Alltagsgeschichten / MF Kolumne
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Dragonfly
Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
Tagebuch eines Kleintierhalters: Bericht Nr. 1: Der Murks
Einführung:
2012 ist seit mehr als 5 Jahren vorbei. Im Zuge der weltweiten Umstrukturierung durch die galaktische Föderation befinden sich zur Zeit ca. 3 000 000 extraterrestrische Lebensformen auf dem Planeten Erde. Zwei Drittel davon sind Haustiere. Die galaktische Föderation hat zu diesem Thema einen umfassenden Führer herausgegeben, wohl wissend, dass der Mensch das Bedürfnis hegt, Tiere jeglicher Art zu züchten, beobachten, hegen und pflegen. Dies soll dem Menschen die Möglichkeit geben, sich mit einigen der Lebewesen aus den 200 000 Sternennationen, die der galaktischen Föderation angehören, vertraut zu machen. Das Aussetzen dieser Wesen ist jedoch aufgrund des fragilen Ökosystems auf dem Planeten Erde strikte untersagt.
14. April 2018
Das Paket ist angekommen. Es ist sehr klein und quadratisch. Es enthält einen perfekt kubischen Stein (Kantenlänge 3 cm), aus dem, wie auf dem mitgelieferten Merkblatt zu sehen ist, nach spätestens drei Tagen ein Murks schlüpfen soll.
16. April 2018
Der Murks ist geschlüpft. Das Wesen ist kugelrund, gross wie eine Erbse und hat grosse, niedliche Kulleraugen. Negativpunkt: Es kann sich nicht bewegen und hat dauernd Hunger. Ich habe eher das Gefühl, es mit einer Pflanze zu tun zu haben, die ohne Erde leben kann.
17. April 2018
Der Murks hat heute einen ersten Laut von sich gegeben. Es handelte sich dabei um ein leises, hohes "määääk". Dazu hat er mich mit seinen Kulleraugen verwundert angeglotzt. Gehen kann er immer noch nicht.
19. April 2018
Habe entdeckt, dass der Murks rohe Eier mag.
23. April 2018
Der Murks ist seit ich ihn habe mindestens doppelt so gross geworden. Sein Gemääke hält mich vom Schlafen ab. Eier kann er mittlerweile mit seinem Mund selber aufmachen. Fazit: Er ist niedlich, aber mühsam.
25. April 2018
Das Wachstum dieses Wesens ist unglaublich. Er hat nun die Grösse einer Billardkugel. Seine momentane Leibspeise ist Himbeerjoghurt. Gehen kann er immer noch nicht.
27. April 2018
Der Murks hat die Grösse eines Fussballs erreicht und ist gefrässiger denn je. Im galaktischen Führer der Kleinterhaltung steht nichts dergleichen. Ich bin ratlos. Seine Laute rauben mir nach wie vor den Schlaf. Gehen kann er immer noch nicht, stattdessen scheint er langsam zu lernen, sich hüpfend fortzubewegen.
3. Mai 2018
Habe seit 3 Nächten nicht geschlafen. Zum durchdringenden "määäh" gesellt sich nun ein ohrenbetäubendes Röhren, das an einen Helikopter erinnert. Laut dem Führer sind das Balzlaute. Der Murks scheint die Neigung zu besitzen, den Halter als potentielles Weibchen zu betrachten. Momentane Grösse des Wesens: Gross wie ein Medizinball. Immerhin wächst er nicht mehr so schnell. Kann aber auch am Himbeerjoghurt-Entzug liegen.
5. Mai 2018
Habe einen Zwinger gekauft, um den Murks in der Garage einzusperren. Mit Ohrenstöpseln kann ich wieder ruhig schlafen...aber die Nachbarn nicht. Erste Beschwerde ist schon eingetroffen. Gutes Zureden bringt beim Murks nicht viel. Wenn ich mit ihm spreche, beginnt er jedes Mal mit seinem ohrenbetäubenden Röhren. Er scheint mich zu mögen.
7. Mai 2018
Der Murks hat heute versucht, sich mit mir zu paaren. Er sprang an mir hoch und wollte meinen Kopf in den Mund nehmen (=> ich würde gerne sehen wie das in freier Wildbahn vor sich geht). Dazu verzog er das Gesicht zu einer scheinbar vergnügten Miene. Er hat glücklicherweise keine Zähne....aber mein Kopf tut noch immer weh.
8. Mai 2018
Ohne dass ich es gemerkt habe, hat der Murks mir ein Ei AUF die Kopfhaut geklebt (die Haare hat er anscheinend weggerissen, ist mir ein Rätsel wieso ich das nicht gemerkt habe). Das Ei scheint sich von Hirnmasse zu ernähren, das es durch die Schädeldecke aus meinem Kopf zieht. Ich habe sofort Hilfe angefordert und bei der galaktischen Hotline angerufen. Dummerweise verstand ich erstens kein Wort und zweitens wurde ich in eine Endloswarteschleife versetzt.
9. Mai 2018
Ich habe keine Schmerzen, merke aber, dass in meinem Kopf etwas nicht stimmt. Der Murks hat Freude an mir wie noch nie seit ich sein Ei trage. Am Nachmittag bekam ich endlich einen Anruf von der galaktischen Beratung für Kleintierhaltung. In Anbetracht einer Aussicht auf ein Leben im multidimensionalen Bewusstsein dritter Stufe und auch, weil ihnen die menschliche Anatomie zu unbekannt ist, wurde mir zu Selbstmord geraten.
10. Mai 2018
Leichte Kopfschmerzen haben eingesetzt. Ein Paket der galaktischen Beratung für Kleintierhaltung ist eingetroffen. Darin befanden sich zwei Pillen, die ich so schnell wie möglich zu mir nehmen soll......so lange meine Gliedmassen mir noch gehorchen.
11. Mai 2018
Ich habe keine Lust mich umzubringen, auch wenn mein rechter Arm sich sehr taub anfühlt. Der Murks rollt gerade im Wohnzimmer herum und zerstört mir das Parkett.
12. Mai 2018
Wegen einsetzender Taubheit in den Beinen habe ich einen Rollstuhl angefordert. Die Zerstörungswut des Murks ist schlimmer geworden. Mein Auto ist Schrott und einige Fenster müssen ersetzt werden. Ansonsten alles in Ordnung. Der niedliche Blick vom Murks und sein nach wie vor sehr süsses "Määääk" lassen über die Schäden hinwegblicken.
13. Mai 2008
Ich kann nicht mehr aufstehen. Zum Glück ist der Murks so freundlich und bringt mir das Tagebuch ans Bett. Ich überlege mir, die zwei Pillen doch zu nehmen.
14. Mai 2008
Habe soeben die zwei Pillen genommen und warte auf die Wirkung. Ich bin schlussendlich froh darüber, dass mein linker Arm immernoch einsetzbar ist. Somit kann ich diese Zeilen zu ende schreiben. Schliesslich ist es mir ein grosses Anliegen, dass in Zukunft auch noch andere Menschen ihre Zeit mit einem derart niedlichen Haust
Einführung:
2012 ist seit mehr als 5 Jahren vorbei. Im Zuge der weltweiten Umstrukturierung durch die galaktische Föderation befinden sich zur Zeit ca. 3 000 000 extraterrestrische Lebensformen auf dem Planeten Erde. Zwei Drittel davon sind Haustiere. Die galaktische Föderation hat zu diesem Thema einen umfassenden Führer herausgegeben, wohl wissend, dass der Mensch das Bedürfnis hegt, Tiere jeglicher Art zu züchten, beobachten, hegen und pflegen. Dies soll dem Menschen die Möglichkeit geben, sich mit einigen der Lebewesen aus den 200 000 Sternennationen, die der galaktischen Föderation angehören, vertraut zu machen. Das Aussetzen dieser Wesen ist jedoch aufgrund des fragilen Ökosystems auf dem Planeten Erde strikte untersagt.
14. April 2018
Das Paket ist angekommen. Es ist sehr klein und quadratisch. Es enthält einen perfekt kubischen Stein (Kantenlänge 3 cm), aus dem, wie auf dem mitgelieferten Merkblatt zu sehen ist, nach spätestens drei Tagen ein Murks schlüpfen soll.
16. April 2018
Der Murks ist geschlüpft. Das Wesen ist kugelrund, gross wie eine Erbse und hat grosse, niedliche Kulleraugen. Negativpunkt: Es kann sich nicht bewegen und hat dauernd Hunger. Ich habe eher das Gefühl, es mit einer Pflanze zu tun zu haben, die ohne Erde leben kann.
17. April 2018
Der Murks hat heute einen ersten Laut von sich gegeben. Es handelte sich dabei um ein leises, hohes "määääk". Dazu hat er mich mit seinen Kulleraugen verwundert angeglotzt. Gehen kann er immer noch nicht.
