren des Täters), damit es das überhaupt merkt.
Und schon wären wir beim Thema Justiz angelangt... Doch solange in der Gesellschaft der Tenor vorherrscht, dass Täter auch nur Menschen sind... wird es diese Täter-Opfer-Beziehung auch weiterhin geben. Denn es gilt schon fast als Normal. Und was normal ist, wird akzeptiert.
Es geht doch nicht ums glücklichsein, sondern ums ERFAHREN. wir sind hier um erfahrungen zu machen.
Wieso kämpfst du so gegen das vermeindlich "böse" und schreibst gleichzeitig immer wieder wie sehr du in der trauer und dem schmerz aufblühst und kraft daraus schöpfst?
das leben ist gnadenlos ehrlich und sendet dir antworten auf dein inneres. es macht kein unterschied zwischen gut und böse. ich kann dieses wissen niemandem vermitteln, so schwer es fallen mag es zu akzeptieren.
übrigens wenn diese täter-opfer theorie sich wirklich schon durchgesetzt hätte in userer gesellschafft, wieso glauben dann alle an gut und böse? wieso werden die leute dann noch eingespert, statt, dass ihnen die geistigen gesetze gelehrt werden?
Fallen Angel 2 hat geschrieben:chunnt drufa öb äm liebende mänsch s'absolute spirituelle sein überhaupt bewusst isch.
ich dänk än materialistische atheist cha uf grund sinere a-religio gar nöd wahrhaftig liebe...
das sehe ich völlig anders - ich denke ein atheist kann durchaus lieben, denn er kann menschen lieben, statt ideen oder ideologien, er kann diese menschen mehr lieben, als jeder noch so spirituell gewachsene mensch, denn er liebt diese menschen so wie sie sind, so wie sie jetzt grad sind, und nicht so wie sie eventuell im jenseits oder im allgemeinen oder in gott sind, sondern einfach dafür, dass diese menschen die menschen sind, die sie sind.
verdrehst du da nicht was? sind es nicht die, wie du sie nennst, sprirituell gewachsenen die sich die fähigkeit angeeignet haben (oder dabei sind) bedingungslos zu lieben? in dem sie erkennen was IST...
dunno
Fallen Angel 2 hat geschrieben:Ja! denn es ist sehr viel spannender. es macht viel mehr spass sich verführen zu lassen als einfach "ja" zu sagen. (von ganzem herzen JA schreien kann man später immer noch wenn das spiel schon seinen lauf genommen hat)
genau so ist es reizvoller jemanden zu verführen, als das ganze auf einen satz zu reduzieren und somit die tür zu verschliessen. (in 99 fällen )
das kannst Du sagen, wenn du hin und wieder verführt wirst,
bzw. hin und wieder jemanden eroberst.
wenn weder das eine noch das andere je eintrifft
wirst du das automatisch anders sehen.
auch da betracht ich die situation genau anders rum. es ist nicht "wie du es siehst", das von dem abhängt "wie du es erfährst". sondern deine einstellung, die deine erfahrung anzieht.
das könnte sich zum beispiel wie folgt abspielen; du versuchst es einmal und du blitzt ab. weil du das gefühl hast es sei deine grosse liebe gewesen versinkst du in selbsmitleid darüber, dass du sie nicht haben kannst und nicht gut genug bist. dieser gedanke haftet an dir fest ab diesem moment.
wenn der schmerz abgeklungen ist versuchst du es vielleicht wieder bei der nächsten, aber der gedanke, vielleicht nicht gut genug zu sein blockiert (energetisch gesehen) die verwirklichung deines wunsches nach liebe. mit jedem versuch bestätigt sich also deine einstellung und wird bald zur überzeugung.
Fallen Angel 2 hat geschrieben:wer kommt denn bitte schön zu schaden?? wer sich verführen lässt hat spass daran! da gibts kein "ich wollte das doch garnicht" -> selbstmitleid.
du stehst nicht zu dem was du tust oder mit dir tuen lässt. passivität ist genau so eine entscheidung.
wessen wohl wird denn über welches gestellt? wenn es dem verführten nicht wohl wär, dann wärs keine verführung.
Spass? Hm ja, in den ersten Minuten, Stunden, Tagen - ist es tatsächlich wie bei einem Compispiel irgendwie spassig, also irgendwie nervenkitzel und so weiter - spätestens wenn du erkennst, dass deine existenzform bei der anderen existenzform nicht wirklich zieht, naja, hört der spass auf. es geht nicht um "ich wollte das doch gar nicht" - sondern darum, dass ich es durchaus wollte, daran glauben wollte, lieben wollte, geliebt werden, klar wollte ich das! es hat nur nie geklappt. mir gehts eher um den punkt mit der wahlfreiheit. diese ist nicht vorhanden. es ist nicht so, als könnte man sich entscheiden, "so ich lass mich jetzt mal verführen", man wird einfach verführt. und das hat auch nichts mit opfern zu tun, sondern mit geschehnissen, biologisch oder sonstwie gesteuert, who cares, es passiert einfach.
das bringt mich sehr zum schmunzeln.
du gibst also die verantwortung für dein eigens leben ab... du gibst dem verführer mehr macht als dem verführten. sind nicht alle menschen gleich viel wert?
"es passiert einfach" kling sehr einfach und bequem. es kann also nicht sein dass du dich blenden lassen WILLST, weil du an deiner illusion festhälst?
Fallen Angel 2 hat geschrieben:Wenn jemand aber bewusst hingeht und ohne die Absicht, jemanden zu erobern, die Verführung anwendet, um mit jemand anderem zu spielen, stets im Hinterkopf, dass sicher nicht mehr läuft, als das Spiel, so gibt man die falschen Karten vor, und das kann die Verführten dann ziemlich schmerzhaft berühren.
ja, aber das liegt an den absichten und nicht an der verführung selbst.
Fallen Angel 2 hat geschrieben:Du bist nicht der erste der mir das sagt... und ich blick immer noch nicht ganz durch.
für mich ist das einfach fehlendes selbstbewusstsein.
Fehlendes Selbstbewusstsein

