Gut - Böse - und die Liebe
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piraña
Re: Gut - Böse - und die Liebe
jemanden verbrennen würde bedeuten, dass man in meinen augen etwas böses tut. da muss man bloss aufpassen, dass man nicht selbst verbrannt würde, weil man meint, gut zu sein - in wirklichkeit aber noch weit davon entfern ist, vielleicht sogar entfernter, als die, die man verbrennt - oder schon verbrannt hat.
Re: Gut - Böse - und die Liebe
hmm... da habt ihr's echt schwer mit diesen schwarz-weiss religionen bez. kulturen. also in der indianischen geschichte [hab ich in irgendeinem anderen thread schon mal erzählt] sind die beiden brüder, der manitu und der luzifer... und in der chinesischen weltanschauung geht nichts ohne das gegenstück, ohne das gute würde das böse verschwinden. und umgekehrt. alles andere ist eine klassische huhn - ei - frage
erinnert sich hier jemand an die geschichte von franz hohler über den freien tag des herrn x? die beantwortet doch ein paar der hier gestellten fragen. finde sie nur grad nicht im http://www... falls jemand zeit hat sie zu suchen: würde ich auch gerne wiedermal lesen
erinnert sich hier jemand an die geschichte von franz hohler über den freien tag des herrn x? die beantwortet doch ein paar der hier gestellten fragen. finde sie nur grad nicht im http://www... falls jemand zeit hat sie zu suchen: würde ich auch gerne wiedermal lesen
Aschehäufchen freuen sich, wenn man sie für erloschene Vulkane hält [Wieslaw Brudzinski]
- Dr. Acid
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Re: Gut - Böse - und die Liebe
PS: Das Huhn oder das Ei, was war zuerst.
Ich weiss, darüber wurde schon so mancher Gedanke verbrochen, aber wisst ihr was, was am Nahesten der Wahrheit ist: Die Frage ist falsch,
darum liefert sie kein brauchbares Ergebnis! 
Ich weiss, darüber wurde schon so mancher Gedanke verbrochen, aber wisst ihr was, was am Nahesten der Wahrheit ist: Die Frage ist falsch,
- Dr. Acid
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Re: Gut - Böse - und die Liebe
Die Henne und das Ei!
Eine berühmte Frage, "Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei?", meiner Meinung nach nur nicht ganz zu Ende gedacht, denn weder aus einem Ei noch aus einer Henne wäre die heutige Existenz des Wesens Huhn möglich.
Es müssten ja mindestens folgende Voraussetzungen gegeben sein:
Lässt die Frage: "Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei?" nur ein entweder oder zu, und sie somit am Anfang zu stehen scheint, ist sie trotzdem Falsch, denn was bei der Spezies Huhn am Anfang war, lässt vier Möglichkeiten offen:
Was war zuerst da?
Zwei befruchtete Eier (von wem oder was?) aus denen dann zufällig dann auch noch gerade eine Henne und ein Hahn daraus entsprungen sind, ansonsten wäre ja die Möglichkeit der Fortpflanzung ja gar nicht gegeben.
Eine Henne und ein befruchtetes Ei (von wem oder was?) , aus welchem dann gerade zufällig ein Hahn geworden ist, ansonsten wäre ja die Möglichkeit der Fortpflanzung ja gar nicht gegeben.
Ein Hahn und ein befruchtetes Ei (von wem oder was?) , aus welchem dann gerade zufällig eine Henne geworden ist, ansonsten wäre ja die Möglichkeit der Fortpflanzung ja gar nicht gegeben.
Zwei Hühner, die zufällig auch noch gerade ein Weibchen und ein Männchen waren, ansonsten wäre ja die Möglichkeit der Fortpflanzung ja gar nicht gegeben.
Diese Frage ist meiner Meinung nach unmöglich auf "Die Henne oder das Ei?" zu reduzieren, da es unbedingt zwei Wesen gewesen sein müssen, denn wie hätten sie sich denn sonst fortpflanzen können?!
Bei der Frage: "Die Henne oder das Ei?" Ist meiner Meinung nach die Henne allein völlig auszuschliessen, eine einzige Henne die einfach Eier legt, die dann auch für immer welche bleiben werden!
Da die Henne ausscheidet, ist die bis jetzt noch mögliche Frage: "Die oder das Ei?" oder genauer: "Die Eier oder das Ei?" (damit’s sprachlich auch richtig ist, und "Die" ja eine Mehrzahl bezeichnet.)
Das Ei selbst scheint schon eine mögliche Lösung zu sein, aber nur bis man bemerkt das daraus eine Henne oder ein Hahn wird,
die im Falle einer Henne, zu einer einzigen Henne würde, die einfach Eier legt, die dann auch für immer welche bleiben werden da sie nicht befruchtet werden, und im Falle eines einzigen Hahns die Kette schon zu ende ist, da der Hahn ja keine Eier legt, und somit gar nichts zu befruchten hat!
Bis jetzt noch mögliche Frage: "Die oder das?" oder genauer: "Die Eier oder das?"
Dass "das" scheint auch auszuscheiden, da wir gerade erst bemerkt haben das aus nur einem Ei nur ein Huhn oder Hahn, aber nicht die Spezies Huhn entstehen kann.
Bis jetzt noch mögliche Frage: "Die oder?" oder genauer: "Die Eier oder?"
Das "oder" scheint hier auch nicht mehr berechtigt zu sein, da es keine andere Möglichkeit mehr gibt.
Die bis jetzt noch mögliche Frage: "Die?" oder genauer: "Die Eier?"
"Die Eier?", logisch, wenn ich die Sprache benützen würde um zu determinieren, so wäre die Mögliche Antwort ganz einfach nur: "die Eier!", natürlich wäre immer noch dem Zufall überlassen ob er daraus je ein geschlechtlich andersartiges entstehen lassen würde.
Da bei der Entstehung aller Lebewesen zumindest Zwei und je ein geschlechtlich anderes am Anfang gewesen sein müsste, und ich mir bewusst bin das es Millionen von verschiedenen Arten von Lebewesen gibt, so wird mir bewusst das der Zufall überall und bei jeder einzelnen Spezies wo das Leben entstanden ist, anwesend war. Da es wie gesagt Millionen davon sind, scheint mir der Zufall überaus eifrig und ja gerade fast allgegenwärtig zu sein! Die Menge des Lebens, das in seiner jeden speziell verschiedenen Art entstanden ist, scheint mir jedenfalls ein zufälliges entstehen nicht zu bestätigen.