19. April 2018
Habe entdeckt, dass der Murks rohe Eier mag.
23. April 2018
Der Murks ist seit ich ihn habe mindestens doppelt so gross geworden. Sein Gemääke hält mich vom Schlafen ab. Eier kann er mittlerweile mit seinem Mund selber aufmachen. Fazit: Er ist niedlich, aber mühsam.
25. April 2018
Das Wachstum dieses Wesens ist unglaublich. Er hat nun die Grösse einer Billardkugel. Seine momentane Leibspeise ist Himbeerjoghurt. Gehen kann er immer noch nicht.
27. April 2018
Der Murks hat die Grösse eines Fussballs erreicht und ist gefrässiger denn je. Im galaktischen Führer der Kleinterhaltung steht nichts dergleichen. Ich bin ratlos. Seine Laute rauben mir nach wie vor den Schlaf. Gehen kann er immer noch nicht, stattdessen scheint er langsam zu lernen, sich hüpfend fortzubewegen.
3. Mai 2018
Habe seit 3 Nächten nicht geschlafen. Zum durchdringenden "määäh" gesellt sich nun ein ohrenbetäubendes Röhren, das an einen Helikopter erinnert. Laut dem Führer sind das Balzlaute. Der Murks scheint die Neigung zu besitzen, den Halter als potentielles Weibchen zu betrachten. Momentane Grösse des Wesens: Gross wie ein Medizinball. Immerhin wächst er nicht mehr so schnell. Kann aber auch am Himbeerjoghurt-Entzug liegen.
5. Mai 2018
Habe einen Zwinger gekauft, um den Murks in der Garage einzusperren. Mit Ohrenstöpseln kann ich wieder ruhig schlafen...aber die Nachbarn nicht. Erste Beschwerde ist schon eingetroffen. Gutes Zureden bringt beim Murks nicht viel. Wenn ich mit ihm spreche, beginnt er jedes Mal mit seinem ohrenbetäubenden Röhren. Er scheint mich zu mögen.
7. Mai 2018
Der Murks hat heute versucht, sich mit mir zu paaren. Er sprang an mir hoch und wollte meinen Kopf in den Mund nehmen (=> ich würde gerne sehen wie das in freier Wildbahn vor sich geht). Dazu verzog er das Gesicht zu einer scheinbar vergnügten Miene. Er hat glücklicherweise keine Zähne....aber mein Kopf tut noch immer weh.
8. Mai 2018
Ohne dass ich es gemerkt habe, hat der Murks mir ein Ei AUF die Kopfhaut geklebt (die Haare hat er anscheinend weggerissen, ist mir ein Rätsel wieso ich das nicht gemerkt habe). Das Ei scheint sich von Hirnmasse zu ernähren, das es durch die Schädeldecke aus meinem Kopf zieht. Ich habe sofort Hilfe angefordert und bei der galaktischen Hotline angerufen. Dummerweise verstand ich erstens kein Wort und zweitens wurde ich in eine Endloswarteschleife versetzt.
9. Mai 2018
Ich habe keine Schmerzen, merke aber, dass in meinem Kopf etwas nicht stimmt. Der Murks hat Freude an mir wie noch nie seit ich sein Ei trage. Am Nachmittag bekam ich endlich einen Anruf von der galaktischen Beratung für Kleintierhaltung. In Anbetracht einer Aussicht auf ein Leben im multidimensionalen Bewusstsein dritter Stufe und auch, weil ihnen die menschliche Anatomie zu unbekannt ist, wurde mir zu Selbstmord geraten.
10. Mai 2018
Leichte Kopfschmerzen haben eingesetzt. Ein Paket der galaktischen Beratung für Kleintierhaltung ist eingetroffen. Darin befanden sich zwei Pillen, die ich so schnell wie möglich zu mir nehmen soll......so lange meine Gliedmassen mir noch gehorchen.
11. Mai 2018
Ich habe keine Lust mich umzubringen, auch wenn mein rechter Arm sich sehr taub anfühlt. Der Murks rollt gerade im Wohnzimmer herum und zerstört mir das Parkett.
12. Mai 2018
Wegen einsetzender Taubheit in den Beinen habe ich einen Rollstuhl angefordert. Die Zerstörungswut des Murks ist schlimmer geworden. Mein Auto ist Schrott und einige Fenster müssen ersetzt werden. Ansonsten alles in Ordnung. Der niedliche Blick vom Murks und sein nach wie vor sehr süsses "Määääk" lassen über die Schäden hinwegblicken.
13. Mai 2008
Ich kann nicht mehr aufstehen. Zum Glück ist der Murks so freundlich und bringt mir das Tagebuch ans Bett. Ich überlege mir, die zwei Pillen doch zu nehmen.
14. Mai 2008
Habe soeben die zwei Pillen genommen und warte auf die Wirkung. Ich bin schlussendlich froh darüber, dass mein linker Arm immernoch einsetzbar ist. Somit kann ich diese Zeilen zu ende schreiben. Schliesslich ist es mir ein grosses Anliegen, dass in Zukunft auch noch andere Menschen ihre Zeit mit einem derart niedlichen Haust
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Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
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Zuletzt geändert von Nichtlustig am Di 6. Nov 2012, 18:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
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Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
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Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
diesmal keine s-bahn (obwohl... wenn ich an die letzten tage denke... v. a. der 31. oktober bieted da einiges an stoff zum schreiben natürlich
vielleicht ein andermal...)
hab das schon im chat gepostet... aber irgendwie scheint mir der kolumnen-thread schon fast vergessen, deshalb poste ich das hier nochmal...
(bevor ihr das lest: falls ihr die geschichte mit hirschmann noch nicht mitgekriegt habt, googelt mal und informiert euch, sonst ist's nur halb so amüsant...)
biopsychologie-vorlesung...
der dozent:
"ich muss sie ausdrücklich davor warnen. drogen sind gefährlich. ich erzähle ihnen jetzt, was THEORETISCH passieren würde, wenn man drogen nehmen würde."
connection: hirschmann <=> biologie. "zelle ist zelle und da sitzt er jetzt."
"alkohol hemmt die hemmungen. deshalb tun sie dann dinge, die sie ohne alkohol nicht tun würden."
"rauchen hat nicht nur negative auswirkungen. es macht schlau."
"hat man zu wenig dopamin, lernt man nicht so gut. hat man genug dopamin, lernt man effizient. hat man zu viel dopamin, lernt man gar nicht mehr gut, weil man dann triebgesteuert das tut, was man gerade tun will. und dann enden sie irgendwann so wie herr hirschmann..."
"schmetterlinge im bauch haben einen biochemischen hintergrund. sonst könnten sie ja nicht fliegen..."
enkephalin: sexualregulation (beim küssen aber auch beim chili-genuss und bei uv-stimulation, runner's high) => @ du weisst schon wer: danke für die spaghetti al'arrabiata gestern...
oxytocin: kuschelhormon. „schlüssel zu allem verständnis des sozialverhaltens“.
hab das schon im chat gepostet... aber irgendwie scheint mir der kolumnen-thread schon fast vergessen, deshalb poste ich das hier nochmal...
(bevor ihr das lest: falls ihr die geschichte mit hirschmann noch nicht mitgekriegt habt, googelt mal und informiert euch, sonst ist's nur halb so amüsant...)
biopsychologie-vorlesung...
der dozent:
"ich muss sie ausdrücklich davor warnen. drogen sind gefährlich. ich erzähle ihnen jetzt, was THEORETISCH passieren würde, wenn man drogen nehmen würde."
connection: hirschmann <=> biologie. "zelle ist zelle und da sitzt er jetzt."
"alkohol hemmt die hemmungen. deshalb tun sie dann dinge, die sie ohne alkohol nicht tun würden."
"rauchen hat nicht nur negative auswirkungen. es macht schlau."
"hat man zu wenig dopamin, lernt man nicht so gut. hat man genug dopamin, lernt man effizient. hat man zu viel dopamin, lernt man gar nicht mehr gut, weil man dann triebgesteuert das tut, was man gerade tun will. und dann enden sie irgendwann so wie herr hirschmann..."
"schmetterlinge im bauch haben einen biochemischen hintergrund. sonst könnten sie ja nicht fliegen..."
enkephalin: sexualregulation (beim küssen aber auch beim chili-genuss und bei uv-stimulation, runner's high) => @ du weisst schon wer: danke für die spaghetti al'arrabiata gestern...
oxytocin: kuschelhormon. „schlüssel zu allem verständnis des sozialverhaltens“.
