@imox
schön auf den punkt gebracht.
ich möchte noch eine sache hinzufügen:
"psychedelisch" hat finde ich weder was mit
bpm noch mit der
dichte/anzahl der verwendeten geräusche zu tun.
es hat lediglich mit der art und weise, wie diese geräusche erscheinen bzw. aufgenommen werden was zu tun.
das kennzeichen psychdelischer klangelemente und melodien ist, dass sie den geist des zuhörers in zustände versetzen, die auf eine gewisse weise sonderbar, ja undefinierbar sind, dies dann entsprechde gefühle nach sich zieht.
psychedelische musik schafft im kontext von goa-parties die grundlage für psychedelische erfahrungen.
ohne psychedelische musik ist das fundamental-kriterium für eine goa-party nicht erfüllt, und sie kann noch so viel
bunte deko haben, allein dadurch wird sie nicht authentisch.
da aber "psychedelisch" sowohl von der
bpm als auch von der
dichte bzw.
anzahl unabhängig ist, gibt es für goa-parties kein argument oder gegenargument für minimal, dark, full-on oder sonst eine schublade, welches mit psychedelisch zu tun hat. so ein argument kann es nicht geben. die musik muss lediglich tanzbar und psychedelisch sein.
es gibt psychedelischen minimal, der sich sogar sehr gut für goa-partys eignet.
es gibt auch viel unpsychedelischen minimal, der für solche partys weniger geeignet ist (dafür mehr für nicht psychedelische veranstaltungen - was keinerlei wertenden charakter hat), da man dort, der idee nach, eher eine psychedelische musik erwarten würde.
und vieles was man heute unter dem begriff full-on kennt bzw. isra-trance gehört (imo) auch nicht auf solche parties, bestenfalls in diskos.
vieles aus dem darkbereich ist unpsychedelisch, überproduziert und spielt sich nach festen mustern ab.
dasselbe trifft auf jede andere schublade zu.
ich bin grundsätzlich für alle stile offen - auch für full-on -, aber, wenn es um goa-parties geht, und ich glaub um die gehts, sollte die musik psychedelisch sein.
mein geschmack bewegt sich überwiegend um die 132-148 bpm (<-hat nix mit psychedelisch zu tun).
am liebsten mag ich einen psytrance, den man in keine der besagten schubladen stecken kann und der psychedelisch ist ... resp. mich in die besagten zustände des geistes versetzt. nicht zu hart, nicht zu weich, nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. obs dann nacht- oder tagsound ist, ist mir egal ... hängt von der uhrzeit ab.
leider ist die produktion solcher alben in den letzten jahren etwas ins stocken geraten, die musiker sind zu sehr den derivaten (wie full-on als massentaugliches derivat von psy- und goatrance) verfallen ...
aber im großen und ganzen scheint es heute wieder eine tendenz richtung roots zu geben ...
ich bin jedenfalls sehr gespannt, was die zukunft musikalisch bieten wird.
und zu guter letzt:
Imox hat geschrieben:be open and get psychedelic