Nun, da die logische Antwort auf die Frage: "Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei?" , "Die Eier" zu sein scheint, kann die Frage "Die Henne oder das Ei?" gar nicht richtig sein.
Also was war denn jetzt zuerst da? Zwei Eier oder eine Henne und ein Hahn, oder eine Henne und ein Ei, oder ein Hahn und ein Ei?
Es scheint das gerade um allein die Entstehung dieser nur einen Spezies zu ermöglichen, sich fast unmöglich viele Zufälle an einem bestimmten Zeitpunkt und einem bestimmten Ort im Raum- Zeitgefüge getroffen haben, die Frage ob denn so etwas noch zufällig sein kann offenbart meinen Glauben, nun ich denke schon das es zufällig zugefallen sein könnte, aber nur wenn der Zufall es so wollte! Und wenn der Zufall dann schon wollte, wenn dem Zufallen ein Wille inhärent ist, wie kann es dann noch unbedeutender Zufall sein?
Mein Verständnis über den Zufall
Wortspielereien:
„Der Zufall wollte es so!“ Eigentlich ein äusserst interessanter Satz an sich, denn „der Zufall“ der eigentlich nicht ist, und dann „will“ der auch noch was, also in meinem Denken geht da etwas nicht auf, denn Wenn der Zufall, der durch kein Ziel und Plan definiert ist, der keine Tätigkeit tut, ausser das er nicht tut oder beeinflusst, schon ist, dann wie alles in der Welt kann dann der noch wollen wenn es kein Wesen ist?
Ist nicht der Wille an Sich schon eine Absicht an die Möglichkeit eines Ziels?
Also Heeeeeh, Denkender, (Rüttel, rüttel, rüttel), der Zufall hat tatsächlich schon ein Ziel, verändert oder will etwas?
Dann wäre es ja kein Zufall mehr!
Entweder ist unsere Sprache ein unvollständiges Werkzeug oder gar falsch?
Denn schon allein „der Zufall“ scheint etwas zu bezeichnen.
Den Zufall gibt es nicht, denn alles ist in einer Abhängigkeit zu einem Anderen, Jeder und Jedes beeinflusst alles wo er oder es bewegt, und alles bewegte beeinflusst jeden und jedes Andere.
„Haaaaaallo Zufall“, wo ist dein Platz in einer Welt in der ich, Du, Jeder und jedes Wesen bewegen kann und somit Andere und anderes beeinflusst?
Nicht möglich das Du Zufall zufällig existierst!
: )
Eine berühmte Frage, "Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei?", meiner Meinung nach nur nicht ganz zu Ende gedacht, denn weder aus einem Ei noch aus einer Henne wäre die heutige Existenz des Wesens Huhn möglich.
Es müssten ja mindestens folgende Voraussetzungen gegeben sein:
Lässt die Frage: "Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei?" nur ein entweder oder zu, und sie somit am Anfang zu stehen scheint, ist sie trotzdem Falsch, denn was bei der Spezies Huhn am Anfang war, lässt vier Möglichkeiten offen:
Was war zuerst da?
Zwei befruchtete Eier (von wem oder was?) aus denen dann zufällig dann auch noch gerade eine Henne und ein Hahn daraus entsprungen sind, ansonsten wäre ja die Möglichkeit der Fortpflanzung ja gar nicht gegeben.
Eine Henne und ein befruchtetes Ei (von wem oder was?) , aus welchem dann gerade zufällig ein Hahn geworden ist, ansonsten wäre ja die Möglichkeit der Fortpflanzung ja gar nicht gegeben.
Ein Hahn und ein befruchtetes Ei (von wem oder was?) , aus welchem dann gerade zufällig eine Henne geworden ist, ansonsten wäre ja die Möglichkeit der Fortpflanzung ja gar nicht gegeben.
Zwei Hühner, die zufällig auch noch gerade ein Weibchen und ein Männchen waren, ansonsten wäre ja die Möglichkeit der Fortpflanzung ja gar nicht gegeben.
Diese Frage ist meiner Meinung nach unmöglich auf "Die Henne oder das Ei?" zu reduzieren, da es unbedingt zwei Wesen gewesen sein müssen, denn wie hätten sie sich denn sonst fortpflanzen können?!
Bei der Frage: "Die Henne oder das Ei?" Ist meiner Meinung nach die Henne allein völlig auszuschliessen, eine einzige Henne die einfach Eier legt, die dann auch für immer welche bleiben werden!
Da die Henne ausscheidet, ist die bis jetzt noch mögliche Frage: "Die oder das Ei?" oder genauer: "Die Eier oder das Ei?" (damit’s sprachlich auch richtig ist, und "Die" ja eine Mehrzahl bezeichnet.)
Das Ei selbst scheint schon eine mögliche Lösung zu sein, aber nur bis man bemerkt das daraus eine Henne oder ein Hahn wird,
die im Falle einer Henne, zu einer einzigen Henne würde, die einfach Eier legt, die dann auch für immer welche bleiben werden da sie nicht befruchtet werden, und im Falle eines einzigen Hahns die Kette schon zu ende ist, da der Hahn ja keine Eier legt, und somit gar nichts zu befruchten hat!
Bis jetzt noch mögliche Frage: "Die oder das?" oder genauer: "Die Eier oder das?"
Dass "das" scheint auch auszuscheiden, da wir gerade erst bemerkt haben das aus nur einem Ei nur ein Huhn oder Hahn, aber nicht die Spezies Huhn entstehen kann.
Bis jetzt noch mögliche Frage: "Die oder?" oder genauer: "Die Eier oder?"
Das "oder" scheint hier auch nicht mehr berechtigt zu sein, da es keine andere Möglichkeit mehr gibt.
Die bis jetzt noch mögliche Frage: "Die?" oder genauer: "Die Eier?"
"Die Eier?", logisch, wenn ich die Sprache benützen würde um zu determinieren, so wäre die Mögliche Antwort ganz einfach nur: "die Eier!", natürlich wäre immer noch dem Zufall überlassen ob er daraus je ein geschlechtlich andersartiges entstehen lassen würde.
