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Umgang mit Schmerz/schmerzvollen Erfahrungen

Verfasst: Do 25. Okt 2007, 20:11
von Nejalan
Ich habe in der etzten Zeit öfters mit anderen Menschen über den "Schmerz" gesprochen und geschrieben. Schmerz gehört nuneinmal irgendwie zum Leben. Jeder macht irgendwelche körperich oder psychisch schmerzende Erfahrungen...wie geht ihr damit um? Gibt es irgendwelche Strategien um mit psychischem Schmerz auszukommen?

Warum versuchen wir uns vor anderen Menschen zu verstecken oder meiden andere Menschen? Haben wir alle Angst, uns zu verletzen?

Sind Menschen nuneinmal einfach etwas blutdrünstige Wesen oder hat das irgendwelche Ursachen? Warum müssen wir uns gegenseitig bekämpfen, obwohl eigentlich genug für alle da wäre? Manchmal habe ich das Gefühl, dass man beim genauer hinschauen sofort merkt, dass der Mensch eigentlich nichts anderes ist, als alle anderen Lebewesen (Tiere...vorallem). Wir stellen uns einfach höher, als alles andere. Ja von wegen; bewusstes Denken und so. Wer kann beiweisen, dass dies bei Tieren nicht auch besteht (vielleicht einfach in einer anderen Form)?

Gibt es Menschen, welche den körperlichen Schmerz aus irgendeinem Grunde mögen?

Tschuldigung- ein recht sonderbares Thema...
nimmt mich nuneinmal Wunder, dass von anderen Menschen zu "hören"

Verfasst: Do 25. Okt 2007, 20:51
von Titali
nein, kein sonderbares thema!!!

leiden gehört zum leben - der schmerz! zerstörung, wut, hass, enttäuschung, angst... all das ist leben und âugelöst durch verletzungen und schmerzen, aber der anfang war die liebe!

frag mich oft, woher dieser schmerz kommt! ob es mit überempfindlichkeit zutun hat oder unzufriedenheit...!!! wie man damit umgehen kann? keine ahnung - let it out!

ich hatte mal eine zeit, ich war nur noch in trauer, heulte und mein herz zerriss sich... ich merkte dann mit der zeit, dass es einfacher war den schmerz zu fühlen, als die liebe und glücklichkeit... oft ist es für uns menschen einfacher schmerzen zu empfinden, als die schönen dinge des lebens... schmerz ist sehr intensiv und gibt dir ein gefühl von am leben zu sein... jedoch was ist das für ein leben`? the life in tears!

ist aber auch eine frage, welcher schmerz!
schmerz ausgelöst durch einen freund, ausgelöst durch den einen freund oder die freundin, schmerz aus der einsamkeit, der weltenschmerz ausgelöst durch die trauer für die erde oder whatever!

aber am anfang war doch immer die liebe!

liebe und schmerz - liebe und angst - liebe und enttäuschung - liebe und wut!

sobald man liebt ist der schmerz nah!

blablabla... soRRy, bin recht müde, aber musste gerade was schreiben, weil der schmerz oft nah bei mir ist!

DIE LEIDENschaft!

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 07:21
von ( (( {-_{-_-}_-} )) )
Im Menschen sitzt eine tief liegende Sehnsucht, ein Schmerz der zwar subtil, aber in stillen, einsamen Momenten doch deutlich spürbar ist. Die Sehnsucht nach der Rückkehr zu seinem Ursprung. Denn in dieser menschlichen Form fühlt man sich getrennt vom Göttlichen, irgendiwe wie wenn permanent etwas "fehlt". Dies ist der göttliche Schmerz, der allen anderen Schmerzen zugrunde liegt. Das spürt man erstmalig dann, wenn dieser Zustand aufgehoben ist, wenn man sich dem Göttlichen nahe fühlt und sozusagen das Gefühl hat, "komplett" zu sein, wenn einfach alles stimmt und kein Begehren, keine Sehnsucht mehr vorhanden ist.