- Indigo
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Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
schwere gedanken.
ich möchte sie mir aus dem kopf radieren, kann aber nicht, weil ich dich trotz allem mag, auch wenn du nur ein unscheinbarer nachbar von mir bist, heute über vierzig jahre alt. wie konnte alles nur so weit kommen ... ?
etwa 2-jährig fielst du, quirliger kleiner junge, beim spielen zu hause aus einem fenster des zweiten stockwerks und verletztest dich dabei sehr schwer am kopf
. deine hirnfunktionen wurden danach stark beeinträchtigt; du konntest nicht mehr richtig denken, reagieren, bekamst epileptische anfälle etc., worauf deine eltern entschieden, dich über jahre einem kinderheim zu überlassen.
sonderschulen, spezialtherapien, medikamente und verächtliche blicke anderer leute waren dein tägliches umfeld. sie erdrückten und erniedrigten dich. du wurdest angepöbelt, ausgelacht, nie richtig ernst genommen. hattest du mal eine freundin, so nutzte sie dich nur aus wegen deiner immensen güte. denn dein herz klopft in manch höheren tönen als in vielen anderen nennen wir sie mal "orks".
während all deine zahlreichen geschwister karriere machten oder eine familie gründeten, wurdest du genau von ihnen ausgegrenzt und verlassen. höchstens deine mutter kümmert sich heute noch am rande um dich. eine gute lehre/ausbildung konntest du nie richtig abschliessen, weil ein gewisser stempel auf deine stirn gedruckt wurde von leuten, die dich nicht mal richtig kannten, sondern eben nur "abstempelten".
der einzige mensch, der immer zu dir hielt, war dein vater. leider ist er seit einigen jahren gestorben und somit ist auch deine letzte hoffnung in einen guten menschen erloschen. nochmals ein grosser schlag in dein sensibles herz. das tut mir immer noch sehr leid, denn du hast bereits genug gelitten.
danach nahmst du alle kraft zusammen und mietetest dir endlich eine eigene wohnung, vis-à-vis von mir. schuftest heute noch täglich auf irgend einer schmutzignassen baustelle - ich höre jeden abend wie deine schweren, lehmigen schuhe an unserem haus "vorbeiklopfen" und du gesenkten, zerzausten hauptes mit etwa 2 sixpacks 1/2 l bier auf dich tragend deine haustüre öffnest. und dann geht's los: 'rein mit dem bier, allenfalls wodka, feierabend für feierabend. bis du torkelst, volltilt und noch in der arbeitskleidung bis ca. 5 uhr morgens auf deinem schmuddelsofa vor laufendem fernseher einschläfst. ohne freunde, ja familie, ganz alleine - jeden tag.
irgendwann kamen wir ins gespräch ... . ich kam oft bei dir vorbei um dir zuzuhören, zu reden, essen vorbeibringen oder gemeinsam 'was warmes kochen, dich trösten, mit dir zu lachen. wir haben schöne bücher und musik untereinander ausgetauscht, hin und wieder miteinander getanzt. für diese zeit schien für dich alles in ordnung. doch sobald ich deine eingangstüre wieder hinter mir schloss, ging das grauen in dir weiter. du bombardiertest mich mit sms, wenn ich mich jeweils einen tag nicht mehr blicken oder hören liess. du klammertest allen lebenssinn nur noch an mich, was schier unerträglich war, weil du nicht mein mann bist und niemals sein wirst. es kann nicht sein, dass ein anderer mensch über DEIN leben bestimmt, besser gesagt dein leben ausmacht.
unzählige stunden habe ich versucht, dir das zu erklären. x male habe ich deine schier unerträgliche unordnung (sprich saupuff, sry) in deiner wohnung auf mich genommen, dir geholfen zu putzen, aufräumen, bierdosen und schwer überfüllte aschenbecher zu entsorgen, geschirrberge zu beseitigen, dich überall zu unterstützen wo ich nur konnte, dich einigermassen gerne zu haben.
doch als ich gestern bei dir vorbeikam, du mir sturzbetrunken die türe öffnetest und alles wieder beim alten war, trat für einmal ICH schweren schrittes (+ herzens) in deine wohnung. du warst nur noch ein haufen elend. der ganze dreck war wieder da. ich versuchte, dir ins gewissen zu reden - sinnlos. als ich deinen schmutzigen wäscheBERG auf dem stubenboden sah, die abgestandene luft roch, dich anschaute etc., gab's mir den endgültigen bogen. wir rauchten gemeinsam noch 2 zigaretten, danach sagte ich: "ich möchte jetzt nach hause gehen." danach stelltest du dich völlig aufgebracht vor mich hin und sagtest mir: "siehst du diesen grünen, grossen rucksack an der wand? den packe ich nun und reise irgendwo hin." "wohin? " fragte ich dich. du erwidertest: "ich weiss es nicht, ist auch egal. vielleicht komme ich nicht wieder zurück." ich sagte: "setze mich nicht unter druck und bürde mir keinesfalls ein schlechtes gewissen auf; das ist unfair". mit deinen händen herumfuchtelnd und komische dinge äussernd, begabst du dich dann richtung waschküche ... .
ich rannte aus deiner wohnung und war lange zeit nicht mehr fähig zu reden. will auch nicht mehr dort hin. lange genug habe ich mir zeit genommen für dich, lieber T. doch mag ich nun nicht mehr. wohin dein zukünftiger weg auch immer führen mag: ich wünsche dir alles gute dabei und dass du endlich zu frieden, liebe und ordnung in deinem leben findest. diese aufgaben muss letztendlich jede/r für sich selbst in angriff nehmen und bewältigen. vor allem dann, wenn alle hilfe von aussen nichts nützt.
amokläufe (help!), ausflippereien und abhauen (alles schon mit dir leider erlebt) scheinen mir jedoch eine schlechte lösung dafür zu sein. höre besser auf dein herz.
ich möchte sie mir aus dem kopf radieren, kann aber nicht, weil ich dich trotz allem mag, auch wenn du nur ein unscheinbarer nachbar von mir bist, heute über vierzig jahre alt. wie konnte alles nur so weit kommen ... ?
etwa 2-jährig fielst du, quirliger kleiner junge, beim spielen zu hause aus einem fenster des zweiten stockwerks und verletztest dich dabei sehr schwer am kopf
sonderschulen, spezialtherapien, medikamente und verächtliche blicke anderer leute waren dein tägliches umfeld. sie erdrückten und erniedrigten dich. du wurdest angepöbelt, ausgelacht, nie richtig ernst genommen. hattest du mal eine freundin, so nutzte sie dich nur aus wegen deiner immensen güte. denn dein herz klopft in manch höheren tönen als in vielen anderen nennen wir sie mal "orks".
während all deine zahlreichen geschwister karriere machten oder eine familie gründeten, wurdest du genau von ihnen ausgegrenzt und verlassen. höchstens deine mutter kümmert sich heute noch am rande um dich. eine gute lehre/ausbildung konntest du nie richtig abschliessen, weil ein gewisser stempel auf deine stirn gedruckt wurde von leuten, die dich nicht mal richtig kannten, sondern eben nur "abstempelten".
der einzige mensch, der immer zu dir hielt, war dein vater. leider ist er seit einigen jahren gestorben und somit ist auch deine letzte hoffnung in einen guten menschen erloschen. nochmals ein grosser schlag in dein sensibles herz. das tut mir immer noch sehr leid, denn du hast bereits genug gelitten.
danach nahmst du alle kraft zusammen und mietetest dir endlich eine eigene wohnung, vis-à-vis von mir. schuftest heute noch täglich auf irgend einer schmutzignassen baustelle - ich höre jeden abend wie deine schweren, lehmigen schuhe an unserem haus "vorbeiklopfen" und du gesenkten, zerzausten hauptes mit etwa 2 sixpacks 1/2 l bier auf dich tragend deine haustüre öffnest. und dann geht's los: 'rein mit dem bier, allenfalls wodka, feierabend für feierabend. bis du torkelst, volltilt und noch in der arbeitskleidung bis ca. 5 uhr morgens auf deinem schmuddelsofa vor laufendem fernseher einschläfst. ohne freunde, ja familie, ganz alleine - jeden tag.
irgendwann kamen wir ins gespräch ... . ich kam oft bei dir vorbei um dir zuzuhören, zu reden, essen vorbeibringen oder gemeinsam 'was warmes kochen, dich trösten, mit dir zu lachen. wir haben schöne bücher und musik untereinander ausgetauscht, hin und wieder miteinander getanzt. für diese zeit schien für dich alles in ordnung. doch sobald ich deine eingangstüre wieder hinter mir schloss, ging das grauen in dir weiter. du bombardiertest mich mit sms, wenn ich mich jeweils einen tag nicht mehr blicken oder hören liess. du klammertest allen lebenssinn nur noch an mich, was schier unerträglich war, weil du nicht mein mann bist und niemals sein wirst. es kann nicht sein, dass ein anderer mensch über DEIN leben bestimmt, besser gesagt dein leben ausmacht.
