Um mal mit einer Definitoin um mich zu werfen: Macht ist die Fähigkeit seine Interessen auch gegen den Willen anderer durchzusetzen. (Frei nach Weber's Max) Somit ist Macht untrennbar mit einer gewissen Beherrschung von anderen Individuen/Gruppen verbunden. Der Einfluss ist nur eine Komponente und legt fest, wo/bei wem die Macht auch durchgesetzt werden kann, wer sich also dem Willen fügen muss.
Wenn man das Beispiel der Musikindustrie und der Musiker heranzieht, so wären zwar nicht mehr die Musikkonsumenten die Beherrschten, wohl aber die grossen Plattenfirmen. Ob dies so tragisch wäre ist eine Sache der Betrachtungsperspektive. Klar ist aber, dass auch bei diesem mächtigen Beispiel ein Herrscher und ein Beherrschter vorhand wären.
Poli - Tick? Tack!
Natürlich gilt es Verantwortung zu übernehmen. Dies ist sogar umso wichtiger, als heute jeder gerne die Verantwortung anderen in die Schuhe schiebt und sein eigenes Scheitern gerne bei anderen sucht.
Ich glaube jedoch behaupten zu können, dass der Mensch ganz grundlegend unfähig ist, mit Macht verantwortungsvoll und vernünftig umzugehen. Macht wird somit meist nur dafür verwendet, den eigenen Status Quo zu verteidigen, zu erhalten oder zu verbessern. Jedoch so gut wie nie um anderen zu dienen oder zu helfen. Somit gelange ich zum Schluss, dass Macht besser verteilt und aufgeteilt gehört, so dass der einzelne nicht all zu mächtig, alle zusammen jedoch mächtig sind. Sozusagen Macht als kollektives Instrument und weniger als Druckmittel von oben. Der Fabrikbesitzer hat nur Einfluss solange seine Produkte von uns gekauft oder benutzt werden.
Wir sind die Fabrik!
Ich glaube jedoch behaupten zu können, dass der Mensch ganz grundlegend unfähig ist, mit Macht verantwortungsvoll und vernünftig umzugehen. Macht wird somit meist nur dafür verwendet, den eigenen Status Quo zu verteidigen, zu erhalten oder zu verbessern. Jedoch so gut wie nie um anderen zu dienen oder zu helfen. Somit gelange ich zum Schluss, dass Macht besser verteilt und aufgeteilt gehört, so dass der einzelne nicht all zu mächtig, alle zusammen jedoch mächtig sind. Sozusagen Macht als kollektives Instrument und weniger als Druckmittel von oben. Der Fabrikbesitzer hat nur Einfluss solange seine Produkte von uns gekauft oder benutzt werden.
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"But I don't want to go among mad people," Alice remarked.
"Oh, you can't help that," said the Cat: "we're all mad here. I'm mad. You're mad." - Lewis Carrol
http://myspace.com/gizmogoa
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Fallen Angel 2
Hey da hast Du mir echt die Augen geöffnet - das habe ich völlig übersehen. Irgendwer ist immer der, auf den Macht ausgeübt wird.Psymäleon hat geschrieben:Wenn man das Beispiel der Musikindustrie und der Musiker heranzieht, so wären zwar nicht mehr die Musikkonsumenten die Beherrschten, wohl aber die grossen Plattenfirmen. Ob dies so tragisch wäre ist eine Sache der Betrachtungsperspektive. Klar ist aber, dass auch bei diesem mächtigen Beispiel ein Herrscher und ein Beherrschter vorhand wären.
Die Frage ist also vielleicht: auf wen wird Macht ausgeübt.
Im Zusammenhang mit dem was Gizmo sagt:
So gesehen wäre es besser, eine Mehrheit wird nicht unterdrückt (die Musikkonsumenten, um bei dem Beispiel zu bleiben), als dass einzelne begünstigt werden (die Musikindustrie).Gizmo hat geschrieben:Somit gelange ich zum Schluss, dass Macht besser verteilt und aufgeteilt gehört, so dass der einzelne nicht all zu mächtig, alle zusammen jedoch mächtig sind
Wenn mein Name also Bob Dylon wäre, hätte ich (möglicherweise) die Macht, meine eigenen Produkte zu Freeware zu machen, was zwar zur Unterdrückung der aktuell mächtigeren Musikkonzerne führt, gleichzeitig aber allen Musikkonsumenten die Möglichkeit gibt, meine Produkte zu konsumieren, ohne dafür etwas zu bezahlen.