Da bei der Entstehung aller Lebewesen zumindest Zwei und je ein geschlechtlich anderes am Anfang gewesen sein müsste, und ich mir bewusst bin das es Millionen von verschiedenen Arten von Lebewesen gibt, so wird mir bewusst das der Zufall überall und bei jeder einzelnen Spezies wo das Leben entstanden ist, anwesend war. Da es wie gesagt Millionen davon sind, scheint mir der Zufall überaus eifrig und ja gerade fast allgegenwärtig zu sein! Die Menge des Lebens, das in seiner jeden speziell verschiedenen Art entstanden ist, scheint mir jedenfalls ein zufälliges entstehen nicht zu bestätigen.
Nun, da die logische Antwort auf die Frage: "Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei?" , "Die Eier" zu sein scheint, kann die Frage "Die Henne oder das Ei?" gar nicht richtig sein.
Also was war denn jetzt zuerst da? Zwei Eier oder eine Henne und ein Hahn, oder eine Henne und ein Ei, oder ein Hahn und ein Ei?
Es scheint das gerade um allein die Entstehung dieser nur einen Spezies zu ermöglichen, sich fast unmöglich viele Zufälle an einem bestimmten Zeitpunkt und einem bestimmten Ort im Raum- Zeitgefüge getroffen haben, die Frage ob denn so etwas noch zufällig sein kann offenbart meinen Glauben, nun ich denke schon das es zufällig zugefallen sein könnte, aber nur wenn der Zufall es so wollte! Und wenn der Zufall dann schon wollte, wenn dem Zufallen ein Wille inhärent ist, wie kann es dann noch unbedeutender Zufall sein?
Mein Verständnis über den Zufall
Wortspielereien:
„Der Zufall wollte es so!“ Eigentlich ein äusserst interessanter Satz an sich, denn „der Zufall“ der eigentlich nicht ist, und dann „will“ der auch noch was, also in meinem Denken geht da etwas nicht auf, denn Wenn der Zufall, der durch kein Ziel und Plan definiert ist, der keine Tätigkeit tut, ausser das er nicht tut oder beeinflusst, schon ist, dann wie alles in der Welt kann dann der noch wollen wenn es kein Wesen ist?
Ist nicht der Wille an Sich schon eine Absicht an die Möglichkeit eines Ziels?
Also Heeeeeh, Denkender, (Rüttel, rüttel, rüttel), der Zufall hat tatsächlich schon ein Ziel, verändert oder will etwas?
Dann wäre es ja kein Zufall mehr!
Entweder ist unsere Sprache ein unvollständiges Werkzeug oder gar falsch?
Denn schon allein „der Zufall“ scheint etwas zu bezeichnen.
Den Zufall gibt es nicht, denn alles ist in einer Abhängigkeit zu einem Anderen, Jeder und Jedes beeinflusst alles wo er oder es bewegt, und alles bewegte beeinflusst jeden und jedes Andere.
„Haaaaaallo Zufall“, wo ist dein Platz in einer Welt in der ich, Du, Jeder und jedes Wesen bewegen kann und somit Andere und anderes beeinflusst?
Nicht möglich das Du Zufall zufällig existierst!
: )
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The Dude
Re: Gut - Böse - und die Liebe
also ich finde hier auf diesen 10 seiten wesentlich mehr antworten, als fragen.die beantwortet doch ein paar der hier gestellten fragen.
einige stunden guter lesestoff um antworten zu finden
zum zufall:
unsere sprache kann schon brauchbar sein, wenn man sie analysiert, wie du ja schön demonstriert hast, dr.
Zu-Fall ist etwas das einem (oder auch etwas anderem) zu fällt. und alle zu-fälle - oft könnte man auch zeichen sagen - haben eine absicht, einen willen und damit einen höheren sinn dahinter, auch wenn dieser auf den ersten (manchmal auch den 1000.) blick nicht ersichtlich ist.
Liebe und Licht
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piraña
Re: Gut - Böse - und die Liebe
die frage vom huhn und dem ei ist nicht mit dem huhn und dem ei schlüssig beantwortbar. man muss weiter zurückreisen, und zwar viiiiel weiter. mann muss das system verlassen, um es fassbar zu erklären. dazu muss mann an den ursprung dessen zurück, was nicht über die fragen führt: was war vor dem huhn und dem ei? vögel gehören im allgemeinen zu den nachfahren der dinosaurier, und vor den dinosauriern waren die fische, und die legten meist auch eier, und noch viel früher waren da die unidentifizierten, schwimmenden lebewesen, und selbst die können die frage nicht beantworten, weil seither so vieles passiert ist, das verschiedene entwicklungen zuliess, ja, sogar unabdingbar machte. die tiere hatten und haben ihre glanzphasen, bevor sie eines tages ganz vom bildschirm oder der erdoberfläche verschwinden, doch noch nie gab es ein tier, das sich in so kurzer zeit so ungewöhnlich entwickelt hatte, wie der mensch. zum glück, denn sonst würde ich mir vielleicht in diesem moment den a... abfrieren, weil das brennholz in der höhle ausgeht. es brauchte jahrmillionen, damit aus einem geflügel ein anderes geflügel wird. und dies kann mann nicht wirklich selbst in ein paar stunden beantworten. zudem kenne ich durchaus hühner, die trotz aller anstrengung niemals, ich betone: niemals ein ei legen werden, ganz egal, wie oft sie sich an solchen anstossen
guten morgen - übrigens...und einen wundervollen tag!
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Capablanca
Re: Gut - Böse - und die Liebe
Genau das sollte im Idealfall nicht passieren (für mich ist das ein Indiz für die Pseudo-Liebe). Ich weiß, wir neigen dazu. Aber eigentlich sind wir doch selbst schuld, wenn wir unser Selbstwertgefühl von einer einzige Person abhängig machen.Fallen Angel 2 hat geschrieben:was das problem der untreue ist: dass dadurch dem partner das gefühl gegeben wird, nichts wert zu sein.
Ich meine, der Schmerz bei Untreue oder plötzlicher Nicht-Liebe ist zwar irgendwo natürlich. Aber dabei sein Selbstwertgefühl zu verlieren ist unnötig und eigentlich total dumm. Diese Dummheit wird aber schon dadurch in Gang gesetzt, indem man sein Selbstwertgefühl bei Liebe erhöht, was nur zeigt, dass es zuvor Dinge an einem gab, an die man nicht so recht glaubte. Es zeigt, dass der Glaube an sich selbst nicht aufrichtig genug war, dass man an seinen Fähigkeiten zweifelte und erst durch eine andere Person diese Zweifel beseitigen konnte, selber aber dafür nicht in der Lage war. Liebe verändert nicht einen Menschen grundlegend, so dass er sein Selbstwertgefühl anders wahrnehmen müsste, sie verändert lediglich die Relation zu einem einzigen anderen Menschen.