Der "weltliche" Schmerz entsteht, weil der Mensch danach trachtet, gute Gefühle zu erfahren, die ihn dem Göttlichen näherbringen oder zumindest die Getrenntheit vom göttlichen Ursprung vergessen lassen und welche seine Sehnsucht für den Moment stillen können. Es entsteht Begehren nach diesem zeitlich begrenzten Zustand des "Glücklichseins", in dem man sich zumindest nahezu wieder komplett fühlt. Diesen Zustand findet der Mensch scheinbar in den verschiedensten, schönen Erfahrungen. Nur scheinbar, weil jedes Glück, jede schöne Erfahrung vergänglich ist und niemals bestand hat. Dies ist der zentrale Konflikt, die Vergänglichkeit aller Dinge. So wird dieser Durst nach schönen Gefühlen nicht immer gestillt werden können, denn der Mensch muss einsehen, dass sein Wille und der Wille des Weltgeschehens nicht unbedingt immer übereinstimmen. Der Mensch leidet dann eigentlich nicht an der Sache an sich (zb verflossene Liebe), sondern daran, dass ihm das Gefühl oder die Momente genommen werden, in denen er den göttlichen Schmerz, die Sehnsucht, vergisst. Der weltliche Schmerz ist demnach nur eine Projektion des göttlichen Schmerzes auf eine weltliche Erfahrung. So in etwa stelle ich mir das vor.

Was ich immer wieder an mir und an anderen feststelle, ist die Tatsache, dass man oft gar nicht loslassen will. Wie wenn die Motivation fehlt etwas zu ändern und sich in seinem eigenen Leid ergiesst. Vielleicht seht ihr euch damit einverstanden, wenn ich sage:

Leiden ist einfacher als loszulassen.

Was meint ihr sind die Gründe dafür?

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 07:45
von Melliandra
( (( {-_{-_-}_-} )) ) hat geschrieben:Im Menschen sitzt eine tief liegende Sehnsucht, ein Schmerz der zwar subtil, aber in stillen, einsamen Momenten doch deutlich spürbar ist. Die Sehnsucht nach der Rückkehr zu seinem Ursprung. Denn in dieser menschlichen Form fühlt man sich getrennt vom Göttlichen, irgendiwe wie wenn permanent etwas "fehlt". Dies ist der göttliche Schmerz, der allen anderen Schmerzen zugrunde liegt. Das spürt man erstmalig dann, wenn dieser Zustand aufgehoben ist, wenn man sich dem Göttlichen nahe fühlt und sozusagen das Gefühl hat, "komplett" zu sein, wenn einfach alles stimmt und kein Begehren, keine Sehnsucht mehr vorhanden ist.

Der "weltliche" Schmerz entsteht, weil der Mensch danach trachtet, gute Gefühle zu erfahren, die ihn dem Göttlichen näherbringen oder zumindest die Getrenntheit vom göttlichen Ursprung vergessen lassen und welche seine Sehnsucht für den Moment stillen können. Es entsteht Begehren nach diesem zeitlich begrenzten Zustand des "Glücklichseins", in dem man sich zumindest nahezu wieder komplett fühlt. Diesen Zustand findet der Mensch scheinbar in den verschiedensten, schönen Erfahrungen. Nur scheinbar, weil jedes Glück, jede schöne Erfahrung vergänglich ist und niemals bestand hat. Dies ist der zentrale Konflikt, die Vergänglichkeit aller Dinge. So wird dieser Durst nach schönen Gefühlen nicht immer gestillt werden können, denn der Mensch muss einsehen, dass sein Wille und der Wille des Weltgeschehens nicht unbedingt immer übereinstimmen. Der Mensch leidet dann eigentlich nicht an der Sache an sich (zb verflossene Liebe), sondern daran, dass ihm das Gefühl oder die Momente genommen werden, in denen er den göttlichen Schmerz, die Sehnsucht, vergisst. Der weltliche Schmerz ist demnach nur eine Projektion des göttlichen Schmerzes auf eine weltliche Erfahrung. So in etwa stelle ich mir das vor.

Was ich immer wieder an mir und an anderen feststelle, ist die Tatsache, dass man oft gar nicht loslassen will. Wie wenn die Motivation fehlt etwas zu ändern und sich in seinem eigenen Leid ergiesst. Vielleicht seht ihr euch damit einverstanden, wenn ich sage:

Leiden ist einfacher als loszulassen.

Was meint ihr sind die Gründe dafür?
Angst vor was Neuem? Lieber leiden aber man kennt es, als loslassen,
um ins Ungewisse zu gehen.

Ich glaube desshalb gibt es immer diese Tiefpunkte. Weil wenn man soooo tief
ist dass man selbst glaubt, ja das Neue kann gar nicht mehr schlimmer
kommen, dann lässt man los. Und dann kommt es gut. =o)

Loslassen hat auch viel den Tutch vom gleichgültigen. Hat man viel Zeit
und Energie in eine Sache investiert, egal ob gut oder schlecht und merkt
dass dies nicht der Weg ist, sonder nur Schmerzen verusacht, ist es schwehr
loszulassen. Man hat doch so viel Energie investiert, sich Gedanken gemacht,
versucht was zu änder. Eifacht zu sagen ich lasse es nun los und wittme
mich was anderem, stellt doch dann die Zeit, wo du dich damit beschäftigt
hast in Frage?! Ist mir schon öffters an mit aufgefallen, ist einfach ein
Gefühl, die Hoffnung auf Änderung. Und Hoffnung höhrt sich positiver an,
als losslassen/Gleichgültigkeit. Objektiv betrachtet ist es natürlich nur hinderlich.

just my 2 cent.

