huch was ist denn hier los ... die diskussion entartet ja total
erstmal was ganz anderes: bei
klangarena sind jetzt fast 180 Photos und der Partyreport online!

ich fand die party super genial ... traumhafte location, viele nette, meist bekannte gesichter und eine familiäre atmosphäre. die kann man auch bei 1000 gästen empfinden, wenn man will und sich darauf einlässt
zur sounddiskussion:
im progressiven bereich ist es nicht so einfach, in 1 3/4 stunden ein innovatives, aussergewöhnliches und vielseitiges set zu machen.
ich finde das man hierfür mindestens 3h braucht - und das hat sich diesen sommer bei den meisten proggy dj sets die ich gehört habe bestätigt, und habe sehr sehr viele gehört, da es in deutschland z.b. festivals gibt wie die gewichtung fullon/proggy deutlich ausgeglichener ist.
wenn man bei 1-2h sets eine klare linie verfolgen möchte, ist es schwierig, sich nicht auf eine trackfolge ähnlich klingender proggytracks festzufahren. bei proggy varrieren die basslines und der groove viel stärker als bei fullon.
vor allem in der mitte meines sets fehlte bei mir sicher auch ein bisschen struktur - die aufeinanderfolgenden tracks waren zu unterschiedlich, was zu lasten des konzepts gings. jedoch muss ich dazu sagen dass ich da teilweise nichts dafür konnte, da mir viele tracks die ich spielen wollte fehlten, da ich sie nur auf vinyl hatte und leider keine turntables zur verfügung standen. so war ich in meiner trackselection etwas eingeschränkt. mir ist selbst klar dass man als goa dj heutzutage vorher ankündigen muss wenn man mit platten auflegen möchte, das habe ich leider erst zu beginn der party getan. beim bellaluna waren auch turntables da und ich ich dachte DMT liefert die standardmässig mit (aber wahrscheinlich hat da auch einer der dj's seine wünsche vorher geäussert).
es war mein erster auftritt auf einem schweizer festival, und natürlich war ich ziemlich aufgeregt, zumal mir dann einige tracks fehlten. der cd sprung ist natürlich auch so ne sache, die mich sehr niedergeschmettert hat.
hätte ich drei stunden aufgelegt, kann ich garantieren dass das set ganz anders aufgebaut gewesen wäre und der proggy sound sicherlich vielseitiger.
ich habe von vielen die auf dem dancefloor waren im nachhinein ein sehr positives feedback bekommen (die vielen strahlenden gesichter haben auch sehr gut getan

), weil, wie schon erwähnt der proggysound auf schweizer festivals einfach oft sehr vernachlässigt wird.
und zur generellen diskussion darum dass der heutige "goasound" vieler dj's langweilig ist, ganz gleich ob fullon oder proggy, kann ich nur folgendes sagen:
ich war vor 2 wochen auf der spiritual healing wo freitagnacht ein oldskool roots goa set aufgelegt wurde. technisch astrein, aber ich muss sagen dass der damalige sound für mich deutlich eintöniger klingt. denselben eindruck habe ich auch wenn ich zu hause alte dj sets oder compilations aus anfang/mitte der 90er jahre höre. musik und subkulturen entwickeln sich weiter und das ist auch gut so, finde ich ...
kann die meinung der "früher-war-alles-besser-fraktion" oft einfach nicht teilen.
was die liveacts betrifft, stehen diese auch oft unter hohem erwartungsdruck. simon z.b. hat diesen sommer fast jedes wochenende auf einem festival live gespielt ... ich stell es mir nicht einfach vor dann immer einen top live-act vom zaun zu brechen wo auch die leute begeistert sind die ihn dieses jahr zum fünften mal oder so gehört haben.
ich höre ihn gerne immer wieder und der act war jedesmal unterschiedlich, was man von so manchen israelis nicht behaupten kann.
so long
L&L
tuso/ResQ