Ich frage mich trotzdem, ob das tatsächlich eine Unterdrückung der Plattenfirmen darstellt, denn sie hätten ja immer noch die Möglichkeit CD's zu verkaufen. Sie hätten nur nicht mehr die Möglichkeit Menschen ins Gefängnis zu stecken, weil sie Musik gratis downloaden. Ihr Recht, anderen ans Bein zu pinkeln, würde also beschnitten – nicht ihr Recht, Geld zu machen.
Wahre Macht liegt vielleicht darin, seine eigene Macht aufzuteilen?
Vermutlich muss man das Recht der Politiker, Lehrer und weiterer in ihrem Einfluss mächtige Personen einschränken.
also am Beispiel der Musik-Industrie kann man meines Erachtens auch nicht von Unterdrückung sprechen, wenn nun ein Künstler seine Rechte selber verwalten und Songs frei zur Verfügung stellt! Auch denke ich nicht, dass die Plattenfirmen die beherrschten wären, sondern das dieses Beispiel eher für eine Art von Emanzipation steht. Nämlich dafür, dass sich ein Künstler von der Beherrschung (Plattenfirma) löst um selbst über sich und seine kreative Erzeugnisse zu bestimmen und darüber zu verfügen.
In diesem Sinne eine ganz gut gelungene Parabel!
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"But I don't want to go among mad people," Alice remarked.
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Fallen Angel 2
sorry wenn ich noch mehr zu dem Thema schreibe, aber irgendwie habe ich gerade so ein Drang dazu...
Und in die absolute Ablehnung der Politik zu verfallen, ist auch nicht unbedingt weise. Es ist einfach, zu sagen, was "die da oben machen" ist schlecht, doch wenn man dann effektiv "am Ruder" ist, wird es vermutlich schon etwas schwieriger. Lösungen zu finden, die für alle stimmen: unmöglich. Lösungen zu finden, die Probleme lösen: möglich.
Ein wirklich guter Regierungschef müsste fähig sein, all seine Überzeugungen, persönlichen Vorurteile, Meinungen aufzugeben, um wirklich perfekt regieren zu können. Führungsqualität bedeutet, auf die jeweilige Sachlage jederzeit möglichst neutral zu reagieren und von dem Wunsch getragen, die möglichst beste Lösung zu finden, um mit dem Wissen, dass er zu diesem Zeitpunkt hat, und unter Berücksichtigung des Gewissens, Entscheide zu fällen, die anschliessend auch so umgesetzt werden (und nicht etwa doch wieder anders).
Insofern ist Demokratie auch etwas fragwürdig, denn dass ein einzelner es schafft seine persönliche Geschichte hinter sich zu lassen, und in den Dienst seiner Bevölkerung gegenüber einzutreten, ist vielleicht noch machbar, aber dass die gesamte Bevölkerung über ihre Vorurteile hinausgeht und jene Leute wählt, die tatsächlich über diese Eigenschaften verfügen?
Nun, das ist ebenfalls möglich, und natürlich auch das was wir meinen, wenn wir sagen, wir müssen bei uns anfangen. Aus eigener Erfahrung weiss ich aber, dass persönliche Veränderungen nicht immer so einfach umgesetzt werden, wie sie sagen wir mal gedanklich erfasst werden können.
Und so sarkastisch der erste Beitrag auch war - die Probleme dieses Planeten verlangen an und für sich nach etwas schnelleren Lösungen. Wenn der Regenwald erst mal weg ist, bringt es niemandem etwas, wenn die Hälfte der Weltbevölkerung zu Weisen mutiert ist, und die Politiker sich stets um das Wohl der Gemeinschaft kümmern.
Wir müssen jetzt eine Lösung für das Regenwald-Abholz-Problem haben, wir müssen jetzt eine Lösung gegen Öltanker haben, die versinken, gegen Kraftwerke, die nicht richtig gewartet werden, für das Wirschaftswachstum in den Entwicklungsländern, gegen die Religiösen Streitigkeiten im nahen Osten und die damit einhergehende Terrorisierung weiter Teile der Weltbevölkerung.
Die Amerikanische Idee zu dem Thema, einfach überall hinzugehen, und Demokratie zu diktieren, scheint eher auf Ablehnung zu stossen.
Also muss es einen anderen Weg geben, mit denen Politikern die wir aktuell zur Verfügung haben, und den Institutionen, die es halt gibt.
Es hilft nichts, sich in Utopien zu verrennen, was besser wäre - wir müssen mit dem was wir haben, jetzt, eine Lösung entwickeln - oder unsere Atemluft wird entsprechend drunter leiden.