Eigentlich sollte das Selbstwertgefühl zum einen primär aus einem selbst kommen und zum anderen aus der Relation zur gesamten Umwelt, d.h. aus der Wechselbeziehung zu allem Lebenden, was einen umgibt. Jedoch sollte es niemals in die Hände einer einzigen Person fallen.
Bloß, da Liebe auch blind und dümmlich macht, misst man dem geliebten Menschen einen viel höheren subjektiven Wert bei als dem Rest des Universums. Dadurch hat plötzlich die Aussage dieses einzelnen Menschen mehr Gewicht als alles andere. Auch das ist jedoch nur ein Indiz für eine Pseudo-Liebe, eine Liebe des Brauchens, des Besitzergreifens. Wahre Liebe lügt dagegen nicht. Deshalb wird bei so einer Liebe der/die Geliebte immer nur ein Mensch mit all seinen Schwächen bleiben.
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Fallen Angel 2
Re: Gut - Böse - und die Liebe
Wer definiert denn was Echt ist?
Wer definiert was Pseudo ist?
Ist die Liebe weniger echt, nur weil einer oder beide einander brauchen.
Vielleicht sogar soweit, dass sie voneinander abhängig sind?
Viele in diesem Forum gehen davon aus, dass dies Negativ ist. Vermutlich aus der Erfahrung heraus, von einer Trennung, die dazu führte, dass Schmerz empfunden werden musste, Leid.
Ich behaupte einfach mal, dass dieses Abwenden des Schmerzes zu ganz ulkigen Verhaltens- und Denkmustern führt. Prophylaxe ist das Stichwort. Um ja nicht wieder jemals verletzt zu werden, muss man also vorher herausfinden was denn nun wahre Liebe und echte Liebe, bloss keine Pseudoliebe sei.
Dann bemüht man sich diverser Wertetabellen, die entweder von toten Griechen, oder von lebenden Gurus aufgestellt wurden, und misst und wertet sowohl sich selbst, als auch eventuelle Partner in Spe.
Was bringt das? Der Liebe (behaupte ich jetzt auch einfach mal so), kann mit solchen Spielchen und Selbstbetrug nichts anfangen.
Liebe ist.
Mit jemandem anderen zusammen.
Oder sie ist nicht.
Wer sich erst absichern muss, und dazu herausfinden will was Wahre Liebe ist, dem geht es wie dem Philosophen, der erstmal herausfinden möchte, ob die Realität wirklich existiert, bevor er sich einfach mal zum Angeln hinsetzt einen Fisch fängt, ihn isst, und so gesättigt, überhaupt erst fähig ist, zu denken.
Die Liebe kann nur existieren, nur sein, wenn zwei sich aufeinander einlassen. Menage a Trois wem's beliebt. Aber was es braucht, ist der Wille, der Mut und die Torheit, sich auf diese völlig unsichere, unlogische, und in den meisten Fällen nicht "korrekte" Sache einzulassen. Dieses Gefühl auszuleben, zu zeigen, zu umarmen, zu küssen, miteinander zu gehen, und im siebten Himmel schweben.
Einfach so.
Weil man es wagt.
Wer definiert was Pseudo ist?
Ist die Liebe weniger echt, nur weil einer oder beide einander brauchen.
Vielleicht sogar soweit, dass sie voneinander abhängig sind?
Viele in diesem Forum gehen davon aus, dass dies Negativ ist. Vermutlich aus der Erfahrung heraus, von einer Trennung, die dazu führte, dass Schmerz empfunden werden musste, Leid.
Ich behaupte einfach mal, dass dieses Abwenden des Schmerzes zu ganz ulkigen Verhaltens- und Denkmustern führt. Prophylaxe ist das Stichwort. Um ja nicht wieder jemals verletzt zu werden, muss man also vorher herausfinden was denn nun wahre Liebe und echte Liebe, bloss keine Pseudoliebe sei.
Dann bemüht man sich diverser Wertetabellen, die entweder von toten Griechen, oder von lebenden Gurus aufgestellt wurden, und misst und wertet sowohl sich selbst, als auch eventuelle Partner in Spe.
Was bringt das? Der Liebe (behaupte ich jetzt auch einfach mal so), kann mit solchen Spielchen und Selbstbetrug nichts anfangen.
Liebe ist.
Mit jemandem anderen zusammen.
Oder sie ist nicht.
Wer sich erst absichern muss, und dazu herausfinden will was Wahre Liebe ist, dem geht es wie dem Philosophen, der erstmal herausfinden möchte, ob die Realität wirklich existiert, bevor er sich einfach mal zum Angeln hinsetzt einen Fisch fängt, ihn isst, und so gesättigt, überhaupt erst fähig ist, zu denken.
Die Liebe kann nur existieren, nur sein, wenn zwei sich aufeinander einlassen. Menage a Trois wem's beliebt. Aber was es braucht, ist der Wille, der Mut und die Torheit, sich auf diese völlig unsichere, unlogische, und in den meisten Fällen nicht "korrekte" Sache einzulassen. Dieses Gefühl auszuleben, zu zeigen, zu umarmen, zu küssen, miteinander zu gehen, und im siebten Himmel schweben.
Einfach so.
Weil man es wagt.
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piraña
Re: Gut - Böse - und die Liebe
1. was mached die, wo beides glichzitig sindFallen Angel 2 hat geschrieben: Wer sich erst absichern muss, und dazu herausfinden will was Wahre Liebe ist, dem geht es wie dem Philosophen, der erstmal herausfinden möchte, ob die Realität wirklich existiert, bevor er sich einfach mal zum Angeln hinsetzt einen Fisch fängt, ihn isst, und so gesättigt, überhaupt erst fähig ist, zu denken.
2. han durchus mal ähnlichi asichte gha
3. wärsch e frau, hätti di scho lang vernascht
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Capablanca
Re: Gut - Böse - und die Liebe
Eine Mutter lässt ihr Kind auch irgendwann mal "gehen". Ihre Liebe bleibt aber davon unberührt.
Nur mal um an einem einfachen Beispiel zu verdeutlichen, was Liebe ist. Nicht geknüpft an den Besitz bzw. unmittelbaren Kontakt.