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 07:53
von Fallen Angel 2
vielleicht so eine Art Sucht nach Leid?
Sehnsucht..

btw. sehr interessantes Thema und Antworten.

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 08:09
von Titali
merci manu für deine worte - mein leidensgenossen *smile*

ich war gestern echt total hinüber, aber ich dachte noch lange über diese thema nach! das wort sehnsucht kam mir immer wieder in den sinn und deine worte gaben mir nun die antwort darauf!

was mir noch durch den kopf ging:

durch schmerzhafte erfahrungen können wir lernen, was uns nicht gut tut!

der schmerz als lehrer, jedoch mache ich oft dieselben fehler wieder und fange wieder von neuem an zu leiden!

habs wohl immer noch nicht kapiert!

oder leiden ist einfacher als loslassen? hab mich oft schon gefragt, ob ich den schmerz brauche, weil er immer wieder zurückkehrt zu mir! ja vielleicht will ich nicht loslassen, weil ich micht nicht will trennen!

die gründe????

möchte noch viel schrieben, aber bin etwas gestört... bin nicht alleine!!!

*umarm*

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 08:10
von Kollegoli
hmmm... guete text @manu
:-k

würklich sehr guet gseit. das isch wohl au de grund, wieso sich einigi so extrem "denäbe" benähmed; scho wiit entfernt vom Göttliche/vom Eigentliche isch dverzwiilig wohl so gross, dass verzwiiflet versuecht wird, dere verzwiiflig zentcho. so entstaht en tüüfelschreis, da us verzwiiflete tate meist no meh verzwiilflig entstaht...

gliichzitig isch das ganze, sofern mer das göttliche au nur scho asatzwiis erlebt hat, aber au mit viel hoffnig verbunde. hoffnig, einestages gänzlich oder au nur scho hin und wieder mit dem Göttliche in Verbindig zcho. oder eifach ständig teilwiis mit dem göttliche in verbindig zsii, fühlt sich au scho guet a. ich find das es extrem erstrebenswerts ziel und de weg dethii empfind ich eigentlich sehr schön. vor allem de moment bzw. die ziitspanni, wos vom unverbundene zum verbundene übergaht isch wie e art geburt (me chunnt ufd welt) und das fühlt sich imho extrem geil a. ich han diesbezüglich regelmässig erfolgserlebnis, was für mich mini unverbundeheit igendwie nümm sooo schlimm macht. ich bewundere ämmel d'tier oder au dbäum, oder eifach gseit eifach de rest vom lebe, wie er eifach völlig verbunde isch. wieso mir eus vo dem entfernt händ, weiss ich au nöd. mir sind wohl irgendwie zdumm zum mit eusre gschiidheit umzgah.

was mich ade welt schmerzt, isch wie dmenschheit entfernt vo dem göttliche zuestand isch und wie ich ihres (euses) leid, wo darus entstaht mitüberchume.

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 08:11
von piraña
...Schmerz ist nicht etwas Schlechtes...
...Ich bin an Schmerzen mehr gewachsen, als an Liebe...
...Schmerz hat mich stark gemacht, und ohne ihn hätte ich nicht überlebt. Weil ich es ohne ihn auch nicht für nötig hielte, vorsichtig und aufmerksam zu sein...
...Jedoch muss ich zugeben, dass ich einen Grossteil meiner Schmerzen selbst gewählt habe...
...Ich wollte Schmerz...
...Manchmal, damit mich jemand-oder ich mich selbst- tröstete...
...Manchmal, weil ich den Schmerz liebe...
...Manchmal, weil ich ihn brauchte, um überhaupt etwas zu fühlen...
...Oder, um mich für etwas zu bestrafen, wofür ich keine Strafe verdient hätte...
...Und auch dann, wenn ich mich einsam fühlte, da war er auch- der Schmerz...
...Ich kann ihn jederzeit herbeiführen, was ich von Liebe nicht behaupten kann...
...Es gab Momente in meinem Leben, in denen der Schmerz so intensiv war, dass ich mich immerwieder dabei ertappe, wie ich ihn nachzuempfinden versuche...
...Auch der Schmerz ist nicht anders, als ein uraltes Foto...
...Sogar seine Farben verblassen einmal...
...Manchmal muss ich ihn nur annehmen, und schon ist er weg...
...Danke; Schmerz, für Alles, was Du jemals für mich getan hast!