Die Problematik des 21. Jahrunderts liegt darin, dass wir nicht irgendwo in der Zukunft leben, in der Terraforming und Fusionskraftwerke existent sind, sondern gewissermassen noch immer im 20. Jahrhundert stecken, in der Atomare Energie die einzige einigermassen saubere Energie darstellt, gleichzeitig aber auch eine enorme Gefahr (nicht zuletzt für die Zukunft), (ja klar es gibt auch noch Wasserkraft und Windenergie und Sonnenenergie, nur reicht die für unseren Stromverbrauch halt einfach nicht aus, und ist in den Entwicklungsländern aufgrund der hohen Kosten schlichtwegs keine Option) - in der wir nicht fähig sind, einmal angerichteten Schaden punkto Umwelt mit Wissenschaft wieder auszugleichen.
Glücklicherweise ist unsere Generation in einem völligen Gegensatz zur 68-Bewegung (die nicht mit Summer of Love und Hippyzeit verwechselt werden darf, siehe Wikipedia), nicht länger von irgendwelchen Ideologien geblendet. Ich denke, heutzutage weiss jeder, dass Utopien nichts bringen, eine Art Realismus ist mehrheitlich vorhanden. Links/Rechts-Diskussionen nehmen zwar nur langsam ab, und das kritisiere ich ziemlich fest, denn es gibt kein links oder rechts, sondern nur das logisch und vom Gewissen her richtige oder falsche.
Eine Relativierung dieser Begriffe ("alles ist irgendwie richtig oder falsch, kommt nur auf den Standpunkt an"), verhindert dabei eher eine Weiterentwicklung. Beispiel: den Regenwald abholzen ist falsch. Da gibt es keine Diskussion, hier müsste Null-Toleranz herrschen. Es mag Gründe geben für diese Abholzung, aber jeder dieser Gründe ist in sich ein Fehler, weil das Grundsätzliche, also die Abholzung in sich falsch ist. Wenn es Gründe gibt, so müssen diese beseitigt werden, mit Willen, mit Kraft und mit der Überzeugung das richtige zu tun, oder zu ermöglichen (die Abholzung stoppen).
Die Utopie wäre: hinzugehen, und zu sagen, wenn alle Menschen naturverbundener wären, würden sie den Wald in Ruhe lassen. Es mag sein, dass die Menschen einst so naturverbunden waren, vielleicht werden sie es auch irgendwann einmal wieder - aber aktuell ist das nicht der Fall, die Probleme in den Entwicklungsländern, die Regenwaldflächen haben, sind allzu akut, als dass eine Naturopathie revolutioniert werden könnte.
Daher, weil wir nicht in einer perfekten Welt Leben, müssen auch jene Lösungen, die nicht so perfekt, vielleicht sogar nicht mal so nett sind, gesucht werden, um die akuten Probleme zu lösen. Man muss nicht hingehen und alle abknallen, die einen Baum fällen. Das wäre übertrieben.
Es gibt vielleicht auch Lösungen, die irgendwo dazwischen liegen.
Doch um überhaupt zu solchen Lösungen zu kommen, müssten die Politiker ersteinmal anfangen, die zeitraubenden und sinnlosen Streitereien zu unterlassen. Es gibt zu viele Meinungen. Jede Meinung will gehört und verarbeitet werden, wird belächelt, bekämpft, durchgesetzt - nur der eigentlich Kern der Politik, der Dienst am nächsten wird dabei völlig ausser Acht gelassen.
Noch dazu sind die Weltreligionen diesbezüglich keine grosse Hilfe. Es liegt auf der Hand, das Länder, die eine Theokratie haben, sich gegen jegliche Missionierung anderer Glaubensrichtungen wehren, noch dazu ist es waghalsig eine Theokratie zu bitten, ihr Regierungssystem zu ändern. Insbesondere wenn in der Bevölkerung verschiedene Glaubensrichtungen ziemlich weit von einem miteinander entfernt sind.
Dabei hätten die Religionen, die in weiten Teilen dieser Welt, ausser vielleicht zentraleuropa, ihren Finger noch immer ziemlich nah beim Herzen der einzelnen Menschen haben, die Möglichkeit ihre Macht derart zu nutzen, dass die Menschen den Dialog miteinander suchen.
Auch das ist natürlich utopisch. Wenn die Katholische Kirche selbst im 21. Jahrhundert nichts besseres zu tun hat, als New Age als eine Art Bedrohung anzusehen und dagegen zu missionieren, statt zusammen mit New Age eine Art neue Form der menschlichen und umwelt-ehrenden Gesellschaft einzuläuten, kann man nicht annehmen, dass islamische Strukturen oder der Staatsterrorismus Israels sich in absehbarer Zeit ändern werden.
