Meine Abschlussarbeit verpflichtete ich dem Thema Märchen.
Der symbolische Gehalt, der aus den Märchen spricht, ist gewaltig. Es gibt eine allgemeingültige Symbolik, wie C.G.Jung das ansatzweise propagierte. Diese kann jedoch nur individuell entschlüsselt werden. Deshalb kann man Märchen nicht einzig analytisch angehen. Und trotzdem kann jedes, therapeutisch, in speziellen Situationen eingesetzt werden. Sei es dass man ein Märchen erzählt bekommt oder es nachspielt, den Inhalt gestalterisch darstellt, die eigene Interpretation davon auf irgendeine Art umsetzt.
Vor allem für Kinder ist das Potenzial in Märchen enorm und wird gewaltig unterschätzt. Sie haben den wertenden Faktor noch nicht so ausgeprägt. Sie sprechen direkt auf die Geschichte an, identifizieren sich mit den Helden/In, töten mit ihm/ihr den Wolf, bestehen schwierige Aufgaben, finden die Prinzessin/Prinzen und heiraten, um wenn sie nicht gestorben sind noch heute zu leben.
Es geht darum die Angst zu überwinden (den Wolf zu töten, Aufgaben zu bestehen), schlussendlich an das Gute zu glauben (man überlebt und gewinnt an Erfahrung, meistens in Form einer Belohnung dargestellt), Urvertrauen zu entwickeln (auf immer und ewig). das die grundlegendsten Auswertungen der Symbolik.
Es ist extrem wichtig, die Märchen richtig zu erzählen, mit der genauen Reihenfolge der Geschehnisse (ich mag Disney deswegen nicht so, sie sollten sich lieber auf Eigenproduktionen konzentrieren und nicht alte Märchen neu aufsetzen). Den Wolf, und die "dunklen" Seiten dürfen nie, nie weggelassen werden. Die Märchen sollten erzählt und nicht gezeigt werden, damit das Kind und die Erwachsenen, eigene Bilder entwickeln und benutzen können. Es ist der be(ver)urteilende Verstand der Erwachsenen, der dem Kind Ängste vorenthalten will, z.B. dadurch, dass Angst machende Inhalte wegelassen werden, und so den Fähigkeiten des Kindes nicht gerecht werden, weil man dem Kind die Möglichkeit nimmt, damit fertig zu werden, zu lernen, dass Ängste überwindbar sind. Das Leben also zu meistern ist.
Dies nur die eine, zeitlose Seite.
Anders sind Märchen auch Überlieferungen, mit uralten kulturellen Inhalten. Märchen weisen viel auf den Verhaltenskodex einer bestimmten Region, Ethnie, oder universeller Art hin. Beim Lesen einiger ist es, als würde man in der Geschichte oder der Mentalität eines Landes stöbern. Auch die zehn Gebote der Bibel, oder die strengen Regeln im alten Testament, beinhalten wichtige Informationen über soziale Interaktion und Hygiene. Für das Überleben eines Volkes wichtig und notwendig.
Ich Stoppe hier einmal

Dies meine Gedanken zum Thema
Die Märchen, welche als ich noch ein Kind war, mit einer speziellen Faszination auf mich wirkten: Jorinde und Joringel, Brüderchen und Schwesterchen.
Buchempfehlungen:
Jede Art von Märchenbuch, sie sind zu Tausenden vertreten!
Bruno Bettelheim, „Kinder brauchen Märchen“, Bereich Pädagogik
Hans Bemmann, „Stein und Flöte“, ein wunderbares Märchen für Erwachsene