unzählige stunden habe ich versucht, dir das zu erklären. x male habe ich deine schier unerträgliche unordnung (sprich saupuff, sry) in deiner wohnung auf mich genommen, dir geholfen zu putzen, aufräumen, bierdosen und schwer überfüllte aschenbecher zu entsorgen, geschirrberge zu beseitigen, dich überall zu unterstützen wo ich nur konnte, dich einigermassen gerne zu haben.
doch als ich gestern bei dir vorbeikam, du mir sturzbetrunken die türe öffnetest und alles wieder beim alten war, trat für einmal ICH schweren schrittes (+ herzens) in deine wohnung. du warst nur noch ein haufen elend. der ganze dreck war wieder da. ich versuchte, dir ins gewissen zu reden - sinnlos. als ich deinen schmutzigen wäscheBERG auf dem stubenboden sah, die abgestandene luft roch, dich anschaute etc., gab's mir den endgültigen bogen. wir rauchten gemeinsam noch 2 zigaretten, danach sagte ich: "ich möchte jetzt nach hause gehen." danach stelltest du dich völlig aufgebracht vor mich hin und sagtest mir: "siehst du diesen grünen, grossen rucksack an der wand? den packe ich nun und reise irgendwo hin." "wohin? " fragte ich dich. du erwidertest: "ich weiss es nicht, ist auch egal. vielleicht komme ich nicht wieder zurück." ich sagte: "setze mich nicht unter druck und bürde mir keinesfalls ein schlechtes gewissen auf; das ist unfair". mit deinen händen herumfuchtelnd und komische dinge äussernd, begabst du dich dann richtung waschküche ... .
ich rannte aus deiner wohnung und war lange zeit nicht mehr fähig zu reden. will auch nicht mehr dort hin. lange genug habe ich mir zeit genommen für dich, lieber T. doch mag ich nun nicht mehr. wohin dein zukünftiger weg auch immer führen mag: ich wünsche dir alles gute dabei und dass du endlich zu frieden, liebe und ordnung in deinem leben findest. diese aufgaben muss letztendlich jede/r für sich selbst in angriff nehmen und bewältigen. vor allem dann, wenn alle hilfe von aussen nichts nützt.
amokläufe (help!), ausflippereien und abhauen (alles schon mit dir leider erlebt) scheinen mir jedoch eine schlechte lösung dafür zu sein. höre besser auf dein herz.
Zuletzt geändert von Indigo am Di 10. Nov 2009, 12:23, insgesamt 1-mal geändert.
"Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat."
(Zitat von Albert Einstein)
e qui i miei piccoli "fratelli":
- http://www.youtube.com/watch?v=Rp1eOqYF ... re=related
- http://www.youtube.com/watch?v=D3HwnYbU_1A
- http://www.youtube.com/watch?v=49e9rYk5FyI
- http://www.youtube.com/watch?v=zM_MEAijeu0
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat."
(Zitat von Albert Einstein)
e qui i miei piccoli "fratelli":
- http://www.youtube.com/watch?v=Rp1eOqYF ... re=related
- http://www.youtube.com/watch?v=D3HwnYbU_1A
- http://www.youtube.com/watch?v=49e9rYk5FyI
- http://www.youtube.com/watch?v=zM_MEAijeu0
- 604freund/Psykas
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Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
danke dass du so eine geschichte mit uns teilst!
˙·٠•●°^°●•٠·˙Mensch: Das einzige Lebewesen, das erröten kann. Es ist aber auch das einzige was Grund dazu hat! (Mark Twain) ˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte... (unser Dude)˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙Die Notwendigkeit des Überlebens der menschlichen Rasse wird im allgemeinen überschätzt! (Leslie Dean Signer) ˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen...(aktuelle schweizer politik sieht auch etwa so aus...!) ˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙auch Müll im Kopf ist Umweltverschmutzung (VriMvriM?) ˙·٠•●°^°●•٠·˙

˙·٠•●°^°●•٠·˙ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte... (unser Dude)˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙Die Notwendigkeit des Überlebens der menschlichen Rasse wird im allgemeinen überschätzt! (Leslie Dean Signer) ˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen...(aktuelle schweizer politik sieht auch etwa so aus...!) ˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙auch Müll im Kopf ist Umweltverschmutzung (VriMvriM?) ˙·٠•●°^°●•٠·˙

Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
Ich bin zur Zeit in Sao Paulo ... eine riesige Stadt ... meistens ists bewölkt hier...jedoch nicht wegen Regenwolken sondern wegen Smog ... ich mag die Stadt eigentlich ... ist immer was los auf der Strasse und hat viel zu bieten ... eine Stadt mit 11000000 Einwohnern ...da ists eigentlich gar nicht möglich das die Strassen leer sind ...
vor zwei Tagen war ich beim Kollegen im Studio ... ca ne habe Stunde entfernt von "meinem" Apartement (welches an der Rua Consalacao liegt eine der meist befahrenen Strassen in sao Paulo) ...
Nach ein paar Stunden Musik machen bestellten wir dan un ca. 22.00 ne Pizza ...in Sao Paulo kann man das nicht wirklich Pizza nennen ...eher ein gebackenes Fladenbrot belegt oder schon fast überflutet mit Zutaten ...
Also das hier ist ne Pizza mit Ruccola und getrockneten Tomaten

Ein paar Minuten später kam dann auch meine Freundin von der arbeit um uns beim Pizza essen zu helfen
plötzlich wärend dem Essen begann das Licht zu flackern ... schnell zogen wir von all unseren elektronischen Geräten die Stecker ... kann nämlich passieren das es ne überspannung gibt, welche elektronische Geräte lahmlegen kann ...
ein paaar Minuten später war dann der ganze Strom weg ... wir wir gingen auf den Balkon um zu sehen was los ist ... so weit man sehen konnte kein einzige Licht ... na gut dachten wir wiedermal ein normal Stromausfall ... und assen unsere Pizza fertig und warteten auf Strom ...
nach ca. ner halben Stunde wurd es uns dann lange zum warten und wir beschlossen uns auf den nach Hause weg zu machen ...
im Auto eingestiegen und ein paar Meter gefahren sassen wir dan auch schon im Verkehrschaos .... an was wir nicht gedacht hatten war das die ganze Stadt keinen Strom hatte ... und keine einzige Ampel mehr funktionierte ...
keine U-Bahn fahren konnte und das Telefonnetz war lahmgelegt ...
Es ging nicht mehr retour ... daher in Sao Paulo fast alle Strassen Einbahnen sind ... ohh mein Gott ... die ganze Stadt dunkel kein einziges Licht ausser das von Autos ... sah so nach Weltuntergangsszenario aus ... auf dem Weg vom Kollegen zum Apartement müssen wir in die meistbefahrene Strasse Sao Paulos einbiegen ... Avenida Pulista ... aber wie wenn keine Ampel funktioniert ...keine Polizisten den Verkehr regeln ... und glaubt mir Autofahrer in Sao Paulo sind nicht gerade rücksichtvoll ...
Paulista (hier jedoch am tag und mit Licht) :

na gut versuchen wirs ...Lichthupe und normale hupen ...und auf uns Aufmerksam machen ....langsam mal einwenig in die Strasse rollen .... und schauen was passiert ... der erste von der Seite kommende Wagen hält an ...muss er ja zwangsweise daher wir schon halb in der Strasse stehen ... die nachfolgenden Autos halten dann auch damit wir die erste Spur überqueren können um auf der anderen Sete richtung Consalasao zu fahren ...
nch einer ca. 1.5 stündigen turbulenten fahrt kamen wir dan auch schon beim Parkplatz an ... stiegen aus dem Auto und wollten die Strasse überqueren ... hmm immernoch kein Strom ... also auch keine Fussgängerampel funtionierte ... na gut wie überquert man ne 6 Spurige Strasse als Fussganger wenn so ein chaos auf der Strassse herscht ...
Consalacao (Auch am Tag mit Licht :

kennt ihr das spiel Frogger ? ist schon ziemlich alt... wers kennt weiss wie ich mich gefühlt habe ... nähmlih wie der Frosch mit dem man da ne strsse überqueren muss ...
Hand raus strecken und einfach hoffen das jemand hält ... man weiss jedoch das nicht jeder so freundlich ist ....also muss man ziemlich gut acht geben ...
geschafft ...endlich zu Hause ...
kein Strom = keine Information ... niemand wusste was los ist ... 4 Stunden vergiengen ...immernoch kein Strom ...immernoch keine Ahnung was abgeht ...
plötzlich ...bumm ...Licht ... Leute kreischen auf der Strasse ... Pfeiffen ...Jubeln ... Autos hupen ... als hätte Sao Paulo nen Fussballmatch gewonnen ... der blackout ist vorüber ...