Hier muss wiederum die Politik, sozusagen die Weltliche Herrschaft vorangehen und jeglichen religiösen Fanatismus unterbinden. Was schwierig ist, wenn Religionsfreiheit zu einem Kern-Ideal der Demokratien gehört..
Aber immer nur bei den Schwierigkeiten zu bleiben ist langweilig. Wir müssen darüber hinausgehen. Vielleicht bringt es ja etwas, wenn die "Bürger" die sagen wir mal über die nächste Düne hinausblicken, in dieser Wüste des menschlichen Verständnisses, sich mit denen direkt auseinandersetzen, die an der Macht sind. Leserbriefe, Emails an unsere Bundesräte (werden übrigens tatsächlich beantwortet), Briefe an die Kirchen, der Besuch von Moscheen und die Verwicklung von engstirnigen Menschen in Diskussionen, stets mit dem Wunsch, ein Bewusstsein für die Probleme diesese Planeten zu wecken.
Nicht jeder hat das Zeug dazu selbst in die Politik einzusteigen, andere graut es geradezu davor sich diesen Parteimühlen auszusetzen - aber soweit wie man gehen kann, sollte man auch gehen.
Das Vorleben betrifft uns als Goa-Szene ja auch schon, wenn wir die Ziggistummel, den gegenseitigen Respekt, Toleranz und Offenheit, den Goaknigge und so weiter als Beispiel nehmen. Und es geht über diese "Szene" hinaus, betrifft jeden Menschen, den wir treffen.
Es ist somit auch eine Art Aufgabe, den inneren Frieden zu finden, den ich zum Beispiel, wie im Liebesforum dargestellt immer wieder zu verlieren drohe. Es ist nicht nur für mich besser, wenn ich diesen konstant auslebe, sondern auch für alle Menschen die ich treffe.
Wie eine Art Seuche, die von Mensch zu Mensch getragen wird, könnte ja auch das Bewusstsein für die Probleme in Politik und Gesellschaft von Mensch zu Mensch getragen werden, und sei es nur mit Freundlichkeit.
Das bedeutet Arbeit für den einzelnen, er wird in die Verantwortung genommen an sich genausofest zu arbeiten, wie an einer Verbsserung der Lebensumstände seiner persönlichen Umgebung, wie auch darüber hinaus, allem was existiert. Es ist schwierig diesen Weg zu gehen, weil man allzu häufig über Einsteins Satz, alles sei relativ stolpert, und bis zu einem gewissen Grad ist es auch relativ. Und dennoch weiss jeder, wenn er etwas "falsches" tut, wenn er jemanden niedermacht, wenn er andere beschimpft oder sich in Arroganz oder seiner Einsamkeit suhlt.
Und in diesen Momenten haben wir die Möglichkeit über uns hinauszuwachsen, um dadurch zu dem Menschen zu werden, der tatsächlich seine eigenen Ideale lebt. Und Vorlebt, indem er einfach so ist.
Ideologien gilt es abzulehnen, genauso wie Grabenkämpfe, wenn jemand anderes einen solchen austragen möchte, so gilt es ihn darauf aufmerksam zu machen. Und zurück zum Thema zu kommen. Utopien können einem die Richtung weisen, genauso wie Religionen und Philosophien einem andere Perspektiven eröffnen können, aber man darf nicht anfangen, seine Fähigkeit "zu glauben" damit zu verschwenden, in einer Utopie stecken zu bleiben. Es muss einigermassen Realisierbar bleiben. Es darf auch mal schockieren, doch wenn es schockiert, so sollte es gleichzeitig auch Erkenntnisse liefern.
Hier wiederum sind Künstler gefragt, die Kunst betreiben um Verständnis zu wecken, und nicht allein um zu schockieren - das ist ein schmaler Grat, und es gibt solche die es schaffen und Gedanken wecken, die zum nachdenken anregen. Für kreative Leute ein durchaus gangbarer Weg.
Andere haben wiederum die Fähigkeit charismatisch zu überzeugen, und können so Menschen anspornen, die Lustlos und Ziellos gleichzeitig aber auch verwirrt und unsicher sind. Menschen, die in anderen Stärke wecken, sind bestens für alle möglichen Jobs geeignet. Solange sie ihre Stärke zum wohl ihrer Mitmenschen einsetzen, und nicht um sie zu unterdrücken, oder sich selbst von ihnen abzuheben.
