War's das?
Verfasst: Di 25. Nov 2008, 18:24
Drei. Null.
Nicht mal mehr ein Jahr, noch nicht mal mehr eine Jahreszeit, dann bin ich soweit, und ich bin 30.
Natürlich wäre das noch lang kein Grund theatralisch zu werden.
Aber ich bin nun mal theatralisch.
Und ich fühle mich... nun ja... alt.
Das Problem an der 30 - im Gegensatz zur 29, 28 oder 46 ist, dass sie numerisch beweist: ich gehöre nun definitiv nicht mehr zur Jugend. Mit 46 hat man sich vermutlich dran gewöhnt. Sogar mit 29 kann man sich noch einreden, dass man ja eigentlich noch jung aussieht und eh nur so alt ist wie man sich fühlt und gibt....
Aber das Fühlen und Geben hängt irgendwie mit dem Alter zusammen. Wo ist die FREUDE wo sind die Träume? 30, das ist so eine Art Zwischenstation. Ein Ort an dem ein Inventar gemacht wird, von dem was ich bislang getan habe, und dem was ich noch tun kann. Alles was ich bis 30 nicht erreicht habe... ist verloren.
Und wenn ich dann so an verschiedene Threads denke, graust es mich davor, mir auszumalen wie ich dann mal mit 40 oder 50 sein werde.
Ich bin teils ziemlich rechthaberisch, intolerant, jähzornig, arrogant, selbstverliebt und giere nach Aufmerksamkeit in diesen Beiträgen. Und der Witz ist, dass ich stets genau das Gegenteil im Blick fokussiert habe, nämlich Offenheit, Liebe, Frieden, Harmonie und Freude. Diese Nomen lassen sich mit diesen Adjektiven spalten, wie eine Atombombe und was dann noch übrig bleibt von mir, oder dem was ich hätte sein können, wenn alles irgendwie besser gelaufen wäre (nur inwiefern besser ist noch die Frage), wenn ich doch nur früher erkannt hätte, wenn ich früher weise geworden wäre, statt selbstverliebt... ich mein verdammt nochmal, ich habe nie Elfen gesehen!!! Ich habe nie gelebt!! Oder zumindest kommt es mir so vor.
Und jetzt bin ich dann bald 30 und es ist zu spät. Ich habe keine Gelegenheit mehr "Jugendsünden" zu begehen, denn ich bin keiner mehr von der Jugend. Sondern nur noch alt.
Die Jugend ist definitiv vorbei, arrividerci, ciao ciao, beim nächsten Mal mehr Glück.
Nicht dass das Leben nach 30 sinnlos wäre, das will ich damit nicht sagen, man kann durchaus auch nachher noch lustig sein und etwas aufbauen und so, aber es ist irgendwie nicht mehr das Gleiche. Es ist irgendwie so - konventionell... wie wenn ich an etwas festhielte. Das schon längst nicht mehr da ist.
Jedenfalls für mich nicht.
Fuck ich sag euch Jungen einfach eins; tut noch viel blöder, lasst die Sau raus, macht was euch Richtig erscheint, denn irgendwann ist diese Zeit vorbei. Und zwar voll, eh.
Nicht vorbei in dem Sinn, dass irgendwer darüber urteilt. Mir doch egal, was die Nachbarn denken, kannst Du auch mit >30 noch bringen. Aber was denkst Du selbst? Wie fühlt es sich an?
Ich war nie ein Mensch, der wirklich glücklich war. Ich weiss nicht warum. Irgendwie zu viel Grips - gleichzeitig zu wenig Hirn. Ich war zu logisch und zu emotional. Zu wenig fokussiert oder zu sehr. So genau lässt sich das gar nicht sagen. Ich habe viel erlebt, und nun ja man könnte ganze Bücher damit füllen, und wenn ich irgendwann mal etwas Motivation finde, füll ich auch welche. Aber Lebenserfahrung... ist nicht das Gleiche wie Freude. Ist nicht das gleiche wie Toleranz. Ist nicht das gleiche wie Liebe.