Wir müssen ja diese weniger echte Liebe nicht unbedingt als weniger echt bezeichnen, aber mir fällt grad kein passenderes Wort dafür ein
Vielleicht sollte man einfach unterscheiden zwischen einer Liebe, die von jeglichem Eigensinn unabhängig ist, und der Liebe, die auf die von dir erwähnte Abhängigkeit beruht.
Ich kann einfach Liebe mit dem Haben-Wollen bzw. mit der gegenseitigen Abhängigkeit in Bezug auf das Selbstwertgefühl schwer vereinen. Dass aber viele so leben dürfte ja unumstritten sein.
Nur mal um an einem einfachen Beispiel zu verdeutlichen, was Liebe ist. Nicht geknüpft an den Besitz bzw. unmittelbaren Kontakt.
Wir müssen ja diese weniger echte Liebe nicht unbedingt als weniger echt bezeichnen, aber mir fällt grad kein passenderes Wort dafür ein
Vielleicht sollte man einfach unterscheiden zwischen einer Liebe, die von jeglichem Eigensinn unabhängig ist, und der Liebe, die auf die von dir erwähnte Abhängigkeit beruht.
Ich kann einfach Liebe mit dem Haben-Wollen bzw. mit der gegenseitigen Abhängigkeit in Bezug auf das Selbstwertgefühl schwer vereinen. Dass aber viele so leben dürfte ja unumstritten sein.
Re: Gut - Böse - und die Liebe
@Angel
Genieße Sie, du hast hier schließlich schon lange genug „nur“ darüber philosophiert.
Wir sind doch nur ein bisschen Neidisch
Genieße Sie, du hast hier schließlich schon lange genug „nur“ darüber philosophiert.
Wir sind doch nur ein bisschen Neidisch
http://www.vimeo.com/elfilmias
http://www.youtube.com/elfilmias
Wage du, zu irren und zu träumen! Hoher Sinn liegt oft in kind'schem Spiel.
(Schiller)
http://www.youtube.com/elfilmias
Wage du, zu irren und zu träumen! Hoher Sinn liegt oft in kind'schem Spiel.
(Schiller)
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Fallen Angel 2
Re: Gut - Böse - und die Liebe
wisst ihr ich erzähl aus meinem leben es könnt spannenderes geben, doch die story geht ungefähr so, dass ich vor nicht mal 6 Jahren - zumindest dem Gefühl nach - die Möglichkeit gehabt hätte, mein Gejammer zu beenden, und es zu ...probieren. Irgendwie dachte ich aber, "nein, Liebe fühlt sich anders an" - verglichen mit dem Gefühl des Schmachtens und des Begehrens, der Sehnsucht nach diversen Frauen, die ich an Partys traf, war das auch so. War jedoch diese Sehnsucht, diese Schmetterlinge im Bauch wirklich echter, nur weil es zehrender war, als das Strahlen in den Augen dieser einen?
Wohl eher nicht.
Ah, ja gut, hier stimm ich Capa sogar vollumfänglich zu: diese Sehnsucht, nach den vielen, die war extrem intensiv, aber irgendwie auch ziemlich hohl. Und bekloppt.
Nicht fähig zu sehen, wer in Frage gekomme wäre, sondern nur die zu wollen die ich nicht haben konnte (weil ich in deren Gegenwart ausser "...äh..." nicht viel Schlaues sagen konnte), das war mein Leben. Die Liebe meines Lebens. Der Thread ist sogar länger als dieser hier
Und da gab es aber ZWEI Frauen, meine Ex und meine Freundin, die sagen wir mal, nicht locker liessen. Mich sosehr liebten, dass ich mich für zweimal im Leben nicht hinter der Fassade des armen ungeliebten, unfähig zur Liebe Seienden verstecken konnte. Sie gaben mir den Mut, sie zu lieben und mit ihnen zusammen zu sein.
Das mit meiner Ex scheiterte in erster Linie daran, dass ich das Wollen nicht abgelegt hatte.
Das mit meiner Freundin ebenfalls.
Nur... wir haben uns wiedergefunden. Ich habe zu UNS zurück gefunden.
Es zu erhalten bedingt etwas. Dass ich nicht fremdgehe. Und ja, ich brauche sie - sie braucht mich. Weil wir einander etwas geben können, das über die Liebe einer Mutter hinausgeht. Weil die Liebe einer Mutter instinktiv ist, nicht wegen dem was wir geworden sind, sondern einfach so, weil wir der Sohn sind. Aber eine Freundin, die liebt mich, weil ich der Mensch bin, der ich in den letzten 29 Jahren wurde. Auch durch und dank "Der Liebe meines Lebens" also meiner Story.
Siehst Du diese Tasche? Die ich mit mir trage? da ist meine Geschichte und mein ganzes Leben drin. Du kannst sie mir wegnehmen und sie verbrennen, denn sie ist voller Erinnerungen, die ich nicht mehr haben muss.
Wenn ich es zulasse.
Dann kommen die Fragen, wie zum Beispiel "was wäre gewesen wenn" oder "was wäre wenn die da drüben mit dem Wollpulli an" und ähnliches. Ich weiss nicht woher diese Fragen kommen, wenn ich christlich-religiös wäre, würde ich sagen diese Fragen kommen vom Teufel persönlich, aber da ich das nicht bin, ist es wohl eher so, dass es das ist, was uns diese verfickte Gesellschaft (tschuldigung) zeitlebens lehrt: mehr mehr besser besser, grösser, perfekter, echter, wahrer, BLAH - forget it.
Diese Fragen sind die Versuchung. Und ob Du jetz religiös bist oder nicht ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, der Versuchung zu widerstehen. Der Versuchung Leid zu produzieren, in Form einer Trennung nur um einer Frage nachzugehen. Das Leben bietet antworten. Und natürlich wäre es so, dass wenn ich es wirklich drauf ankommen liesse, dass ich dann die mit dem Wollpulli ins Bett bekäme. Und vielleicht auch eine Beziehung haben. Und was wäre dann gewonnen? Nichts, denn die Fragen kämen wieder. Und wieder und wieder. Bis ich 50 werde und hunderte von Frauen hatte, und keine Freundin. Und wofür? Um einer Frage nachzugehen, die keine Liebe kennt, sondern nur Schmerz und Verdammnis. Die höchstpersönliche eigens erschaffene Hölle auf Erden. Eine Frage, die nichts weiter ist, als eine Versuchung.
