Party auf 2885 Metern Mountain Space Camp
Verfasst: Di 7. Feb 2006, 22:20
Hab hier einen interesante bericht gefunden Vom Space Camp 05/06
Flying high … Mountain Space Camp (Switzerland)

Während anderswo in der Wüste oder am Strand ins neue Jahr getanzt wurde, verschlug es dieses Jahr wieder einen kleinen Haufen Freaks in die Alpen. Die Mission war klar: Das letzte Mountain Space Camp galt es zu toppen. Rein quantitativ wurde dies schonmal durch die Höhe der ausgesuchten Hütte bewerkstelligt. Denn diese befand sich verglichen zu letztem Jahr auf der doppelten Höhe über dem Meeresspiegel, auf 2885 Metern - um genau zu sein. Entsprechend abenteuerlich gestaltete sich auch die Anreise, insbesondere die letzte Meile, die die Teilnehmer wie auch Gepäck sowie das technische Equipment in einem rasanten, nur wenige Minuten andauernden Heliflug zurücklegten.
Schon in der ersten Minute unserer Ankunft kamen wir aus dem Staunen kaum mehr heraus. Körnige Schneeflocken wehten uns mit einem eiskalten Wind ins Gesicht, während unser Blick langsam in 360 Grad die Umgebung abscannte. Unglaublich! Eine phänomenale Outdoor-Location. Ein Gletscher präsentierte sich in seiner vollen Pracht nur wenige hundert Meter Luftlinie von uns entfernt, unmittelbar dahinter türmten sich Eisriesen auf, die teils die 4000-Meter-Grenze überragten. Auf der anderen Seite begann nur wenige Meter entfernt ein steiler Abhang hinunter in das tief eingeschnittene verschneite Tal, auf dessen gegenüberliegender Seite sich wiederum die Alpen bis auf über 4000 Meter auftürmten.

Doch erstmal genug gestaunt – die Temperatur lag irgendwo bei zwanzig Grad unter Null. Diese Tatsache erleichterte es uns enorm, erstmal mitsamt Gepäck in die Hütte zu flüchten und unser Zimmer (oder: Bettenlager) zu beziehen. Die Innentemperatur würde ich als die optimal Betriebstemperatur für einen Kühlschrank bezeichnen – zumindest fühlte es sich in der Hütte so kalt an. Aber im Gegensatz zu den polaren Aussentemperaturen war das doch eine signifikante Verbesserung. Zum Glück blieb es drinnen nur über die erste Nacht so kalt. Denn infolge der konsequenten und intensiven Benutzung des Holzofens heizte sich die Hütte in den folgenden Tagen auf eine sehr angenehme Zimmertemperatur auf, was zur Folge hatte, dass es uns nachts gegen Ende hin sogar im Schlafsack zu warm wurde
Das Space Camp war eben geprägt von Extremen.
Fliessendes Wasser gab es nicht – weder kalt noch warm. Aber dafür gab es ja Wasser in festem Zustand en Masse direkt vor der Haustür. Und die ein oder andere Nacht kamen wieder 30 Zentimeter Schneedecke hinzu. Sinnvollerweise befand sich der Ofen der Hütte direkt unter dem Herd in der Küche. Somit war es ein Leichtes, aus Schnee Wasser jeder erdenklichen Wunschtemperatur zu gewinnnen – vorausgesetzt der überforderte Fraggle verpeilte es nicht, den Schnee wieder vom Herd zu nehmen. Denn vom Schmelz- zum Siedepunkt brauchte es nur wenige Minuten.



Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln liessen sich sehr schmackhafte warme Mahlzeiten kochen (es gab zum Beispiel Risotto, Bratkartoffeln, Nudeln und an Silvester ein extrem leckeres Schweizer Käsefondue).
Die im Space Camp anfallende Arbeit sollte idealerweise auf alle 22 Anwesenden gleichmässig verteilt werden, was abgesehen von ein paar Ausnahmen auch sehr gut funktionierte. Es ist vielleicht noch anzumerken, dass manche alltägliche Arbeit unter bewusstseinsveränderten Bedingungen im Space Camp zu etwas sehr Aussergewöhnlichem werden konnte
Ebenso auch der Toilettengang zum 50 Meter entfernten Trockenklo. Trotz Befürchtungen ist niemand an der Klobrille festgefroren. In der dritten Nacht war eine Benutzung des WCs kurzzeitig unmöglich, da die durch einen Sturm ausgelösten Schneefälle und Verwehungen trotz Taschenlampe keine Sicht ermöglichten. Aber selbst bei besserem Wetter war der Gang zum Klo in der Eiseskälte manchmal eine Qual.

Da liess es sich tanzend in der Kälte doch schon deutlich besser aushalten. Sonnenschein gab es an drei Tagen in den Mittagsstunden, wenn auch nur von kurzer Dauer, da die Sonne nur knapp über den Gletschergipfeln stand. Doch diese Zeit wurde perfekt ausgenutzt und die Anlage nach draussen verlagert. Es ist ein wahrlich atemberaubendes, unbeschreibliches Gefühl vor dieser Kulisse zu tanzen oder gar (mit schwer beweglichen Pioneer-Wheels, da angefroren) aufzulegen. Nachts wurde das Tanzbein im flauschigen Aufenthaltsraum der Hütte geschwungen. Dieser war übrigens mit vielen psychedelisch-anregenden Tüchern und flippigen Weihnachtslampen angenehm dekoriert.
Dennoch zog es uns immer wieder nach draussen, dank solider alpiner Erfahrung einiger Spacecamp Mitglieder machten wir sogar eine Wanderung zum Gletscher.
Die extreme Abgelegenheit der Hütte ermöglichte es uns so laut sounden zu können, wie wir wollten. Und das wurde auch, drinnen wie draussen, in die Tat umgesetzt. In der Neujahrsnacht schepperte und vibrierte die Hütte in einem Ausmass, dass man fast schon Angst um Fensterschreiben und Türrahmen bekommen musste
Als DJs waren übrigens keine Grössen am Start, aber wer braucht bei so einer extravaganten Location noch ein bekanntes Line-Up? Die anwesenden DJs verrichteten ihren Job bestens und präsentierten eine abwechslungsreiche Mischung psychedlischer Musikstile. Aufgelegt wurde nach Lust und Laune, erst für die Neujahrsnacht gab es ein fixes Line-Up, das noch während des Käsefondues mit einem Chilloutset begann.

Ab 21 Uhr ging es dann Up-Beat weiter, um 23 Uhr läutete ich als DJ ResQ von Klangarena ein treibendes Progressive Set ein, fast sekundengenau zu Neujahr ging es dann mit melodiösem Fullon weiter (Thanks@GoaJoa für den Support an den Reglern J), ab 1.30 Uhr abgelöst von S-MUTANS mit Dark Psy übelsten Härtegrades. Ab 4 Uhr beeindruckte dann DJ Romanius von Room31 für den Rest der Party mit einem extrem tiefgehendem psychedelisch-verspieltem Set, das wohl vor allem die vier Tanzwütigen im Schnee so schnell nicht vergessen werden, denn zu Neujahr wurde auch bei Nacht Outdoor beschallt.
Selbstverständlich gab es hin- und wieder ein paar Probleme mit der Technik, diese lassen sich jedoch an einer Hand abzählen, was angesichts der extremen Witterungsbedingungen meines Erachtens sehr wenig ist und wir sicher auch der Erfahrung von Romanius und den anderen, die für den Betrieb der Technik verantwortlich waren, zu verdanken haben.
An dieser Stelle möchte ich mich – sicher im Sinne aller Teilnehmer – nochmals sehr herzlich bei den Veranstaltern für diese wunderschönen Tage bedanken. Ohne ihren enormen Einsatz wäre das Mountain Space Camp 2005 nicht möglich gewesen.
Meine Gedanken kreisen schon um das Space Camp 06 – die hoffentlich dann in knapp einem Jahr wieder Realität werden!