Bestimmte Musik ist nicht zuletzt ein wichtiger Katalysator, um in den Menschen Gefühle zu wecken, die ehrlicher und echter sind, als andere Musik. Bestimmte Musik hat eine Seele. Musiker sind hier gefordert, in ihren Produktionen, sei es mit Text oder ohne, diese Seele zu finden, und weiterzugeben. Musiker tun das meistens schon.
Aber nicht nur Musiker haben diese Fähigkeit, sie haben einfach etwas mehr Einfluss... Jeder einzelne hat jedoch Stärken und Tugenden, und Weisheit, die er einbringen und weitergeben kann. Sie zu finden, nicht aufzugeben, weiterzumachen, und stets das Ziel vor Augen haben, die Welt zu einem gesunden und freien Planeten zu machen, ist dabei hilfreich. Gleichzeitig darf dieses Ziel aber nicht als Missionierung gelebt werden, der aktuelle Moment ist der Augenblick in dem wir es leben können, und sollen.
Natürlich ist der einzelne auch mal schwach, oder kann sein innerstes Selbst nicht leben. Es gilt nicht, hier erneut in die Klassifizierung zu verfallen, und die Kritik des "Gerechten" zu üben, das nämlich ist der erste Schritt Richtung Despotismus. Menschliche Schwächen sollen nicht belohnt werden, sie sollen aber auch nicht überbewertet werden. Denn auch hier ist die Utopie wiederum, dass alle Menschen doch eigentlich gut sind, und halt mal n schlechten Tag haben - die Realität aber ist die, dass vermutlich etwa 95% aller Menschen, nicht ständig "gut" sein können. Das Leben ist auch im "negativen" (ohne das Wort als etwas negatives zu bewerten) viel zu reichhaltig. Doch: jemanden auf immer und ewig zu zürnen, führt im schlimmsten Fall zu Blutfehden oder der Situation rund um Palästina. Es kann der Menschheit helfen, gerecht UND gleichzeitig gnädig zu sein.
Doch auch das ist eher utopisch als real. Real ist, dass es Dinge gibt, die zurzeit einfach nicht toleriert werden dürfen. Es hilft dem Gesamtbild nicht, und auch den einzelnen, die sich falsch verhalten nicht wirklich. Hier ist Dialog die bessere Alternative zur Akzeptanz. Und das betrifft nicht zuletzt, wie wir mit unseren Politikern umgehen, mit unseren Journalisten, mit jenen Menschen, die derart verletzt sind, dass sie verletzend agieren. sie darauf aufmerksam machen, wenn sie sich falsch verhalten, nicht erzürnt, sondern offen.
Natürlich sind das alles nur Gedanken...
es gilt nun diese Gedanken mit Leben zu füllen.
Mit Realität.
Wir können das, alles
An und für sich würde es aber genau darum gehen, dass Macht dazu verwendet wird, anderen zu dienen oder zu helfen. In fast jeder Regierung, sogar den undemokratischen Monarchien, teilweise sogar in den Diktaturen, schwören die Leute, ihrem Land und der Bevölkerung zu dienen.gizmo hat geschrieben: Ich glaube jedoch behaupten zu können, dass der Mensch ganz grundlegend unfähig ist, mit Macht verantwortungsvoll und vernünftig umzugehen. Macht wird somit meist nur dafür verwendet, den eigenen Status Quo zu verteidigen, zu erhalten oder zu verbessern. Jedoch so gut wie nie um anderen zu dienen oder zu helfen.
Und in die absolute Ablehnung der Politik zu verfallen, ist auch nicht unbedingt weise. Es ist einfach, zu sagen, was "die da oben machen" ist schlecht, doch wenn man dann effektiv "am Ruder" ist, wird es vermutlich schon etwas schwieriger. Lösungen zu finden, die für alle stimmen: unmöglich. Lösungen zu finden, die Probleme lösen: möglich.
Ein wirklich guter Regierungschef müsste fähig sein, all seine Überzeugungen, persönlichen Vorurteile, Meinungen aufzugeben, um wirklich perfekt regieren zu können. Führungsqualität bedeutet, auf die jeweilige Sachlage jederzeit möglichst neutral zu reagieren und von dem Wunsch getragen, die möglichst beste Lösung zu finden, um mit dem Wissen, dass er zu diesem Zeitpunkt hat, und unter Berücksichtigung des Gewissens, Entscheide zu fällen, die anschliessend auch so umgesetzt werden (und nicht etwa doch wieder anders).
Insofern ist Demokratie auch etwas fragwürdig, denn dass ein einzelner es schafft seine persönliche Geschichte hinter sich zu lassen, und in den Dienst seiner Bevölkerung gegenüber einzutreten, ist vielleicht noch machbar, aber dass die gesamte Bevölkerung über ihre Vorurteile hinausgeht und jene Leute wählt, die tatsächlich über diese Eigenschaften verfügen?