Ich war ein Kontrollfreak. Ich war ein derartiger Kontrollfreak, dass ich mein ganzes Leben derart kontrolliert ablaufen liess, dass es nun abgelaufen erscheint. Ich kann vielleicht noch einige Jahrzehnte Leben, aber irgendwie scheint es mir, als wäre das wesentliche bereits gelaufen. Und nicht zu meinem Vorteil, nicht hin zu dem "ich bin ich selbst" Dings von dem alle immer reden.
Ach ich weiss auch nicht was ich damit sagen will, aber vielleicht haben ja diejenigen jenseits der 30 irgendwas dazu zu sagen, wie das Leben noch weitergehen soll, wenn man alle diese Ziele, Träume, Hoffnungen, sich selbst finden, wenn man all das einfach nicht erreicht hat, wenn alles Schall und Rauch und nicht mehr vorhanden ist. Wenn alles was das Leben so LEBENDIG macht, einfach nur noch zerbricht angesichts der Selbsterkenntnis, angesichts des Spiegels der eigenen Seele, und dem was man aus "seinen Anlagen" gemacht hat.
Ich bin so weit von diesem idealisierten Engel entfernt, der zu sein, meine Bestimmung war, dass es weh tut. Immerhin: Schmerz - wenigstens noch nicht ganz tot. Wenigstens noch ein Gefühl.
Wie finde ich das Gefühl wieder, eine Blume zu betrachten, und vor Entzücken ganz still zu werden, und dann. einfach. nur. moment. stille. blume. schön.
versteht irgendwer was ich hier für einen blascht zusammenschreibe oder bin ich einfach schlecht drauf?
naja, nice fiirabig - ich treff jetz einen alten kolleg und trink etwas wein. vielleicht liegt darin ja wahrheit.
Nicht mal mehr ein Jahr, noch nicht mal mehr eine Jahreszeit, dann bin ich soweit, und ich bin 30.
Natürlich wäre das noch lang kein Grund theatralisch zu werden.
Aber ich bin nun mal theatralisch.
Und ich fühle mich... nun ja... alt.
Das Problem an der 30 - im Gegensatz zur 29, 28 oder 46 ist, dass sie numerisch beweist: ich gehöre nun definitiv nicht mehr zur Jugend. Mit 46 hat man sich vermutlich dran gewöhnt. Sogar mit 29 kann man sich noch einreden, dass man ja eigentlich noch jung aussieht und eh nur so alt ist wie man sich fühlt und gibt....
Aber das Fühlen und Geben hängt irgendwie mit dem Alter zusammen. Wo ist die FREUDE wo sind die Träume? 30, das ist so eine Art Zwischenstation. Ein Ort an dem ein Inventar gemacht wird, von dem was ich bislang getan habe, und dem was ich noch tun kann. Alles was ich bis 30 nicht erreicht habe... ist verloren.
Und wenn ich dann so an verschiedene Threads denke, graust es mich davor, mir auszumalen wie ich dann mal mit 40 oder 50 sein werde.
Ich bin teils ziemlich rechthaberisch, intolerant, jähzornig, arrogant, selbstverliebt und giere nach Aufmerksamkeit in diesen Beiträgen. Und der Witz ist, dass ich stets genau das Gegenteil im Blick fokussiert habe, nämlich Offenheit, Liebe, Frieden, Harmonie und Freude. Diese Nomen lassen sich mit diesen Adjektiven spalten, wie eine Atombombe und was dann noch übrig bleibt von mir, oder dem was ich hätte sein können, wenn alles irgendwie besser gelaufen wäre (nur inwiefern besser ist noch die Frage), wenn ich doch nur früher erkannt hätte, wenn ich früher weise geworden wäre, statt selbstverliebt... ich mein verdammt nochmal, ich habe nie Elfen gesehen!!! Ich habe nie gelebt!! Oder zumindest kommt es mir so vor.