Cool Sowas were doch wirklich killer mus ich mir merken auf 06/07
Flying high … Mountain Space Camp (Switzerland)

Während anderswo in der Wüste oder am Strand ins neue Jahr getanzt wurde, verschlug es dieses Jahr wieder einen kleinen Haufen Freaks in die Alpen. Die Mission war klar: Das letzte Mountain Space Camp galt es zu toppen. Rein quantitativ wurde dies schonmal durch die Höhe der ausgesuchten Hütte bewerkstelligt. Denn diese befand sich verglichen zu letztem Jahr auf der doppelten Höhe über dem Meeresspiegel, auf 2885 Metern - um genau zu sein. Entsprechend abenteuerlich gestaltete sich auch die Anreise, insbesondere die letzte Meile, die die Teilnehmer wie auch Gepäck sowie das technische Equipment in einem rasanten, nur wenige Minuten andauernden Heliflug zurücklegten.
Schon in der ersten Minute unserer Ankunft kamen wir aus dem Staunen kaum mehr heraus. Körnige Schneeflocken wehten uns mit einem eiskalten Wind ins Gesicht, während unser Blick langsam in 360 Grad die Umgebung abscannte. Unglaublich! Eine phänomenale Outdoor-Location. Ein Gletscher präsentierte sich in seiner vollen Pracht nur wenige hundert Meter Luftlinie von uns entfernt, unmittelbar dahinter türmten sich Eisriesen auf, die teils die 4000-Meter-Grenze überragten. Auf der anderen Seite begann nur wenige Meter entfernt ein steiler Abhang hinunter in das tief eingeschnittene verschneite Tal, auf dessen gegenüberliegender Seite sich wiederum die Alpen bis auf über 4000 Meter auftürmten.

Doch erstmal genug gestaunt – die Temperatur lag irgendwo bei zwanzig Grad unter Null. Diese Tatsache erleichterte es uns enorm, erstmal mitsamt Gepäck in die Hütte zu flüchten und unser Zimmer (oder: Bettenlager) zu beziehen. Die Innentemperatur würde ich als die optimal Betriebstemperatur für einen Kühlschrank bezeichnen – zumindest fühlte es sich in der Hütte so kalt an. Aber im Gegensatz zu den polaren Aussentemperaturen war das doch eine signifikante Verbesserung. Zum Glück blieb es drinnen nur über die erste Nacht so kalt. Denn infolge der konsequenten und intensiven Benutzung des Holzofens heizte sich die Hütte in den folgenden Tagen auf eine sehr angenehme Zimmertemperatur auf, was zur Folge hatte, dass es uns nachts gegen Ende hin sogar im Schlafsack zu warm wurde
Fliessendes Wasser gab es nicht – weder kalt noch warm. Aber dafür gab es ja Wasser in festem Zustand en Masse direkt vor der Haustür. Und die ein oder andere Nacht kamen wieder 30 Zentimeter Schneedecke hinzu. Sinnvollerweise befand sich der Ofen der Hütte direkt unter dem Herd in der Küche. Somit war es ein Leichtes, aus Schnee Wasser jeder erdenklichen Wunschtemperatur zu gewinnnen – vorausgesetzt der überforderte Fraggle verpeilte es nicht, den Schnee wieder vom Herd zu nehmen. Denn vom Schmelz- zum Siedepunkt brauchte es nur wenige Minuten.



Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln liessen sich sehr schmackhafte warme Mahlzeiten kochen (es gab zum Beispiel Risotto, Bratkartoffeln, Nudeln und an Silvester ein extrem leckeres Schweizer Käsefondue).
Die im Space Camp anfallende Arbeit sollte idealerweise auf alle 22 Anwesenden gleichmässig verteilt werden, was abgesehen von ein paar Ausnahmen auch sehr gut funktionierte. Es ist vielleicht noch anzumerken, dass manche alltägliche Arbeit unter bewusstseinsveränderten Bedingungen im Space Camp zu etwas sehr Aussergewöhnlichem werden konnte

Da liess es sich tanzend in der Kälte doch schon deutlich besser aushalten. Sonnenschein gab es an drei Tagen in den Mittagsstunden, wenn auch nur von kurzer Dauer, da die Sonne nur knapp über den Gletschergipfeln stand. Doch diese Zeit wurde perfekt ausgenutzt und die Anlage nach draussen verlagert. Es ist ein wahrlich atemberaubendes, unbeschreibliches Gefühl vor dieser Kulisse zu tanzen oder gar (mit schwer beweglichen Pioneer-Wheels, da angefroren) aufzulegen. Nachts wurde das Tanzbein im flauschigen Aufenthaltsraum der Hütte geschwungen. Dieser war übrigens mit vielen psychedelisch-anregenden Tüchern und flippigen Weihnachtslampen angenehm dekoriert.
Dennoch zog es uns immer wieder nach draussen, dank solider alpiner Erfahrung einiger Spacecamp Mitglieder machten wir sogar eine Wanderung zum Gletscher.
Die extreme Abgelegenheit der Hütte ermöglichte es uns so laut sounden zu können, wie wir wollten. Und das wurde auch, drinnen wie draussen, in die Tat umgesetzt. In der Neujahrsnacht schepperte und vibrierte die Hütte in einem Ausmass, dass man fast schon Angst um Fensterschreiben und Türrahmen bekommen musste
Als DJs waren übrigens keine Grössen am Start, aber wer braucht bei so einer extravaganten Location noch ein bekanntes Line-Up? Die anwesenden DJs verrichteten ihren Job bestens und präsentierten eine abwechslungsreiche Mischung psychedlischer Musikstile. Aufgelegt wurde nach Lust und Laune, erst für die Neujahrsnacht gab es ein fixes Line-Up, das noch während des Käsefondues mit einem Chilloutset begann.

Ab 21 Uhr ging es dann Up-Beat weiter, um 23 Uhr läutete ich als DJ ResQ von Klangarena ein treibendes Progressive Set ein, fast sekundengenau zu Neujahr ging es dann mit melodiösem Fullon weiter (Thanks@GoaJoa für den Support an den Reglern J), ab 1.30 Uhr abgelöst von S-MUTANS mit Dark Psy übelsten Härtegrades. Ab 4 Uhr beeindruckte dann DJ Romanius von Room31 für den Rest der Party mit einem extrem tiefgehendem psychedelisch-verspieltem Set, das wohl vor allem die vier Tanzwütigen im Schnee so schnell nicht vergessen werden, denn zu Neujahr wurde auch bei Nacht Outdoor beschallt.
Selbstverständlich gab es hin- und wieder ein paar Probleme mit der Technik, diese lassen sich jedoch an einer Hand abzählen, was angesichts der extremen Witterungsbedingungen meines Erachtens sehr wenig ist und wir sicher auch der Erfahrung von Romanius und den anderen, die für den Betrieb der Technik verantwortlich waren, zu verdanken haben.
An dieser Stelle möchte ich mich – sicher im Sinne aller Teilnehmer – nochmals sehr herzlich bei den Veranstaltern für diese wunderschönen Tage bedanken. Ohne ihren enormen Einsatz wäre das Mountain Space Camp 2005 nicht möglich gewesen.
Meine Gedanken kreisen schon um das Space Camp 06 – die hoffentlich dann in knapp einem Jahr wieder Realität werden!

Cool Sowas were doch wirklich killer mus ich mir merken auf 06/07