Nun, das ist ebenfalls möglich, und natürlich auch das was wir meinen, wenn wir sagen, wir müssen bei uns anfangen. Aus eigener Erfahrung weiss ich aber, dass persönliche Veränderungen nicht immer so einfach umgesetzt werden, wie sie sagen wir mal gedanklich erfasst werden können.
Und so sarkastisch der erste Beitrag auch war - die Probleme dieses Planeten verlangen an und für sich nach etwas schnelleren Lösungen. Wenn der Regenwald erst mal weg ist, bringt es niemandem etwas, wenn die Hälfte der Weltbevölkerung zu Weisen mutiert ist, und die Politiker sich stets um das Wohl der Gemeinschaft kümmern.
Wir müssen jetzt eine Lösung für das Regenwald-Abholz-Problem haben, wir müssen jetzt eine Lösung gegen Öltanker haben, die versinken, gegen Kraftwerke, die nicht richtig gewartet werden, für das Wirschaftswachstum in den Entwicklungsländern, gegen die Religiösen Streitigkeiten im nahen Osten und die damit einhergehende Terrorisierung weiter Teile der Weltbevölkerung.
Die Amerikanische Idee zu dem Thema, einfach überall hinzugehen, und Demokratie zu diktieren, scheint eher auf Ablehnung zu stossen.
Also muss es einen anderen Weg geben, mit denen Politikern die wir aktuell zur Verfügung haben, und den Institutionen, die es halt gibt.
Es hilft nichts, sich in Utopien zu verrennen, was besser wäre - wir müssen mit dem was wir haben, jetzt, eine Lösung entwickeln - oder unsere Atemluft wird entsprechend drunter leiden.
Die Problematik des 21. Jahrunderts liegt darin, dass wir nicht irgendwo in der Zukunft leben, in der Terraforming und Fusionskraftwerke existent sind, sondern gewissermassen noch immer im 20. Jahrhundert stecken, in der Atomare Energie die einzige einigermassen saubere Energie darstellt, gleichzeitig aber auch eine enorme Gefahr (nicht zuletzt für die Zukunft), (ja klar es gibt auch noch Wasserkraft und Windenergie und Sonnenenergie, nur reicht die für unseren Stromverbrauch halt einfach nicht aus, und ist in den Entwicklungsländern aufgrund der hohen Kosten schlichtwegs keine Option) - in der wir nicht fähig sind, einmal angerichteten Schaden punkto Umwelt mit Wissenschaft wieder auszugleichen.
Glücklicherweise ist unsere Generation in einem völligen Gegensatz zur 68-Bewegung (die nicht mit Summer of Love und Hippyzeit verwechselt werden darf, siehe Wikipedia), nicht länger von irgendwelchen Ideologien geblendet. Ich denke, heutzutage weiss jeder, dass Utopien nichts bringen, eine Art Realismus ist mehrheitlich vorhanden. Links/Rechts-Diskussionen nehmen zwar nur langsam ab, und das kritisiere ich ziemlich fest, denn es gibt kein links oder rechts, sondern nur das logisch und vom Gewissen her richtige oder falsche.
Eine Relativierung dieser Begriffe ("alles ist irgendwie richtig oder falsch, kommt nur auf den Standpunkt an"), verhindert dabei eher eine Weiterentwicklung. Beispiel: den Regenwald abholzen ist falsch. Da gibt es keine Diskussion, hier müsste Null-Toleranz herrschen. Es mag Gründe geben für diese Abholzung, aber jeder dieser Gründe ist in sich ein Fehler, weil das Grundsätzliche, also die Abholzung in sich falsch ist. Wenn es Gründe gibt, so müssen diese beseitigt werden, mit Willen, mit Kraft und mit der Überzeugung das richtige zu tun, oder zu ermöglichen (die Abholzung stoppen).
Die Utopie wäre: hinzugehen, und zu sagen, wenn alle Menschen naturverbundener wären, würden sie den Wald in Ruhe lassen. Es mag sein, dass die Menschen einst so naturverbunden waren, vielleicht werden sie es auch irgendwann einmal wieder - aber aktuell ist das nicht der Fall, die Probleme in den Entwicklungsländern, die Regenwaldflächen haben, sind allzu akut, als dass eine Naturopathie revolutioniert werden könnte.