Das Böse fängt dort an, wo man beginnt, das in Frage zu stellen, was man hat. Das Gute bedingt, dass man der Versuchung widersteht. Die Liebe existiert - wenn man sie lebt.
So seh ich das. Wie seht ihrs?
Wohl eher nicht.
Ah, ja gut, hier stimm ich Capa sogar vollumfänglich zu: diese Sehnsucht, nach den vielen, die war extrem intensiv, aber irgendwie auch ziemlich hohl. Und bekloppt.
Nicht fähig zu sehen, wer in Frage gekomme wäre, sondern nur die zu wollen die ich nicht haben konnte (weil ich in deren Gegenwart ausser "...äh..." nicht viel Schlaues sagen konnte), das war mein Leben. Die Liebe meines Lebens. Der Thread ist sogar länger als dieser hier
Und da gab es aber ZWEI Frauen, meine Ex und meine Freundin, die sagen wir mal, nicht locker liessen. Mich sosehr liebten, dass ich mich für zweimal im Leben nicht hinter der Fassade des armen ungeliebten, unfähig zur Liebe Seienden verstecken konnte. Sie gaben mir den Mut, sie zu lieben und mit ihnen zusammen zu sein.
Das mit meiner Ex scheiterte in erster Linie daran, dass ich das Wollen nicht abgelegt hatte.
Das mit meiner Freundin ebenfalls.
Nur... wir haben uns wiedergefunden. Ich habe zu UNS zurück gefunden.
Es zu erhalten bedingt etwas. Dass ich nicht fremdgehe. Und ja, ich brauche sie - sie braucht mich. Weil wir einander etwas geben können, das über die Liebe einer Mutter hinausgeht. Weil die Liebe einer Mutter instinktiv ist, nicht wegen dem was wir geworden sind, sondern einfach so, weil wir der Sohn sind. Aber eine Freundin, die liebt mich, weil ich der Mensch bin, der ich in den letzten 29 Jahren wurde. Auch durch und dank "Der Liebe meines Lebens" also meiner Story.
Siehst Du diese Tasche? Die ich mit mir trage? da ist meine Geschichte und mein ganzes Leben drin. Du kannst sie mir wegnehmen und sie verbrennen, denn sie ist voller Erinnerungen, die ich nicht mehr haben muss.
Wenn ich es zulasse.
Dann kommen die Fragen, wie zum Beispiel "was wäre gewesen wenn" oder "was wäre wenn die da drüben mit dem Wollpulli an" und ähnliches. Ich weiss nicht woher diese Fragen kommen, wenn ich christlich-religiös wäre, würde ich sagen diese Fragen kommen vom Teufel persönlich, aber da ich das nicht bin, ist es wohl eher so, dass es das ist, was uns diese verfickte Gesellschaft (tschuldigung) zeitlebens lehrt: mehr mehr besser besser, grösser, perfekter, echter, wahrer, BLAH - forget it.
Diese Fragen sind die Versuchung. Und ob Du jetz religiös bist oder nicht ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, der Versuchung zu widerstehen. Der Versuchung Leid zu produzieren, in Form einer Trennung nur um einer Frage nachzugehen. Das Leben bietet antworten. Und natürlich wäre es so, dass wenn ich es wirklich drauf ankommen liesse, dass ich dann die mit dem Wollpulli ins Bett bekäme. Und vielleicht auch eine Beziehung haben. Und was wäre dann gewonnen? Nichts, denn die Fragen kämen wieder. Und wieder und wieder. Bis ich 50 werde und hunderte von Frauen hatte, und keine Freundin. Und wofür? Um einer Frage nachzugehen, die keine Liebe kennt, sondern nur Schmerz und Verdammnis. Die höchstpersönliche eigens erschaffene Hölle auf Erden. Eine Frage, die nichts weiter ist, als eine Versuchung.
Das Böse fängt dort an, wo man beginnt, das in Frage zu stellen, was man hat. Das Gute bedingt, dass man der Versuchung widersteht. Die Liebe existiert - wenn man sie lebt.
So seh ich das. Wie seht ihrs?
- Dr. Acid
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Re: Gut - Böse - und die Liebe
Ja also ich seh das schon auch irgenwie so. Ich würde es jetzt nicht gerade "Das Böse" nennen. Also wenn ich in einer Beziehung wäre, (was ich nicht bin), einer Person begegnen würde, welche etwas in mir weckt, was ich noch nicht kenne, dann würde ich schauen, ob das meine Partnerin nicht auch leben könnte. Ich könnte es ja z.B. von der "neuen" Person aufnehemen, in meine Partenrin projizieren und mal schauen wie diese darauf reagiert. Wenn sie dann negativ darauf reagiert, wenn Sie das nicht kann, dann müsste ich mich wohl oder übel mit mir selber auseinander setzen, ob ich das in meinem Leben wirklich brauche.Fallen Angel 2 hat geschrieben:Das Böse fängt dort an, wo man beginnt, das in Frage zu stellen, was man hat. Das Gute bedingt, dass man der Versuchung widersteht. Die Liebe existiert - wenn man sie lebt.
So seh ich das. Wie seht ihrs?
Ich mein man glaubt an einen Sinn des Lebens, vielleicht sogar an Wiedergeburt und trotzdem handelt man so, als ob man sich die Erlebnisse im Leben richtiggehend erhaschen müsse.Man handelt irgendwie gar nicht so, als ob man das, was man hat, respektvoll geniessen will. Ich mein dieses Problem hab ich nicht, weil ich eine treue Seele bin und ich auch weiss, dass jeder "neue Mensch" mir maximal nur Liebe schenken kann. Dann habe ich doch kein Bedürfnis in einer anderen Person nach Liebe zu suchen wenn ich schon mit jemandem zusammen bin, der sie mir schenkt. Wenn ich das machen würde, dann müsste ich mir selbst eingestehen, dass es mir gar nicht um die Liebe geht, sondern um etwas anderes.
Was man will, das hat man nicht und was man hat, das will man nicht! Diese Eigenschaft habe ich zum guten Glück nicht, sie verursacht wirklich Trennung und Schmerz.
Vielleicht kennt man sich selbst noch nicht gut genug, als dass man wüsste, was man wirklich will und sich darum immer Menschen sucht, die doch nicht wirklich zu einem passen, dann muss man diese auf dieser Suche zwangsläufig immer wieder verlassen, weil man das Gefühl hat etwas zu finden, was besser passt. Die Grösse allein zu sein hat man auch nicht, sondern man missbraucht quasi alle anderen, die einem zeigen, dass sie es nicht sind, nur weil man selbst nicht weiss, was man wirklich will.
