schade, wieso denn eine letzte?Jetlag hat geschrieben:eine letzte stellungnahme meinerseits:
ich habe aber noch mehr angeführt, als nur die flugblätter - und diese beispiele auch nur stellvertretend für den allgemeinen ton dieser einen partei, die sogar vor nazisymbolik nicht zurückschreckt (die linken ratten // die jüdischen ratten). auch diese flugblätter, wenn auch "illegal", widerspiegeln die anschauungen der svp. da sind wir uns doch einig? sie waren vielleicht im ton vergriffen, aber schlussendlich ist es doch das (unter anderen zielen), wofür sie einstehen?Jetlag hat geschrieben: nun ja...diese flugblätter...
wir haben dafür die PNOS...Jetlag hat geschrieben: da schaffen es rechtsradikale parteien in den landtag!
rassismus ist nicht nur direkt juden vergasen oder dunkelhäutige auf der strasse zusammenschlagen.
rassismus ist auch, einer bevölkerungsgruppe negativere attribute anzudenken als einer anderen (die yugos, die so agressiv sind - sie können natürlich nichts dafür, das ist halt einfach deren mentalität.. oder die albaner, die ja eigentlich nicht dumm sind, aber halt einfach alle ungebildet... dabei gibt es albanische ärzte, die sicher längen besser als schweizer ärzte sind).
lies nochmals meine zahlen, die ich von offizieller stelle (bundesamt für statistik, bundesamt für migration) habe. ich komme nicht auf diese zahlen.Jetlag hat geschrieben: die anzahl schweizer asylgesuche im verhältnis zu westeuropa: auf 100000 einwohner kommen in der schweiz 293 asylgesuche, somit steht die schweiz an dritter stelle!!! von wegen unattraktivität...
7'500'000 einwohner, 10'000 Asylgesuche
= pro Einwohner 0.001333 Asylgesuche
= 133 Asylgesuche pro 100'000 Einwohner
du bist mehr als das doppelte zu hoch. vielleicht macht das nichts, und wir haben immer noch die höchste quote. das finde ich schön. den leuten gefällt es in unserem land, weil es so schön ist, und es uns so gut geht. das ist mir viel lieber, als die leuten würden auswandern :)
ich kann noch kurz weiterrechnen...
von diesen 133 Asylgesuchen pro 100'000 Einwohner wurden 19.9696 angenommen. also nicht mal 20 Asylgesuche werden angenommen pro 100'000 Einwohner pro Jahr. bei diesem tempo würde es 375570.86771 jahre dauern, bis wir gleich viele ausländer wie schweizer in der schweiz wären....
von wegen wir werden überfremdet...... ja, es gibt probleme mit ausländern, und diese müssen wir unbedingt lösen. in den schulen finde ich es nicht gut, wenn die klassen überfremdet sind, und nicht mehr in normalem tempo auf deutsch unterrichtet werden kann, weil die sprache nicht verstanden wird. das ist aber auch der einzige punkt, den ich nicht gut finde. und dieser sollte gelöst werden, statt sich zu überlegen wie man es den flüchtlingen so richtig vermiesen kann in unserem land asyl zu beantragen. ansonsten profitiert unsere wirtschaft enorm von all den arbeitskräften. sie richten keinen schaden an. all die ängste die geschürt werden sind einfach nur fehl am platz. und auch das argument die ausländer würden hier arbeiten und das geld zurückschicken - ja, das schadet der schweizer wirtschaft. aber man sollte mal das buch "das ende der armut" lesen. über jeffrey sachs sage ich nichts, man kann den link anklicken und selber rasch lesen wer das ist und was der macht. schlussendlich profitiert die ganze welt davon, wenn ein armes land reicher wird. nicht von heute auf morgen, aber auf lange sicht. es ist falsch zu denken, es gäbe nur einen begrenzten kuchen an reichtum und wohlstand, und wenn ein land ein grösseres stück bekäme, müsse ein anderes land dafür was abgeben. das stimmt eben nicht. es gibt genug für alle, es wird sogar immer mehr, die schweiz wird nicht ärmer wenn swasiland reicher wird...
so, das war jetzt ein wenig off-topic, sorry :)
ich jedenfalls freue mich über die 0.0002 asylgesuche pro jahr, auf welche eingetreten wird, welche dann auf meinen kopf kommen. schade sinds nicht 0.0003 :)
ausländer werden ständig diffamiert und diskriminiert. geh mal als schwarzer die langstrasse runter... und wer jetzt sagt "da sind die schwarzen selber schuld, sie stehen ja auch da kolonne und dealen" der ist gerade in die rassismusfalle getappt ;) es gibt sie nicht, "die schwarzen". es gibt auch "die schweizer" nicht.Jetlag hat geschrieben: also bitte, so oft kommt es ja wirklich nicht vor das ausländer von der polizei/staat beleidigt od. misshandelt werden.
da unterstelle ich dir jetzt aber naivität. du hast praktisch keine chance gegenüber der polizei oder dem staat eine klage zu gewinnen. das ist sehr, sehr schwierig. und vor allem asylsuchende, die unsere gesetzesgebung nicht gut kennen, haben da noch weniger chancen. jetzt kann man natürlich verlangen, dass die asylsuchenden gleich noch das OR lesen während sie auf den neuen pass warten, den sie ja beantragen vor der flucht. übrigens wird flucht bei wikipedia (wo sonst. hehe) definiert als:Jetlag hat geschrieben: und wenn sowas geschieht werden sie dafür büssen!
Eine Flucht ist das ungeordnete, teilweise panische Zurückweichen vor einem Feind, Angreifer oder vor einer Gefahr (z.B. Naturkatastrophe).
vertreibung ist zwar etwas anderes, aber trotzdem...
ja, du hast recht. in anderen ländern ist es noch schlimmer. aber die schweiz ist leider überhaupt nicht so unschuldig und rein, wie ich zwischen deinen zeilen lese. in der zeit, in welcher du zitierst (1942), hat sich die schweiz viel dreck an den stecken geschmiert... und auch heute noch ist es überhaupt nicht so toll und schön hier was die ausländerfrage angeht. ich habe schon erlebt dass schwarze aus restaurants verwiesen wurden, weil sie schwarz sind. hier in der schweiz, man stelle sich vor. unter dem gegröhle aller anwesenden :( und ich erlebe rassismus leider immer wieder in latenter form, wenn über yugos, albaner, türken, etc. gewettert wird.Jetlag hat geschrieben: wir leben hier in der schweiz aber bei dir klingt das als ob wir uns in berlin im jahr 1942 befinden würden. vergesst die relationen nicht! in 1000 anderen ländern leiden menschen unter regimen und diktaturen, werden ausgebeutet und misshandelt. bei uns kommt nach wie vor keiner zu kurz. die schweiz ist immerhin ursprungsland und hauptsitz diverser menschnerechtsorganisationen.
aber das letzte was du schreibst, das ist ja genau so beschämend. es zeigt höchstens, dass die schweiz mal eine sehr humanitäre tradition hatte.