Und so hab ich wiedermal realisiert wie "wichtig" Strom für uns eigentlich ist ...
und wie sich leute über Strom freuen können
Einen Tag später hab ich dann mitbekommen das mehr als 60 Millionen Leute in Brasilien keinen Strom hatten daher das grösste Stromversorgungswerk Brasiliens lamgelegt war. Auch Paraguay war davon betroffen ...
vor zwei Tagen war ich beim Kollegen im Studio ... ca ne habe Stunde entfernt von "meinem" Apartement (welches an der Rua Consalacao liegt eine der meist befahrenen Strassen in sao Paulo) ...
Nach ein paar Stunden Musik machen bestellten wir dan un ca. 22.00 ne Pizza ...in Sao Paulo kann man das nicht wirklich Pizza nennen ...eher ein gebackenes Fladenbrot belegt oder schon fast überflutet mit Zutaten ...
Also das hier ist ne Pizza mit Ruccola und getrockneten Tomaten

Ein paar Minuten später kam dann auch meine Freundin von der arbeit um uns beim Pizza essen zu helfen
plötzlich wärend dem Essen begann das Licht zu flackern ... schnell zogen wir von all unseren elektronischen Geräten die Stecker ... kann nämlich passieren das es ne überspannung gibt, welche elektronische Geräte lahmlegen kann ...
ein paaar Minuten später war dann der ganze Strom weg ... wir wir gingen auf den Balkon um zu sehen was los ist ... so weit man sehen konnte kein einzige Licht ... na gut dachten wir wiedermal ein normal Stromausfall ... und assen unsere Pizza fertig und warteten auf Strom ...
nach ca. ner halben Stunde wurd es uns dann lange zum warten und wir beschlossen uns auf den nach Hause weg zu machen ...
im Auto eingestiegen und ein paar Meter gefahren sassen wir dan auch schon im Verkehrschaos .... an was wir nicht gedacht hatten war das die ganze Stadt keinen Strom hatte ... und keine einzige Ampel mehr funktionierte ...
keine U-Bahn fahren konnte und das Telefonnetz war lahmgelegt ...
Es ging nicht mehr retour ... daher in Sao Paulo fast alle Strassen Einbahnen sind ... ohh mein Gott ... die ganze Stadt dunkel kein einziges Licht ausser das von Autos ... sah so nach Weltuntergangsszenario aus ... auf dem Weg vom Kollegen zum Apartement müssen wir in die meistbefahrene Strasse Sao Paulos einbiegen ... Avenida Pulista ... aber wie wenn keine Ampel funktioniert ...keine Polizisten den Verkehr regeln ... und glaubt mir Autofahrer in Sao Paulo sind nicht gerade rücksichtvoll ...
Paulista (hier jedoch am tag und mit Licht) :

na gut versuchen wirs ...Lichthupe und normale hupen ...und auf uns Aufmerksam machen ....langsam mal einwenig in die Strasse rollen .... und schauen was passiert ... der erste von der Seite kommende Wagen hält an ...muss er ja zwangsweise daher wir schon halb in der Strasse stehen ... die nachfolgenden Autos halten dann auch damit wir die erste Spur überqueren können um auf der anderen Sete richtung Consalasao zu fahren ...
nch einer ca. 1.5 stündigen turbulenten fahrt kamen wir dan auch schon beim Parkplatz an ... stiegen aus dem Auto und wollten die Strasse überqueren ... hmm immernoch kein Strom ... also auch keine Fussgängerampel funtionierte ... na gut wie überquert man ne 6 Spurige Strasse als Fussganger wenn so ein chaos auf der Strassse herscht ...
Consalacao (Auch am Tag mit Licht :

kennt ihr das spiel Frogger ? ist schon ziemlich alt... wers kennt weiss wie ich mich gefühlt habe ... nähmlih wie der Frosch mit dem man da ne strsse überqueren muss ...
Hand raus strecken und einfach hoffen das jemand hält ... man weiss jedoch das nicht jeder so freundlich ist ....also muss man ziemlich gut acht geben ...
geschafft ...endlich zu Hause ...
kein Strom = keine Information ... niemand wusste was los ist ... 4 Stunden vergiengen ...immernoch kein Strom ...immernoch keine Ahnung was abgeht ...
plötzlich ...bumm ...Licht ... Leute kreischen auf der Strasse ... Pfeiffen ...Jubeln ... Autos hupen ... als hätte Sao Paulo nen Fussballmatch gewonnen ... der blackout ist vorüber ...
Und so hab ich wiedermal realisiert wie "wichtig" Strom für uns eigentlich ist ...
und wie sich leute über Strom freuen können
Einen Tag später hab ich dann mitbekommen das mehr als 60 Millionen Leute in Brasilien keinen Strom hatten daher das grösste Stromversorgungswerk Brasiliens lamgelegt war. Auch Paraguay war davon betroffen ...
http://www.facebook.com/khainzmusic
http://www.myspace.com/khainzmusic
http://www.myspace.com/freakulizer
18 Aug. Daydance (Simon Slice Live) , Luzern, Switzerland
18 Aug. Synthesis of Sound Round II Raum Zürich ,Switzerland
24 Aug. Danghai Club Danghai Club, Curitiba, Brazil
25 Aug. Field Club Field Club, Santa Catarina, Brazil
26 Aug, Electrance Electrance, Sao Paulo, Brazil
31 Aug. Limited Hangout 2 Rote Fabrik, Zürich, Switzerland
http://www.myspace.com/khainzmusic
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18 Aug. Daydance (Simon Slice Live) , Luzern, Switzerland
18 Aug. Synthesis of Sound Round II Raum Zürich ,Switzerland
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25 Aug. Field Club Field Club, Santa Catarina, Brazil
26 Aug, Electrance Electrance, Sao Paulo, Brazil
31 Aug. Limited Hangout 2 Rote Fabrik, Zürich, Switzerland
Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
Das hab ich von den Medien mitbekommen, ist mal was anderes so ganz ohne strom...
Kerzenlicht 4 the win!
Kerzenlicht 4 the win!
I seh dr Wald vor luter Bäum nümme...


- Indigo
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Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
oh Thujon - help!
erst mal danke für dein posting aus Sao Paulo. das wetter dort wird um einiges besser sein als hier in switzerland, gell
? bei uns herrschen temperaturen um die nullgradgrenze, nebel vermischt mit abundzuigem sonnenschein bestimmen unseren alltag.
aber diese rucola-pizza kannste gleich vergessen. sieht ziemlich übel aus.
wann kommst du zurück in die schweiz um uns wieder mal tropicalmässig einzuheizen mit deinem sound?
viele liebe grüsse sendet dir eine kleine pizza arrabiata, hehe
))))))))))
PS: gnüss'es!
erst mal danke für dein posting aus Sao Paulo. das wetter dort wird um einiges besser sein als hier in switzerland, gell
aber diese rucola-pizza kannste gleich vergessen. sieht ziemlich übel aus.
wann kommst du zurück in die schweiz um uns wieder mal tropicalmässig einzuheizen mit deinem sound?
viele liebe grüsse sendet dir eine kleine pizza arrabiata, hehe
PS: gnüss'es!
"Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat."
(Zitat von Albert Einstein)
e qui i miei piccoli "fratelli":
- http://www.youtube.com/watch?v=Rp1eOqYF ... re=related
- http://www.youtube.com/watch?v=D3HwnYbU_1A
- http://www.youtube.com/watch?v=49e9rYk5FyI
- http://www.youtube.com/watch?v=zM_MEAijeu0
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat."
(Zitat von Albert Einstein)
e qui i miei piccoli "fratelli":
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-
M!GuZ / Wasabidelux
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Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
Mein Aufsteller des Tages
Was gibt es schöneres als um 17Uhr in der Migros einkaufen zu gehen vor mir an der Kasse eine gestresste Hausfrau mit einem Kreischenden Kind im wägeli und einer Hyperaktiven Tochter die wahrscheinlich 25Redbull intus hatte.
Hyperaktive Tochter durfte dann die Taschen füllen und dachte das sie nach den 25Redbull der hyparaktive Supermann/girl sei und probierte die gefüllte Tasche vom Kassen band ins Wägli mit dem Kreischenden Bruder zu hieven klappte dann Leider nicht so ganz und die Tasche viel der Schwerkraft zum opfer zum glück hat miss Supermann ja nicht alle Eier, Jogurt, Milch und Co in die selbe Tasche geladen so das die Mutter ja gar keine Krise bekam…
Aber ich muss sagen es hat mir schluss endedlich keine mühe mer gemacht an der kasse anzustehen
da das Kind im Wägli plötzlich nichmehr geschriene hat die hyperaktive Tochter nach dem malör auf und davon war die Mutter sich nur noch entschuldigte bei der frau die die ganze suppe vom Boden aufputzen musste und nach den Obligaten “händ sie no es Cumuluschärtli“ die mutter mit Tränen in den Augen nach dem bezahlen die Kasse fluchtartig verlassen hat..
