Ich hab im Thread, wie man auf Goa gekommen ist, geschrieben, dass Goa für mich mehr wie ein Gefühl ist, ein Moment, in dem ich innehalte und mir einfach sagen muss: "Wow, DAS ist Goa!"
Dieses Gefühl hab ich nicht nur an Parties. Nun war ich eben drei Stunden draussen, in einem wunderbar-mystischen Nebel, über mir knapp noch die Sterne sehend, ein wenig angeduselt von ein wenig Bier und einem feinen Ephedra-Teeli. Ich ging hinauf zum Forch-Denkmal, dieser bronzenen stilisierten Flammenskulptur, auf ihrem Beton-Pyramiden-Sockel, mit meinem treuen Begleiter, dem iPod im Ohr, Melicia hörend.
Als ich oben auf der Pyramide zu den treibend-sphärischen Klängen von Melicia am tanzen war, als mich die Musik durchströmte und sie sich durch meinen Körper in Bewegung ausdrückte, als sich über mir der Sternenhimmel offenbarte und unter mir das in Nebel gehüllte Zürcher Oberland, da überkam mich wieder dieses wohlige Schaudern, dieses halb ehrfüchtige und energetisierende Gefühl: "Boah, das ist Goa!"
Ich tanzte ca. eine halbe Stunde auf der Pyramide oben, doch wegen des aufsteigenden Nebels, der mir die Sicht auf die Sterne langsam nahm, bewegte ich mich allmälich wieder nach unten, den Weg über einige bei Tageslicht gesehen gar nicht so spektakuläre Felder, welche nun aber vollkommen in Nebel gehüllt waren... Und irgendwie... anders wirkten.
Und plötzlich packte mich der Sound in meinem Ohr erst so richtig, als ich mitten in diesem Nebel auf dem Weg stand, und ich fing an zu tanzen, und ich wusste, ich konnte nicht aufhören zu tanzen, bis das "Melicia"-Album fertig war. Ich stellte mir vor, wie ich von aussen gesehen wirken würde... Hihi... Mitten in der Nacht auf einem Feldweg am abtanzen...
So tanzte ich, regelrecht in Extase geratend und auch um die Kälte ein wenig zu vertreiben, zu Melicias Album "Running out of time", mitten auf diesem Feldweg, von diesem feinen Nebel umhüllt ... Ich kam mir wirklich vor, wie auf Party, konnte mich auch so gehen lassen, wie wenn ich unter dutzenden von tanzenden, gleichgesinnten Freaks wäre...
Boah... ich krieg Hühnerhaut, wenn ich nur an diesen mystischen Nebel zurückdenke, der alles in einem ganz anderen Licht als sonst erscheinen liess... So war ich fast ein wenig traurig, als das Album fertig war, obwohl ich nun doch auch schon recht müde war. Zum "Abstieg" des restlichen Weges hörte ich das Album "The Gathering" von infected, was mich dann doch beschwingten Schrittes die in Nebel getauchte Umgebung geniessen liess.
Das hat gut getan, 3 Stunden Party, absolut auf ego zwar, aber vom feinsten... Und mal Hand auf's Herz: Ist diese hypnotische Musik namens Goa mit all ihren verschiedenen Stilrichtungen nicht eben genau dies? Hypnotisch... Vereinnahmend, den einzelnen im Tanz, zwar oft mit anderen zusammen auf Party, aber doch allein zur Musik abschwebend in Besitz nehmend? [Kleine Zwischenfrage: Wer hat an einer Party schon mal jemanden Paartanz tanzen gesehen? *lol*]
So, was meint ihr? Darf ich diesen Report unter den Party-Reports posten? *gggg* Wollte auf jeden Fall dieses wunderschöne Erlebnis mit euch teilen, danke für's zulesen.
Ah, was ich noch fragen wollte? Hat vielleicht jemand Fotos gemacht? *griiiiins*
Peace, Love and Light and a very good night
El D.
Edit: Ah, wenn ich's mir so recht überlege, war's doch nicht so ganz eine Ego-Party: Satropa, ich habe für Dich und mit Dir getanzt. Hast Du's gespürt? *gg* Und meine Liebste war auch die ganze Zeit mit mir.