Daher, weil wir nicht in einer perfekten Welt Leben, müssen auch jene Lösungen, die nicht so perfekt, vielleicht sogar nicht mal so nett sind, gesucht werden, um die akuten Probleme zu lösen. Man muss nicht hingehen und alle abknallen, die einen Baum fällen. Das wäre übertrieben.
Es gibt vielleicht auch Lösungen, die irgendwo dazwischen liegen.
Doch um überhaupt zu solchen Lösungen zu kommen, müssten die Politiker ersteinmal anfangen, die zeitraubenden und sinnlosen Streitereien zu unterlassen. Es gibt zu viele Meinungen. Jede Meinung will gehört und verarbeitet werden, wird belächelt, bekämpft, durchgesetzt - nur der eigentlich Kern der Politik, der Dienst am nächsten wird dabei völlig ausser Acht gelassen.
Noch dazu sind die Weltreligionen diesbezüglich keine grosse Hilfe. Es liegt auf der Hand, das Länder, die eine Theokratie haben, sich gegen jegliche Missionierung anderer Glaubensrichtungen wehren, noch dazu ist es waghalsig eine Theokratie zu bitten, ihr Regierungssystem zu ändern. Insbesondere wenn in der Bevölkerung verschiedene Glaubensrichtungen ziemlich weit von einem miteinander entfernt sind.
Dabei hätten die Religionen, die in weiten Teilen dieser Welt, ausser vielleicht zentraleuropa, ihren Finger noch immer ziemlich nah beim Herzen der einzelnen Menschen haben, die Möglichkeit ihre Macht derart zu nutzen, dass die Menschen den Dialog miteinander suchen.
Auch das ist natürlich utopisch. Wenn die Katholische Kirche selbst im 21. Jahrhundert nichts besseres zu tun hat, als New Age als eine Art Bedrohung anzusehen und dagegen zu missionieren, statt zusammen mit New Age eine Art neue Form der menschlichen und umwelt-ehrenden Gesellschaft einzuläuten, kann man nicht annehmen, dass islamische Strukturen oder der Staatsterrorismus Israels sich in absehbarer Zeit ändern werden.
Hier muss wiederum die Politik, sozusagen die Weltliche Herrschaft vorangehen und jeglichen religiösen Fanatismus unterbinden. Was schwierig ist, wenn Religionsfreiheit zu einem Kern-Ideal der Demokratien gehört..
Aber immer nur bei den Schwierigkeiten zu bleiben ist langweilig. Wir müssen darüber hinausgehen. Vielleicht bringt es ja etwas, wenn die "Bürger" die sagen wir mal über die nächste Düne hinausblicken, in dieser Wüste des menschlichen Verständnisses, sich mit denen direkt auseinandersetzen, die an der Macht sind. Leserbriefe, Emails an unsere Bundesräte (werden übrigens tatsächlich beantwortet), Briefe an die Kirchen, der Besuch von Moscheen und die Verwicklung von engstirnigen Menschen in Diskussionen, stets mit dem Wunsch, ein Bewusstsein für die Probleme diesese Planeten zu wecken.
Nicht jeder hat das Zeug dazu selbst in die Politik einzusteigen, andere graut es geradezu davor sich diesen Parteimühlen auszusetzen - aber soweit wie man gehen kann, sollte man auch gehen.
Das Vorleben betrifft uns als Goa-Szene ja auch schon, wenn wir die Ziggistummel, den gegenseitigen Respekt, Toleranz und Offenheit, den Goaknigge und so weiter als Beispiel nehmen. Und es geht über diese "Szene" hinaus, betrifft jeden Menschen, den wir treffen.
Es ist somit auch eine Art Aufgabe, den inneren Frieden zu finden, den ich zum Beispiel, wie im Liebesforum dargestellt immer wieder zu verlieren drohe. Es ist nicht nur für mich besser, wenn ich diesen konstant auslebe, sondern auch für alle Menschen die ich treffe.
Wie eine Art Seuche, die von Mensch zu Mensch getragen wird, könnte ja auch das Bewusstsein für die Probleme in Politik und Gesellschaft von Mensch zu Mensch getragen werden, und sei es nur mit Freundlichkeit.
Das bedeutet Arbeit für den einzelnen, er wird in die Verantwortung genommen an sich genausofest zu arbeiten, wie an einer Verbsserung der Lebensumstände seiner persönlichen Umgebung, wie auch darüber hinaus, allem was existiert. Es ist schwierig diesen Weg zu gehen, weil man allzu häufig über Einsteins Satz, alles sei relativ stolpert, und bis zu einem gewissen Grad ist es auch relativ. Und dennoch weiss jeder, wenn er etwas "falsches" tut, wenn er jemanden niedermacht, wenn er andere beschimpft oder sich in Arroganz oder seiner Einsamkeit suhlt.