geil.
Der Grund warum es heute Männer gibt, die ein Nein akzeptieren, ist: weil man ihnen als sie noch klein und lernfähig waren gesagt hat: Nein heisst nein, bei einer Frau. Der Grund, warum man ihnen das sagte war, dass es Männer gab und leider immer noch gibt, die ein Nein eben gerade nicht akzeptieren. Also wenn Du nicht verstehst, warum jemand ein Nein akzeptiert, verstehe ich nicht ganz was das mit Selbstvertrauen zu tun haben soll. Ich dachte mal, die Zeit mit Der Keule, den Haaren und der Höhle hätten wir hinter uns. Aber wenn die Keule soo attraktiv macht... probier ich's halt im nächsten Leben mal aus... glaub allerdings nicht dass das so ist.
wer die käule zur hand nimmt hat genau so wenig selbstvertrauen wie der, der sich verkriecht. er geht nur anders damit um.
wenn er selbstvertrauen hätte, müsse er niemanden zwingen bei ihm zu sein, sondern wüsste, dass der andere aus freien stücken da ist und wenn nicht, dass das leben trotzdem weiter geht. (selbstvertrauen->unabhängikeit)
es geht wie schon in der ganzen diskussion um die verführung. es ist doch viel spannender jemanden dazu zu bringen dich zu küssen, durch charme, blicke, gesten, simple anwesenheit oder was auch immer, statt ihm einen zettel hinzustrecken wo drauf steht "darf ich dich küssen? JA NEIN (bitte ankreuzen)"
also ich hab schon einige abblizen lassen, weil sie zuviel über das gequatscht haben was sie tun möchten, statt es einfach zu tun oder es subtiler rauszufinden, obwohl ich sie grundsätzlich sehr mochte.
Fallen Angel 2 hat geschrieben:Und der Grund weshalb man sich dann irgendwann so nach 20 gescheiterten Versuchen nicht mehr nur als Kolleg abstempeln lässt, und lieber nichts hat, als diese "Karrotte vor der Nase" ist doch klar: weil es weh tut, und weil richtige Männer Schmerz empfinden können, und sich somit lieber von solchen Frauen fernhalten.
Nein, auch das mit dem sooo arm ist völlig daneben. Es geht darum, dass man einfach keinen Bock auf so was hat. Wofür etwas hinterherhecheln, dass einen nicht als Freund will? Wenn sie mich nicht will, brauch ich sie auch nicht. Wofür denn? Wenn man als Freund nicht in Frage kommt, ist man ja offenbar nicht gut genug für sie, also, wofür dann eine Kollegschaft?
zum zugucken, wie sie dann mit einem Täter-Typ zusammenkommt (schlimmstenfalls) oder mit jemandem der tatsächlich besser ist, als man selbst (noch schlimmsterenfalls)?
nö danke verzichte.

wie gesagt auf sich rumtrampeln lassen macht nicht attraktiv. ich hab nie behauptet eine solche kollegschaft sei in irgendeiner hinsicht hilfreich, wenn man die hoffnung aufgegeben hat.
Fallen Angel 2 hat geschrieben:demzufolge möchtest du also mit jedem befreundet sein der dich mag, egal ob dir nun dabei wohl ist oder nicht? nur damit du mit dem gewissen leben kannst ihm/ihr keinen freund weggenommen zu haben?
aber hätte der/diejenige einen wirklichen freund, wenn es diesem nicht wohl dabei ist?
oder ist es ganz einfach wieder deine schuld weil du es nicht schaffst dich wohlzufühlen?
Nein absolut nicht, ich weiss nicht wie Du DAS in meinen Zeilen gelesen haben willst?

na du hast doch von dir selbst geschrieben du seist böse weil du sie eines freundes beraubt hast. darauf wars bezogen.
Fallen Angel 2 hat geschrieben:weisst du - vielleicht gehst du einfach davon aus, dass die menschen im grund genommen lieb sind.
vielleicht gibt es aber auch solche, die nicht so lieb sind.

LIEB?

klingt ja fast so schlimm wie NETT
ich geh davon aus dass einem zufällt was man in irgendeiner form ausstrahlt. und da gibt es kei lieb... es ist verdammt hart das auszuhalten und zu akzeptieren! es ist viiiel einfacher die welt in gut und böse aufzuteilen, denn so gibt man die verantwortung ein stückweit ab. nicht nur seinem eigenen leben gegenüber sondern auch den anderen.