Und was ist der Unterschied von Liebe und Attraktion?
Es gibt halt viele schöne und bewegende Existenzen in dieser Schöpfung, das ist auch mit Frauen so, aber mein Leben ist einfach zu kurz, um alle, die mir gefallen, probieren zu wollen und zu können. Ich glaube auch, das der Sinn im Leben nicht darin steckt, möglichst viel probieren und erhaschen zu müssen. Das wäre ja auch wieder eine Art von ausgewachsenem Egoismus.
In vielen Dingen fragt es sich auch, ob man wirklich Herr über sich selbst ist, oder ob Freud nicht doch auch recht hatte, dass wir halt auch von Trieben gesteuert sind?
Und wenn man an Selbstbestimmung glaubt, muss man auch Herr über seine Triebe sein. Man bestimmte sich ja sonst gar nicht selbst.
???
??
?
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Fallen Angel 2
Re: Gut - Böse - und die Liebe
wiedereinmal ein sehr guter text von Dir.
es gibt ja die theorie des freien willens.
nach dieser theorie geht es nicht unbedingt darum, dass man einfach alles macht, was man grad will, sonden dass man die wahl hat,
die entscheidung
was aus dem eigenen leben wird.
ob man im himmel oder in der hölle wohnt.
da jeder mensch sein eigenes leben lebt, ist es schwierig, tatsächlich zutreffende anhaltspunkte FÜR ANDERE aufzuschreiben.
jeder kann nur erzählen, wie er es sieht.
und jeder muss das irgendwie erst mal rausfnden.
es gibt menschen, die offene beziehungen führen, oder sogar hin und wieder zu dritt sex haben oder zu viert, und für die stimmt es offenbar.
wobei ich davon ausgehe, dass diese swinger eher die ausnahme, nicht die regel sind.
"das böse" ist immer sehr polarisierend formuliert, aber: böse wirds für mich in jedem fall nur dann, wenn jemand verletzt wird.
und das muss man ja nicht.
klar, everybody hurts sometimes. aber
wenn wir das mit dem freien willen ernst nehmen, so könnten wir uns überlegen, wie wir uns entscheiden, ob wir schmerz zufügen, oder nicht.
und auch versuchen uns selbst bewusst zu werden, ob wir selbst wirklich damit klar kommen, mit den handlungen, die unser leben "kreieren".
ich verstehe das gute und den freien willen so, dass man nicht alles erhascht, sondern das erschafft und bewahrt, was gut ist für zwei (oder je nach präferenz von mir aus auch mehr) leute.
das wir danach streben den triebhaften anteil in uns zugunsten des "göttlichen" anteils in uns zu überwinden, in seine schranken zu verweisen, und dadurch ein menschenwürdiges verhalten an den tag zu legen.
es gibt ja die theorie des freien willens.
nach dieser theorie geht es nicht unbedingt darum, dass man einfach alles macht, was man grad will, sonden dass man die wahl hat,
die entscheidung
was aus dem eigenen leben wird.
ob man im himmel oder in der hölle wohnt.
da jeder mensch sein eigenes leben lebt, ist es schwierig, tatsächlich zutreffende anhaltspunkte FÜR ANDERE aufzuschreiben.
jeder kann nur erzählen, wie er es sieht.
und jeder muss das irgendwie erst mal rausfnden.
es gibt menschen, die offene beziehungen führen, oder sogar hin und wieder zu dritt sex haben oder zu viert, und für die stimmt es offenbar.
wobei ich davon ausgehe, dass diese swinger eher die ausnahme, nicht die regel sind.
"das böse" ist immer sehr polarisierend formuliert, aber: böse wirds für mich in jedem fall nur dann, wenn jemand verletzt wird.
und das muss man ja nicht.
klar, everybody hurts sometimes. aber
wenn wir das mit dem freien willen ernst nehmen, so könnten wir uns überlegen, wie wir uns entscheiden, ob wir schmerz zufügen, oder nicht.
und auch versuchen uns selbst bewusst zu werden, ob wir selbst wirklich damit klar kommen, mit den handlungen, die unser leben "kreieren".
ich verstehe das gute und den freien willen so, dass man nicht alles erhascht, sondern das erschafft und bewahrt, was gut ist für zwei (oder je nach präferenz von mir aus auch mehr) leute.
das wir danach streben den triebhaften anteil in uns zugunsten des "göttlichen" anteils in uns zu überwinden, in seine schranken zu verweisen, und dadurch ein menschenwürdiges verhalten an den tag zu legen.
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Capablanca
Re: Gut - Böse - und die Liebe
Vielleicht wird aber die Liebe schlichtweg überbewertet. Vielleicht gibt es keine Liebe ohne Eigensinn. Zumindest nicht in einer Partnerschaft. Wäre denkbar - ich kenne zumindest keine partnerschaftliche Beziehung, noch habe ich von einer gehört, die nicht auf dem Eigensinn, also auf starker Abhängigkeit beruht.
Eine Anmerkung zu "Böse":
Ich denke, es gibt tatsächlich Menschen, die daran interessiert sind, jemanden seelischen Schmerz zuzufügen. Ich meine zwar persönlich keinen Menschen dieses Schlages zu kennen, aber man hört oder liest davon, und ich hege gegenüber solchen Individuen keinen Groll. Viel mehr habe ich Mitgefühl mit ihnen. Denn sie sind so weit im Leben abgestürzt, dass sie den Schmerz anderer brauchen, um ihr eigenes, schwaches Selbstbewusstsein zu füttern. Welch ein bedauernswertes Schicksal, wenn das eigene Selbstwertgefühl über das Leid anderer bestimmt wird.
Dabei würde ich sexuelle Untreue nicht in diese Kategorie der Schmerzzufügung einordnen. Sexualtrieb gehört neben dem Überlebenstrieb zu den stärksten 2 Trieben überhaupt. Wenn mich jemand rein körperlich anmacht und ich mich (vielleicht in einem schwachen Moment) dieser Anmache hingebe, muss ich meinen Partner deshalb nicht weniger lieben. Eben deshalb, weil ich die Liebe zum Partner nicht auf das sexuelle beschränke, viel mehr beginnt für mich die echte partnerschaftliche Liebe dort, wo der reine Trieb, also Sex, aufhört.