Und die Moral von der Geschicht Kinder hat man oder eben nicht
Was gibt es schöneres als um 17Uhr in der Migros einkaufen zu gehen vor mir an der Kasse eine gestresste Hausfrau mit einem Kreischenden Kind im wägeli und einer Hyperaktiven Tochter die wahrscheinlich 25Redbull intus hatte.
Hyperaktive Tochter durfte dann die Taschen füllen und dachte das sie nach den 25Redbull der hyparaktive Supermann/girl sei und probierte die gefüllte Tasche vom Kassen band ins Wägli mit dem Kreischenden Bruder zu hieven klappte dann Leider nicht so ganz und die Tasche viel der Schwerkraft zum opfer zum glück hat miss Supermann ja nicht alle Eier, Jogurt, Milch und Co in die selbe Tasche geladen so das die Mutter ja gar keine Krise bekam…
Aber ich muss sagen es hat mir schluss endedlich keine mühe mer gemacht an der kasse anzustehen
da das Kind im Wägli plötzlich nichmehr geschriene hat die hyperaktive Tochter nach dem malör auf und davon war die Mutter sich nur noch entschuldigte bei der frau die die ganze suppe vom Boden aufputzen musste und nach den Obligaten “händ sie no es Cumuluschärtli“ die mutter mit Tränen in den Augen nach dem bezahlen die Kasse fluchtartig verlassen hat..
Und die Moral von der Geschicht Kinder hat man oder eben nicht
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Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
nun auch mein aufsteller des tages!M!GuZ / Wasabidelux hat geschrieben:Mein Aufsteller des Tages
Was gibt es schöneres...
...Und die Moral von der Geschicht Kinder hat man oder eben nicht
˙·٠•●°^°●•٠·˙Mensch: Das einzige Lebewesen, das erröten kann. Es ist aber auch das einzige was Grund dazu hat! (Mark Twain) ˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte... (unser Dude)˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙Die Notwendigkeit des Überlebens der menschlichen Rasse wird im allgemeinen überschätzt! (Leslie Dean Signer) ˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen...(aktuelle schweizer politik sieht auch etwa so aus...!) ˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙auch Müll im Kopf ist Umweltverschmutzung (VriMvriM?) ˙·٠•●°^°●•٠·˙

˙·٠•●°^°●•٠·˙ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte... (unser Dude)˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙Die Notwendigkeit des Überlebens der menschlichen Rasse wird im allgemeinen überschätzt! (Leslie Dean Signer) ˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen...(aktuelle schweizer politik sieht auch etwa so aus...!) ˙·٠•●°^°●•٠·˙
˙·٠•●°^°●•٠·˙auch Müll im Kopf ist Umweltverschmutzung (VriMvriM?) ˙·٠•●°^°●•٠·˙

- shivajanine
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Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
Eine einfache Geste
Mark ging eines Tages von der Schule nach Hause, als er bemerkte, wie der Junge vor ihm stolperte und alle Bücher, die er trug, und dazu zwei Pullover, einen Baseballschläger, einen Handschuh und kleinen Kassettenrecorder fallen lies. Mark kniete sich hin und half dem Jungen, die verstreuten Gegenstände aufzuheben. Da sie denselben Weg hatten, half er einen Teil der Last zu tragen. Als sie gingen, erfuhr Mark, das der Name des Jungen Bill war, dass er Videospiele mochte, Baseball und Geschichte, dass er viele Probleme mit seinen anderen Fächern hatte und dass er sich gerade von seiner Freundin getrennt hatte.
Sie kamen zuerst zu Bills Haus, und Mark wurde auf eine Cola eingeladen und zum Fernsehen. Der Nachmittag verging angenehm mit viel Lachen und ein wenig Unterhaltung, dann ging Mark nach Hause. Sie fuhren fort, einander in der Schule zu treffen, assen miteinander ein- oder zweimal zu Mittag, dann schlossen sie beide ihre Mittelschulausbildung ab. Sie landeten in derselben High-School, wo sie über die Jahre hindurch kurze Kontakte hatten. Schliesslich kam das langersehnte Abschlussjahr, und drei Wochen vor dem Abschluss bat Bill um ein Gespräch mit Mark.
Bill erinnerte Ihn an den Tag, vor Jahren, als sie einander kennengelernt hatten. „Hast du dich je gefragt, warum ich an dem Tag so viele Sachen nach Hause getragen habe?“ fragte Bill. „Weisst DU, ich habe meinen Spind aufgeräumt, weil ich keine Unordnung für irgendjemand hinterlassen wollte. Ich habe ein paar von den Schlaftabletten meiner Mutter beiseite gelegt, und ich ging nach Hause, um Selbstmord zu begehen. Aber nachdem wie einige Zeit mit Reden und Lachen zusammen verbracht hatten, wurde mir klar, wenn ich mich umgebracht hätte, wäre mir diese Zeit entgangen und viele andere, die folgen könnten. Nun weisst du es, Mark, als du an dem Tag meine Bücher aufgehoben hast, hast du viel mehr getan. Du hast mir das Leben gerettet.
Mark ging eines Tages von der Schule nach Hause, als er bemerkte, wie der Junge vor ihm stolperte und alle Bücher, die er trug, und dazu zwei Pullover, einen Baseballschläger, einen Handschuh und kleinen Kassettenrecorder fallen lies. Mark kniete sich hin und half dem Jungen, die verstreuten Gegenstände aufzuheben. Da sie denselben Weg hatten, half er einen Teil der Last zu tragen. Als sie gingen, erfuhr Mark, das der Name des Jungen Bill war, dass er Videospiele mochte, Baseball und Geschichte, dass er viele Probleme mit seinen anderen Fächern hatte und dass er sich gerade von seiner Freundin getrennt hatte.
Sie kamen zuerst zu Bills Haus, und Mark wurde auf eine Cola eingeladen und zum Fernsehen. Der Nachmittag verging angenehm mit viel Lachen und ein wenig Unterhaltung, dann ging Mark nach Hause. Sie fuhren fort, einander in der Schule zu treffen, assen miteinander ein- oder zweimal zu Mittag, dann schlossen sie beide ihre Mittelschulausbildung ab. Sie landeten in derselben High-School, wo sie über die Jahre hindurch kurze Kontakte hatten. Schliesslich kam das langersehnte Abschlussjahr, und drei Wochen vor dem Abschluss bat Bill um ein Gespräch mit Mark.
Bill erinnerte Ihn an den Tag, vor Jahren, als sie einander kennengelernt hatten. „Hast du dich je gefragt, warum ich an dem Tag so viele Sachen nach Hause getragen habe?“ fragte Bill. „Weisst DU, ich habe meinen Spind aufgeräumt, weil ich keine Unordnung für irgendjemand hinterlassen wollte. Ich habe ein paar von den Schlaftabletten meiner Mutter beiseite gelegt, und ich ging nach Hause, um Selbstmord zu begehen. Aber nachdem wie einige Zeit mit Reden und Lachen zusammen verbracht hatten, wurde mir klar, wenn ich mich umgebracht hätte, wäre mir diese Zeit entgangen und viele andere, die folgen könnten. Nun weisst du es, Mark, als du an dem Tag meine Bücher aufgehoben hast, hast du viel mehr getan. Du hast mir das Leben gerettet.
Don`t dream your life, live your dreams
Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
Zwei Alternativen
Was würden Sie tun?.... Sie treffen die Wahl. Suchen Sie nicht nach der Pointe – es gibt keine.
Lesen Sie trotzdem weiter. Meine Frage lautet: Hätten Sie sich genauso entschieden?
Bei einem Wohltätigkeitsessen zugunsten von Schülern mit Lernschwierigkeiten hielt der Vater eines der Kinder eine Rede, die so schnell keiner der Anwesenden vergessen wird.
Nachdem er die Schule und ihre Mitarbeiter in höchsten Tönen gelobt hatte, stellte er folgende Frage:
"Wenn keine störenden äußeren Einflüsse zum Tragen kommen, gerät alles, was die Natur anpackt, zur Perfektion.
Aber mein Sohn Shay ist nicht so lernfähig wie andere.
Er ist nicht in der Lage, die Dinge so zu verstehen wie andere Kinder.
Wo ist die natürliche Ordnung der Dinge bei meinem Sohn?"