Und in diesen Momenten haben wir die Möglichkeit über uns hinauszuwachsen, um dadurch zu dem Menschen zu werden, der tatsächlich seine eigenen Ideale lebt. Und Vorlebt, indem er einfach so ist.
Ideologien gilt es abzulehnen, genauso wie Grabenkämpfe, wenn jemand anderes einen solchen austragen möchte, so gilt es ihn darauf aufmerksam zu machen. Und zurück zum Thema zu kommen. Utopien können einem die Richtung weisen, genauso wie Religionen und Philosophien einem andere Perspektiven eröffnen können, aber man darf nicht anfangen, seine Fähigkeit "zu glauben" damit zu verschwenden, in einer Utopie stecken zu bleiben. Es muss einigermassen Realisierbar bleiben. Es darf auch mal schockieren, doch wenn es schockiert, so sollte es gleichzeitig auch Erkenntnisse liefern.
Hier wiederum sind Künstler gefragt, die Kunst betreiben um Verständnis zu wecken, und nicht allein um zu schockieren - das ist ein schmaler Grat, und es gibt solche die es schaffen und Gedanken wecken, die zum nachdenken anregen. Für kreative Leute ein durchaus gangbarer Weg.
Andere haben wiederum die Fähigkeit charismatisch zu überzeugen, und können so Menschen anspornen, die Lustlos und Ziellos gleichzeitig aber auch verwirrt und unsicher sind. Menschen, die in anderen Stärke wecken, sind bestens für alle möglichen Jobs geeignet. Solange sie ihre Stärke zum wohl ihrer Mitmenschen einsetzen, und nicht um sie zu unterdrücken, oder sich selbst von ihnen abzuheben.
Bestimmte Musik ist nicht zuletzt ein wichtiger Katalysator, um in den Menschen Gefühle zu wecken, die ehrlicher und echter sind, als andere Musik. Bestimmte Musik hat eine Seele. Musiker sind hier gefordert, in ihren Produktionen, sei es mit Text oder ohne, diese Seele zu finden, und weiterzugeben. Musiker tun das meistens schon.
Aber nicht nur Musiker haben diese Fähigkeit, sie haben einfach etwas mehr Einfluss... Jeder einzelne hat jedoch Stärken und Tugenden, und Weisheit, die er einbringen und weitergeben kann. Sie zu finden, nicht aufzugeben, weiterzumachen, und stets das Ziel vor Augen haben, die Welt zu einem gesunden und freien Planeten zu machen, ist dabei hilfreich. Gleichzeitig darf dieses Ziel aber nicht als Missionierung gelebt werden, der aktuelle Moment ist der Augenblick in dem wir es leben können, und sollen.
Natürlich ist der einzelne auch mal schwach, oder kann sein innerstes Selbst nicht leben. Es gilt nicht, hier erneut in die Klassifizierung zu verfallen, und die Kritik des "Gerechten" zu üben, das nämlich ist der erste Schritt Richtung Despotismus. Menschliche Schwächen sollen nicht belohnt werden, sie sollen aber auch nicht überbewertet werden. Denn auch hier ist die Utopie wiederum, dass alle Menschen doch eigentlich gut sind, und halt mal n schlechten Tag haben - die Realität aber ist die, dass vermutlich etwa 95% aller Menschen, nicht ständig "gut" sein können. Das Leben ist auch im "negativen" (ohne das Wort als etwas negatives zu bewerten) viel zu reichhaltig. Doch: jemanden auf immer und ewig zu zürnen, führt im schlimmsten Fall zu Blutfehden oder der Situation rund um Palästina. Es kann der Menschheit helfen, gerecht UND gleichzeitig gnädig zu sein.
Doch auch das ist eher utopisch als real. Real ist, dass es Dinge gibt, die zurzeit einfach nicht toleriert werden dürfen. Es hilft dem Gesamtbild nicht, und auch den einzelnen, die sich falsch verhalten nicht wirklich. Hier ist Dialog die bessere Alternative zur Akzeptanz. Und das betrifft nicht zuletzt, wie wir mit unseren Politikern umgehen, mit unseren Journalisten, mit jenen Menschen, die derart verletzt sind, dass sie verletzend agieren. sie darauf aufmerksam machen, wenn sie sich falsch verhalten, nicht erzürnt, sondern offen.
Natürlich sind das alles nur Gedanken...
es gilt nun diese Gedanken mit Leben zu füllen.
Mit Realität.
Wir können das, alles