Viele sehen aber Sex als festen Bestandteil der eigentlichen Liebe in einer Partnerschaft. Ich sehe das nur als eine ... naja .. Erweiterung oder Bestätigung, aber nicht als das, was die Substanz der Liebe ausmacht.
Liebe hat für mich nichts mit Trieb zu tun. Liebe bedeutet: ich habe eine Person so weit verstanden und beginne eine tiefe Verbundenheit zu ihren tiefsten charakterlichen Eigenschaften wahrzunehmen. Liebe ist jenseits aller äußeren Form, wenn auch die äußere Form passen muss, dass Partnerschaft funktioniert (eben wegen der Sexualität), ist sie nicht die entscheidende Bedingung.
Wenn man zwischen Trieb - von welchem auch der Eigensinn, das Ego, kommt - und moralischer Liebe differenziert, wird man feststellen, das Liebe nichts weiter als ein Gefühl einer seelischen Verbundenheit ist, die auf gegenseitigem Verständnis, Respekt und Sympathie ihre Grundlage findet. Diese Art der Liebe ist auch von Partnerschaft unabhängig, sondern ganz allgemein zwischen Menschen jeglicher Art möglich.
Nur das ist aber für mich echte Liebe. Um es mal definiert zu haben.
Findet man dann einen Partner, bei dem es so ist, und passt noch der sexuelle/körperliche Aspekt, kann das letztere das Gefühl des ersteren noch radikal verstärken. Diese Verstärkung ist aber nur eine triebbedingte (hier kommt die mächtige Wirkung der Evolution ins Spiel) Illusion und maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir in der Liebe so viel Magie sehen, die eigentlich gar nicht existiert.
Der sexuelle/körperliche/hormonelle/evolutionäre Aspekt kann so mächtig sein, dass er den seelischen Aspekt dermaßen verschleiert, dass man sich einbildet, man würde seinen Partner lieben ... man ihn dabei aber eigentlich nur "will". Jedenfalls nicht liebt im obigen Sinne. Solche Beziehungen enden dann nach ein paar Jahren, wenn die "Magie" des Triebs allmählich ihre Wirkung verliert, wenn also eine Gefühl der Sättigung eingetreten ist.
Um nochmal zur Untreue zu kommen:
Würde ich meinen Partner auf der seelischen Ebene betrügen, wäre ich genau von dem Menschenschlag, den ich oben erwähnt habe. Und warum sollte mein Partner sein Selbstwertgefühl dabei verlieren? Wenn doch ich derjenige bin, der nicht stark genug war, um ehrlich zu sein.
Eine Anmerkung zu "Böse":
Ich denke, es gibt tatsächlich Menschen, die daran interessiert sind, jemanden seelischen Schmerz zuzufügen. Ich meine zwar persönlich keinen Menschen dieses Schlages zu kennen, aber man hört oder liest davon, und ich hege gegenüber solchen Individuen keinen Groll. Viel mehr habe ich Mitgefühl mit ihnen. Denn sie sind so weit im Leben abgestürzt, dass sie den Schmerz anderer brauchen, um ihr eigenes, schwaches Selbstbewusstsein zu füttern. Welch ein bedauernswertes Schicksal, wenn das eigene Selbstwertgefühl über das Leid anderer bestimmt wird.
Dabei würde ich sexuelle Untreue nicht in diese Kategorie der Schmerzzufügung einordnen. Sexualtrieb gehört neben dem Überlebenstrieb zu den stärksten 2 Trieben überhaupt. Wenn mich jemand rein körperlich anmacht und ich mich (vielleicht in einem schwachen Moment) dieser Anmache hingebe, muss ich meinen Partner deshalb nicht weniger lieben. Eben deshalb, weil ich die Liebe zum Partner nicht auf das sexuelle beschränke, viel mehr beginnt für mich die echte partnerschaftliche Liebe dort, wo der reine Trieb, also Sex, aufhört.
Viele sehen aber Sex als festen Bestandteil der eigentlichen Liebe in einer Partnerschaft. Ich sehe das nur als eine ... naja .. Erweiterung oder Bestätigung, aber nicht als das, was die Substanz der Liebe ausmacht.
Liebe hat für mich nichts mit Trieb zu tun. Liebe bedeutet: ich habe eine Person so weit verstanden und beginne eine tiefe Verbundenheit zu ihren tiefsten charakterlichen Eigenschaften wahrzunehmen. Liebe ist jenseits aller äußeren Form, wenn auch die äußere Form passen muss, dass Partnerschaft funktioniert (eben wegen der Sexualität), ist sie nicht die entscheidende Bedingung.
Wenn man zwischen Trieb - von welchem auch der Eigensinn, das Ego, kommt - und moralischer Liebe differenziert, wird man feststellen, das Liebe nichts weiter als ein Gefühl einer seelischen Verbundenheit ist, die auf gegenseitigem Verständnis, Respekt und Sympathie ihre Grundlage findet. Diese Art der Liebe ist auch von Partnerschaft unabhängig, sondern ganz allgemein zwischen Menschen jeglicher Art möglich.
Nur das ist aber für mich echte Liebe. Um es mal definiert zu haben.
Findet man dann einen Partner, bei dem es so ist, und passt noch der sexuelle/körperliche Aspekt, kann das letztere das Gefühl des ersteren noch radikal verstärken. Diese Verstärkung ist aber nur eine triebbedingte (hier kommt die mächtige Wirkung der Evolution ins Spiel) Illusion und maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir in der Liebe so viel Magie sehen, die eigentlich gar nicht existiert.
Der sexuelle/körperliche/hormonelle/evolutionäre Aspekt kann so mächtig sein, dass er den seelischen Aspekt dermaßen verschleiert, dass man sich einbildet, man würde seinen Partner lieben ... man ihn dabei aber eigentlich nur "will". Jedenfalls nicht liebt im obigen Sinne. Solche Beziehungen enden dann nach ein paar Jahren, wenn die "Magie" des Triebs allmählich ihre Wirkung verliert, wenn also eine Gefühl der Sättigung eingetreten ist.
Um nochmal zur Untreue zu kommen:
Würde ich meinen Partner auf der seelischen Ebene betrügen, wäre ich genau von dem Menschenschlag, den ich oben erwähnt habe. Und warum sollte mein Partner sein Selbstwertgefühl dabei verlieren? Wenn doch ich derjenige bin, der nicht stark genug war, um ehrlich zu sein.
