Der Produzent CPC aka Vlad Radostavinwar mal wieder nicht untätig und hat am 12.12.07 bei Triplag sein neuestes Werk veröffentlicht.
CPC ist seit der "Uber den Angst" einer meiner absoluten Lieblingsartists. Umso enttäuschter war ich bei Release der "Double Bubble"; einer Meinung nach wurde dort zuviel vom hypnotisch bollernden Grundgerüst abgesägt. Ihr kennt es, dieser subtil blubbernde Beat der einem die Zeit vergessen lässt…
Nach nunmehr über einem Jahr also steht endlich die CPC and Friends - Violence im Regal.
Meine Hände zittern, der Atmen wird rasselnd, Speichel bildet sich im Mund und tritt hervor … Komm zu mir mein Baby …
Die Artists! Oh mein Gott! Acid Goblins! Kulu! Lost Eden! Parasense! Kindzadza! Ich fall um.
Ich hab's im Blut, das wird die russischste Scheibe seit der Soviet Vision 2.
Der Opener "La Revolusion" zeigt direkt wo es lang geht. Bassmaterial des Typs 20hz, Acidgeschraube deluxe bei wohltemperierten 157bpm. Anfänglich noch recht unspektakulär, fräsen sich spätestens die VIVA! VIVA! La Revolution!-Rufe in den Schädel. Kracher.
Der nächste hervorstehende Track ist Nummer 3 in Kombo mit Aya & Noise Gust - Braga. Einer der Tracks bei dem die Decke anfängt blasen zu werden. Hohes gefühltes Tempo trotz weiterhin moderater Bpm.
Die nächsten 2 Tracks decken die Bereiche "schwebend über dem Dancefloor" und "schwebend über dem Dancefloor mit verdrehten Augen und Ganzkörperzuckungen" ab.
Ah. Jetzt was Feines: CPC vs Claw vs Kulu vs Acid Goblins - Narco Tourism. 170 Peitschenhiebe pro Minute auf euren nackten Arsch. Klingt wie Maschinengewehrfeuer. Wir sehn uns dann auf dem Dancefloor…

Der Track Bad Tool hat was sehr oldschool-mäßiges, sowohl vom Standpunkt Psytrance als auch DarkPsy gesehen.
Titel 8 - Hochu - dagegen klingt etwas ausgeleiert. Die Samples hab ich mindestens schon einmal in irgendwelchen Tracks gehört.
Der Messias kommt dafür auf einem schwarzen Ros daher geritten und nennt sich Kindzadza. Verspultes Tech-Gefrickel, Abwechslung bis zum Kollaps und eine Prise CPC machen glücklich.
Den Ausklang bilden ein Remix und das mystisch angehauchte Open Heart.
Insgesamt bin ich recht glücklich mit der CD, wobei ich mich momentan auch etwas satt gehört habe.
Der Sommer soll sich bitte mal sehr beeilen! In diesem Sinne…
Gruß Jens