Das Publikum war angesichts dieser Frage vollkommen stumm.
Der Vater fuhr fort: "Ich bin der Meinung, wenn ein Kind so ist wie Shay, das geistig und körperlich behindert zur Welt kommt, dann entsteht die Möglichkeit,
wahre menschliche Natur in die Tat umzusetzen, und es liegt nur daran, wie die Menschen dieses Kind behandeln."
Dann erzählte er die folgende Geschichte:
Shay und ich waren einmal an einem Park vorbeigekommen, in dem einige Jungen, die Shay kannte, Baseball spielten.
Shay fragte: "Glaubst du, sie lassen mich mitspielen?"
Ich wusste, dass die meisten der Jungen jemanden wie Shay nicht in ihrer Mannschaft haben wollten, aber als Vater war mir auch Folgendes klar: Wenn mein Sohn mitspielen durfte, dann würde dies ihm ein Dazugehörigkeitsgefühl geben, nach dem er sich so sehr sehnte, und auch die Zuversicht, trotz seiner Behinderung von anderen akzeptiert zu werden.
Ich ging also zu einem der Jungen auf dem Spielfeld und fragte, ohne allzu viel zu erwarten, ob Shay mitspielen könne.
Der Junge schaute sich hilfesuchend um und sagte: "Wir haben schon sechs Runden verloren und das Spiel ist gerade beim achten Inning.
Ich glaube schon, dass er mitspielen kann. Wir werden versuchen, ihn dann beim neunten Inning an den Schläger kommen zu lassen."
Shay kämpfte sich nach drüben zur Bank der Mannschaft und zog sich mit einem breiten Grinsen ein Trikot des Teams an.
Ich schaute mit Tränen in den Augen und Wärme im Herzen zu.
Die Jungen sahen, wie ich mich freute, weil mein Sohn mitspielen durfte.
Am Ende des achten Innings hatte Shays Team ein paar Runden gewonnen, lag aber immer noch um drei im Rückstand.
Mitten im neunten Inning zog sich Shay den Handschuh an und spielte im rechten Feld mit. Auch wenn keine Schläge in seine Richtung gelangten, war er doch begeistert, dass er mit dabei sein durfte, und grinste bis zu beiden Ohren, als ich ihm von der Tribüne aus zuwinkte.
Am Ende des neunten Innings holte Shays Mannschaft noch einen Punkt.
In der jetzigen Ausgangslage war der nächste Run ein potenzieller Siegesrun, und Shay kam als Nächster an die Reihe.
Würden sie in diesem Moment Shay den Schläger überlassen und damit die Chance, das Spiel zu gewinnen, aufs Spiel setzen?
Überraschenderweise bekam Shay den Schläger. Jeder wusste, dass ein Treffer so gut wie unmöglich war, denn Shay wusste nicht einmal, wie er den Schläger richtig halten sollte, geschweige denn, wie er den Ball schlagen sollte.
Als Shay allerdings an den Abschlagpunkt trat, merkte der Pitcher, dass die gegnerische Mannschaft in diesem Moment nicht gerade auf den Sieg aus zu sein schien, und warf den Ball so vorsichtig, dass Shay ihn wenigstens treffen konnte.
Beim ersten Pitch schwankte Shay etwas unbeholfen zur Seite und schlug vorbei.
Der Pitcher ging wieder ein paar Schritte nach vorn und warf den Ball vorsichtig in Shays Richtung.
Als der Pitch hereinkam, hechtete Shay zum Ball und schlug ihn tief nach unten gezogen zurück zum Pitcher.
Das Spiel wäre nun gleich zu Ende.
Der Pitcher nahm den tiefen Ball auf und hätte ihn ohne Anstrengung zum ersten Baseman werfen können.
Shay wäre dann rausgeflogen, und das Spiel wäre beendet gewesen.
Aber stattdessen warf der Pitcher den Ball über den Kopf des ersten Basemans und außer Reichweite der anderen Spieler.
Von der Tribüne und von beiden Teams schallte es: "Shay lauf los! Lauf los!"
Noch nie im Leben war Shay so weit gelaufen, aber er schaffte er bis First Base.
Mit weit aufgerissenen Augen und etwas verwundert hetzte er die Grundlinie entlang.
Alle schrien: "Lauf weiter, lauf weiter!"
Shay holte tief Atem und lief unbeholfen, aber voller Stolz weiter, um ans Ziel zu gelangen.
Als Shay um die Ecke zur zweiten Basis bog, hatte der rechte Feldspieler den Ball … er war der kleinste Junge im Team, der jetzt seine erste Chance hatte, zum Held seines Teams zu werden.
Er hätte den Ball dem zweiten Baseman zuwerfen können, aber er hatte verstanden, was der Pitcher vorhatte, und so warf er den Ball absichtlich ganz hoch und weit über den Kopf des dritten Basemans.
Also rannte Shay wie im Delirium zur dritten Basis, während die Läufer vor ihm die Stationen bis nach Hause umrundeten.
Alle schrien nun: "Shay, Shay, Shay, lauf weiter, lauf weiter"
Shay erreichte die dritte Basis, weil der gegnerische Shortstop ihm zur Hilfe gelaufen kam und ihn in die richtige Richtung der dritten Basis gedreht und gerufen hatte: "Lauf zur dritten!"
"Shay, lauf zur dritten!"
Als Shay die dritte Basis geschafft hatte, waren alle Spieler beider Teams und die Zuschauer auf den Beinen und riefen: "Shay, lauf nach Hause! Lauf nach Hause!"
Shay lief nach Hause, trat auf die Platte und wurde als Held des Tages gefeiert, der den Grand Slam erreicht und den Sieg für seine Mannschaft davongetragen hatte.
"An diesem Tag", so sagte der Vater, während ihm die Tränen übers Gesicht liefen, "brachten die Spieler von beiden Mannschaften ein Stück wahrer Liebe und Menschlichkeit in Shays Welt."
Shay erlebte keinen weiteren Sommer mehr. Er starb im folgenden Winter und hatte nie vergessen, wie es war, ein Held zu sein und mich so glücklich gemacht zu haben und zu sehen, wie die Mutter ihren kleinen Helden unter Tränen umarmte, als er nach Hause kam!"
NUN NOCH EINE KLEINE FUßNOTE ZU DIESER GESCHICHTE:
Wir schicken alle Tausende von Witzen per E-Mail durch die Gegend, ohne darüber nachzudenken, aber wenn es darum geht, Nachrichten in Bezug auf Lebensentwürfe zu verschicken, dann zögern die meisten.
Das Derbe, Vulgäre und manchmal auch Obszöne passiert den Cyberspace problemlos, aber die öffentliche Diskussion über anständige Dinge wird in unseren Schulen und an unseren Arbeitsplätzen nur allzu oft unterdrückt.
Wenn Sie diese Nachricht vielleicht weiterleiten möchten, dann kann es gut sein, dass Sie Ihr Adressebuch durchgehen und die Adressen von denjenigen herausfiltern, die möglicherweise nicht die "richtigen" Adressaten für diese Art von Nachricht sind.
Die Person, von der Sie diese Nachricht erhalten haben, ist der Meinung, dass wir alle dazu beitragen können, die Welt zu verändern.
Wir alle haben tagtäglich Tausende von Möglichkeiten, die "natürliche Ordnung der Dinge" zu verwirklichen.
Viele scheinbar triviale zwischenmenschliche Kontakte stellen uns vor die Wahl:
Geben wir ein bisschen Liebe und Menschlichkeit weiter oder verpassen wir diese Chance und machen die Welt dadurch ein bisschen kälter?
Ein weiser Mann sagte einmal, jede Gesellschaft sei danach zu beurteilen, wie sie ihre am wenigsten gesegneten Mitglieder behandele.
Was würden Sie tun?.... Sie treffen die Wahl. Suchen Sie nicht nach der Pointe – es gibt keine.
Lesen Sie trotzdem weiter. Meine Frage lautet: Hätten Sie sich genauso entschieden?
Bei einem Wohltätigkeitsessen zugunsten von Schülern mit Lernschwierigkeiten hielt der Vater eines der Kinder eine Rede, die so schnell keiner der Anwesenden vergessen wird.
Nachdem er die Schule und ihre Mitarbeiter in höchsten Tönen gelobt hatte, stellte er folgende Frage:
"Wenn keine störenden äußeren Einflüsse zum Tragen kommen, gerät alles, was die Natur anpackt, zur Perfektion.
Aber mein Sohn Shay ist nicht so lernfähig wie andere.
Er ist nicht in der Lage, die Dinge so zu verstehen wie andere Kinder.
Wo ist die natürliche Ordnung der Dinge bei meinem Sohn?"
Das Publikum war angesichts dieser Frage vollkommen stumm.