Und jetzt bin ich dann bald 30 und es ist zu spät. Ich habe keine Gelegenheit mehr "Jugendsünden" zu begehen, denn ich bin keiner mehr von der Jugend. Sondern nur noch alt.
Die Jugend ist definitiv vorbei, arrividerci, ciao ciao, beim nächsten Mal mehr Glück.
Nicht dass das Leben nach 30 sinnlos wäre, das will ich damit nicht sagen, man kann durchaus auch nachher noch lustig sein und etwas aufbauen und so, aber es ist irgendwie nicht mehr das Gleiche. Es ist irgendwie so - konventionell... wie wenn ich an etwas festhielte. Das schon längst nicht mehr da ist.
Jedenfalls für mich nicht.
Fuck ich sag euch Jungen einfach eins; tut noch viel blöder, lasst die Sau raus, macht was euch Richtig erscheint, denn irgendwann ist diese Zeit vorbei. Und zwar voll, eh.
Nicht vorbei in dem Sinn, dass irgendwer darüber urteilt. Mir doch egal, was die Nachbarn denken, kannst Du auch mit >30 noch bringen. Aber was denkst Du selbst? Wie fühlt es sich an?
Ich war nie ein Mensch, der wirklich glücklich war. Ich weiss nicht warum. Irgendwie zu viel Grips - gleichzeitig zu wenig Hirn. Ich war zu logisch und zu emotional. Zu wenig fokussiert oder zu sehr. So genau lässt sich das gar nicht sagen. Ich habe viel erlebt, und nun ja man könnte ganze Bücher damit füllen, und wenn ich irgendwann mal etwas Motivation finde, füll ich auch welche. Aber Lebenserfahrung... ist nicht das Gleiche wie Freude. Ist nicht das gleiche wie Toleranz. Ist nicht das gleiche wie Liebe.
Ich war ein Kontrollfreak. Ich war ein derartiger Kontrollfreak, dass ich mein ganzes Leben derart kontrolliert ablaufen liess, dass es nun abgelaufen erscheint. Ich kann vielleicht noch einige Jahrzehnte Leben, aber irgendwie scheint es mir, als wäre das wesentliche bereits gelaufen. Und nicht zu meinem Vorteil, nicht hin zu dem "ich bin ich selbst" Dings von dem alle immer reden.
Ach ich weiss auch nicht was ich damit sagen will, aber vielleicht haben ja diejenigen jenseits der 30 irgendwas dazu zu sagen, wie das Leben noch weitergehen soll, wenn man alle diese Ziele, Träume, Hoffnungen, sich selbst finden, wenn man all das einfach nicht erreicht hat, wenn alles Schall und Rauch und nicht mehr vorhanden ist. Wenn alles was das Leben so LEBENDIG macht, einfach nur noch zerbricht angesichts der Selbsterkenntnis, angesichts des Spiegels der eigenen Seele, und dem was man aus "seinen Anlagen" gemacht hat.
Ich bin so weit von diesem idealisierten Engel entfernt, der zu sein, meine Bestimmung war, dass es weh tut. Immerhin: Schmerz - wenigstens noch nicht ganz tot. Wenigstens noch ein Gefühl.
Wie finde ich das Gefühl wieder, eine Blume zu betrachten, und vor Entzücken ganz still zu werden, und dann. einfach. nur. moment. stille. blume. schön.
versteht irgendwer was ich hier für einen blascht zusammenschreibe oder bin ich einfach schlecht drauf?
naja, nice fiirabig - ich treff jetz einen alten kolleg und trink etwas wein. vielleicht liegt darin ja wahrheit.
, ha dis jahr mis 3 ou a rügge bürcho u bi trotzdäm immer-no die glichi wie vorhär...
