@Psymäleon
"nicht jeder, der an einen Gott glaubt ist ein verblendeter, uneigenständiger Mensch"
Da gebe ich Dir recht.
"Somit ist alles rational erklärbar, oder wäre es zumindest, wenn wir es mit wissenschaftlichen Methoden könnten"
Das habe ich nicht gesagt, ich sagte, es gibt keinen "personifizierten" Gott. ALLES kann man nicht rational erklären. Man kann aber all das rational erklären, wofür es mathematische und physikalische Beweise gibt, selbst wenn wir diese Beweise heute noch nicht kennen. Wie das mit den Atomen ganz ganz ganz genau funktioniert, naja
ich weiss es nicht. hihi
Doch, ob das jetzt rational erklärbar ist, oder nicht: Dass ein Gott existiert, dann seinen Sohn auf die Erde schickt, ihn dort elendiglich verrecken lässt, und zuvor noch ein paar Wunder geschehen lässt, das alles ist nach logischen Überlegungen schlichtwegs auszuschliessen. Vielleicht nicht komplett unmöglich, es wäre so in Etwa eine Chance von 1:unendlich.
Dass der menschliche Geist oder Körper zu mehr fähig ist, als wir heute wissen, es also vielleicht tatsächlich einen Jesus gab, der ein Mensch mit besonderen Fähigkeiten war, könnte schon eher sein, ist aber
dennoch eine Glaubensfrage (also in dem Fall halt New Age), es ist nicht beweisbar, und solange wir keinen physikalischen Weg finden, in der zeit zurück zu kehren, können wir auch nicht nachfragen.
Wir können nur Wahrscheinlichkeitsrechnungen anstellen.
"Bist du ein Physiker?"
nein, wenn ich einer wäre, könnte ich vermutlich Beispiele bringen, was früher als Wunder angesehen wurde, und heute bekanntermassen, eine XY-String-Delta-Theorie ist.
"Auch wenn deine Ansicht verständlich sein mag, so musst du nicht den selben Fehler machen wie die religiösen Fanatiker: Jedem Andersdenkenden den Respekt verweigern und deine Meinung als die absolute Wahrheit postulieren!"
Ich sag doch gar nicht, dass das die absolute Wahrheit ist, ich sag nur wie ich es sehe. Da interpretierst Du etwas in meine Worte, das dort so nicht steht.
Was jedoch stimmt: ich mag es nicht, wenn ein Mensch seine Intelligenz, seine Fähigkeit "an etwas zu Glauben" und seine Menschlichkeit aufgibt, für ein irreales Wesen. Und schon gar wenn er das für die leeren Worte aufgibt, von anderen Menschen, die behaupten, es gäbe ein solches Wesen, die aber keinerlei Beweise dafür bringen, sondern einfach sagen "dafür brauchts keine Beweise, gib mir zehn Goldmünzen".
Ich respektiere dieses naive sich-selbst-aufgeben nicht! Ich mag dieses Verhalten nicht, was noch lang nicht heisst, das ich den Mensch an sich nicht respektieren würde.
Dazu kommt, dass ich den Typ der die Goldmünzen will, tatsächlich als Mensch nicht respektiere, denn unschuldige, naive Menschen auszunehmen, ist einfach nur scheisse.
Der Umkehrschluss von Kant, dass es auch keinen Beweis dafür gibt, dass es einen Gott
nicht gibt, ist zwar annähernd richtig, es gibt aber Millionen von Indizien, die zeigen, dass es verdammt
unwahrscheinlich ist. Und
keine Indizien für das Gegenteil (ausser das, was diejenigen sagen, die eine Religion "gründen").
Es mag sein, dass ich was das angeht etwas engstirnig erscheine. Auf eine Art bin ich das, auf eine andere Art auch wieder nicht...
Ich vermute einfach mal, wenn wir als Menschheit weiterkommen wollen und uns selbst weiterentwickeln, dann sollten wir aufhören, uns an irrealen Dingen festzuhalten, sei es bewusst (Vatikan) oder unbewusst (Elias Beitrag). Irgendwann muss man aufhören zu relativieren, und sagen: so ist es und so nicht. Dann erst hat man ein Fundament, hihi, auf dem man aufbauen kann.
Allerdings muss man fairerweise sagen, dass die Kirche vermutlich genau das gemacht hat...

Somit habt ihr beiden wohl doch recht...
@Capablanca
ein Atheist vernichtet niemanden, nur weil der an einen Gott glaubt, ein Fanatiker würde aber einen Atheisten vernichten, weil er seinen Gott beleidigt. Dazwischen liegen schon gewisse deutlich erkennbare Unterschiede.
@Fingerspitzengefühl
Warum muss ich Fingerspitzengefühl bewahren, während der Vatikan
solche Texte ins Internet stellen "darf" oder irgendwelche Islam-heinis gegen die bösen Ungläubigen schimpfen dürfen, und Terroristen zumindest dulden, wenn nicht sogar unterstützen, oder Israel unschuldige Kinder wegbombt, im Namen des Glaubens, dass das ihr Land sei, von Gott gespendet, oder in Indien noch immer Witwen verbrannt werden, weil das irgendso ein bekloppter Gott mal für ne gute Sache hielt? Das alles stört die Weiterentwicklung der Menschheit, und wenn es nicht nett ist, das zu sagen... dann bin ich halt nicht nett. who cares?