Der Vater fuhr fort: "Ich bin der Meinung, wenn ein Kind so ist wie Shay, das geistig und körperlich behindert zur Welt kommt, dann entsteht die Möglichkeit,
wahre menschliche Natur in die Tat umzusetzen, und es liegt nur daran, wie die Menschen dieses Kind behandeln."
Dann erzählte er die folgende Geschichte:
Shay und ich waren einmal an einem Park vorbeigekommen, in dem einige Jungen, die Shay kannte, Baseball spielten.
Shay fragte: "Glaubst du, sie lassen mich mitspielen?"
Ich wusste, dass die meisten der Jungen jemanden wie Shay nicht in ihrer Mannschaft haben wollten, aber als Vater war mir auch Folgendes klar: Wenn mein Sohn mitspielen durfte, dann würde dies ihm ein Dazugehörigkeitsgefühl geben, nach dem er sich so sehr sehnte, und auch die Zuversicht, trotz seiner Behinderung von anderen akzeptiert zu werden.
Ich ging also zu einem der Jungen auf dem Spielfeld und fragte, ohne allzu viel zu erwarten, ob Shay mitspielen könne.
Der Junge schaute sich hilfesuchend um und sagte: "Wir haben schon sechs Runden verloren und das Spiel ist gerade beim achten Inning.
Ich glaube schon, dass er mitspielen kann. Wir werden versuchen, ihn dann beim neunten Inning an den Schläger kommen zu lassen."
Shay kämpfte sich nach drüben zur Bank der Mannschaft und zog sich mit einem breiten Grinsen ein Trikot des Teams an.
Ich schaute mit Tränen in den Augen und Wärme im Herzen zu.
Die Jungen sahen, wie ich mich freute, weil mein Sohn mitspielen durfte.
Am Ende des achten Innings hatte Shays Team ein paar Runden gewonnen, lag aber immer noch um drei im Rückstand.
Mitten im neunten Inning zog sich Shay den Handschuh an und spielte im rechten Feld mit. Auch wenn keine Schläge in seine Richtung gelangten, war er doch begeistert, dass er mit dabei sein durfte, und grinste bis zu beiden Ohren, als ich ihm von der Tribüne aus zuwinkte.
Am Ende des neunten Innings holte Shays Mannschaft noch einen Punkt.
In der jetzigen Ausgangslage war der nächste Run ein potenzieller Siegesrun, und Shay kam als Nächster an die Reihe.
Würden sie in diesem Moment Shay den Schläger überlassen und damit die Chance, das Spiel zu gewinnen, aufs Spiel setzen?
Überraschenderweise bekam Shay den Schläger. Jeder wusste, dass ein Treffer so gut wie unmöglich war, denn Shay wusste nicht einmal, wie er den Schläger richtig halten sollte, geschweige denn, wie er den Ball schlagen sollte.
Als Shay allerdings an den Abschlagpunkt trat, merkte der Pitcher, dass die gegnerische Mannschaft in diesem Moment nicht gerade auf den Sieg aus zu sein schien, und warf den Ball so vorsichtig, dass Shay ihn wenigstens treffen konnte.
Beim ersten Pitch schwankte Shay etwas unbeholfen zur Seite und schlug vorbei.
Der Pitcher ging wieder ein paar Schritte nach vorn und warf den Ball vorsichtig in Shays Richtung.
Als der Pitch hereinkam, hechtete Shay zum Ball und schlug ihn tief nach unten gezogen zurück zum Pitcher.
Das Spiel wäre nun gleich zu Ende.
Der Pitcher nahm den tiefen Ball auf und hätte ihn ohne Anstrengung zum ersten Baseman werfen können.
Shay wäre dann rausgeflogen, und das Spiel wäre beendet gewesen.
Aber stattdessen warf der Pitcher den Ball über den Kopf des ersten Basemans und außer Reichweite der anderen Spieler.
Von der Tribüne und von beiden Teams schallte es: "Shay lauf los! Lauf los!"
Noch nie im Leben war Shay so weit gelaufen, aber er schaffte er bis First Base.
Mit weit aufgerissenen Augen und etwas verwundert hetzte er die Grundlinie entlang.
Alle schrien: "Lauf weiter, lauf weiter!"
Shay holte tief Atem und lief unbeholfen, aber voller Stolz weiter, um ans Ziel zu gelangen.
Als Shay um die Ecke zur zweiten Basis bog, hatte der rechte Feldspieler den Ball … er war der kleinste Junge im Team, der jetzt seine erste Chance hatte, zum Held seines Teams zu werden.
Er hätte den Ball dem zweiten Baseman zuwerfen können, aber er hatte verstanden, was der Pitcher vorhatte, und so warf er den Ball absichtlich ganz hoch und weit über den Kopf des dritten Basemans.
Also rannte Shay wie im Delirium zur dritten Basis, während die Läufer vor ihm die Stationen bis nach Hause umrundeten.
Alle schrien nun: "Shay, Shay, Shay, lauf weiter, lauf weiter"
Shay erreichte die dritte Basis, weil der gegnerische Shortstop ihm zur Hilfe gelaufen kam und ihn in die richtige Richtung der dritten Basis gedreht und gerufen hatte: "Lauf zur dritten!"
"Shay, lauf zur dritten!"
Als Shay die dritte Basis geschafft hatte, waren alle Spieler beider Teams und die Zuschauer auf den Beinen und riefen: "Shay, lauf nach Hause! Lauf nach Hause!"
Shay lief nach Hause, trat auf die Platte und wurde als Held des Tages gefeiert, der den Grand Slam erreicht und den Sieg für seine Mannschaft davongetragen hatte.
"An diesem Tag", so sagte der Vater, während ihm die Tränen übers Gesicht liefen, "brachten die Spieler von beiden Mannschaften ein Stück wahrer Liebe und Menschlichkeit in Shays Welt."
Shay erlebte keinen weiteren Sommer mehr. Er starb im folgenden Winter und hatte nie vergessen, wie es war, ein Held zu sein und mich so glücklich gemacht zu haben und zu sehen, wie die Mutter ihren kleinen Helden unter Tränen umarmte, als er nach Hause kam!"
NUN NOCH EINE KLEINE FUßNOTE ZU DIESER GESCHICHTE:
Wir schicken alle Tausende von Witzen per E-Mail durch die Gegend, ohne darüber nachzudenken, aber wenn es darum geht, Nachrichten in Bezug auf Lebensentwürfe zu verschicken, dann zögern die meisten.
Das Derbe, Vulgäre und manchmal auch Obszöne passiert den Cyberspace problemlos, aber die öffentliche Diskussion über anständige Dinge wird in unseren Schulen und an unseren Arbeitsplätzen nur allzu oft unterdrückt.
Wenn Sie diese Nachricht vielleicht weiterleiten möchten, dann kann es gut sein, dass Sie Ihr Adressebuch durchgehen und die Adressen von denjenigen herausfiltern, die möglicherweise nicht die "richtigen" Adressaten für diese Art von Nachricht sind.
Die Person, von der Sie diese Nachricht erhalten haben, ist der Meinung, dass wir alle dazu beitragen können, die Welt zu verändern.
Wir alle haben tagtäglich Tausende von Möglichkeiten, die "natürliche Ordnung der Dinge" zu verwirklichen.
Viele scheinbar triviale zwischenmenschliche Kontakte stellen uns vor die Wahl:
Geben wir ein bisschen Liebe und Menschlichkeit weiter oder verpassen wir diese Chance und machen die Welt dadurch ein bisschen kälter?
Ein weiser Mann sagte einmal, jede Gesellschaft sei danach zu beurteilen, wie sie ihre am wenigsten gesegneten Mitglieder behandele.
Re: Alltagsgeschichten / MF Kolumne
Ein alter Cherokee-Indianer erzählte seinen Enkelkindern etwas über die Lebensprinzipien. Er sagte: „Meine lieben Kinder, jeder Mensch hat in seinem Innern zwei Wölfe, die gegeneinander kämpfen. Ein Wolf ist böse: Er ist ärgerlich, neidisch, gierig, traurig, hochmütig… Der andere Wolf ist gut. Er ist fröhlich, friedfertig, hoffnungsvoll, demütig, freundlich, barmherzig, wahrhaftig usw. Diese beiden Wölfe kämpfen in einem Menschen gegeneinander.“ Da fragte ein junger Indianer den alten: „Opa, wer ist denn der Sieger?“ Der Alte antwortete: “Der Wolf, den du mit Essen ernährst!”
http://www.vimeo.com/elfilmias
http://www.youtube.com/elfilmias
Wage du, zu irren und zu träumen! Hoher Sinn liegt oft in kind'schem Spiel.
(Schiller)
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