...Was mich bei Anderen schmerzt: Wenn ich mit jemanden rede, der sich selbst unbewusst schmerzen zufügen muss. Kenne jemanden, der sich- ohne es zu wollen, regelmässig Schnitte in die Oberarme zufügt, um zu bluten. Dieser jemand hat vielleicht noch nicht den Weg gefunden, wie sie den Schmerz nicht wählt. Das nimmt mich jedesmal mit, weil es ein Thema ist, über dass ich nicht wirklich mit der Person reden kann. Als wäre ich da an einer Grenze angelangt, die für mich zu weit geht...

...Und Angst brauch ich auch. Ich kenne zwei Arten von Angst. Die, die lähmt, und die, die vorwärts treibt. Je nach Situation können beide gut sein...


...Vielleicht ist wieder mal Zeit, in die Welt hinauszugehen, und etwas möglicherweise schmerzhaftes zu erleben. Zuzulassen, dass ich mich verletzen lassen will, um die Angst und den Schmerz zu fühlen- hautnah. Wenn dem so ist: DANKE, NEJALAN!

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 08:11
von souris
Wenn ich darüber nachdenke, was mir kürzlich jemand gesagt hat... in etwa folgendes, Solange wir Erwartungen haben, können diese Entäuscht werden, solange wir unser Glück von anderen abhängig machen hat es keinen bestand... dan denke ich, könnte es sein, dass wir ev. am verkehrten Ort suchen. Wir suchen vielleicht zu oft im "Aussen" nach diesen guten Gefühlen, statt zu versuchen, uns selbst dieses Gute Gefühl zu geben. Könnte es dan nicht auch bestand haben?

Leiden ist kurzfristig um vieles einfacher als loszulassen.... dem Leid kann man sich hingeben, ohne anstrengung ohne ein weiteres zutun.. Ausserdem erhält man oft aufmerksamkeit und Mitleid, was der Mensch wohl auch sehr geniesst. Loszulassen erfordert grosse Stärke... erfordert Glaube an sich selbst und das Wissen, es kann nicht schlecht sein, den nichts geschieht ohne Grund...
Diese Einfachheit zu akzeptieren ist nicht einfach...

Wieso ist es auch automatisch "schlecht" wenn einem etwas wiederfährt, dass "weniger gute Gefühle auslöst"? Wieso kann man dan nicht dieses "Wissen" beibehalten, dass die Situation so ist, damit man lernt? Damit man weiterkommt?

Ich bin sehr dankbar für den Menschen der mir immer wieder die Augen öffnet, der die Konfrontation nicht scheut, meinem Selbstmittleid keine Bedeutung gibt und mir in diesen Situationen mit ehrlichkeit mit Mitgefühl wieder zurück auf meinen Weg verhilft.

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 08:23
von Melliandra
genau @ souris

Jeder ist sein Glückes Schmied. Jeder ist für sich verantwortlich was aus
ihm geschiet.

Eine weise Person hat mir mal gesagt, du kannst dich im Keller einschliessen,
stundenlang dich in deinem Elend und Mitleid sulen, klagen, weinen.
Aber damit du die Sonne wieder siest, die inzwischen stralend am Himmer
scheint, musst DU aus deinem Keller kommen und nach Drausen gehen.

Leider wissen viele Menschen nicht mehr, wie sie aus dem Keller kommen.

@Gsichtli

Finde deinen Text sehr inspirierend. Nur, hast du die göttliche Energie nicht
mehr in dier? Sie ist doch überall. In jedem Menschen, in jedem Tier, in
jedem Stein. Sie ist da! Wir müssen nur wieder lernen aus dem Keller
zu kommen und diese Energie in uns zu spuhren. Suchen müssen wir
sie nicht. Nur fühlen und akzemtieren.

Den Keller (ver)(los)lassen und die Sonne spühren.

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 08:57
von Kollegoli
ja da hasch du sehr recht melliandra.

und de springend punkt isch wohl, dass viel lüüt kein blasse händ, wies usem chäller chömed; nöd zletscht deswege, wells nonid mal wüssed, dass sie im chäller sind. (ebe so vowege (@andere thread), es gäbd viel meh, aber die "arme zürcher" (wie mers det gnännt händ) glaubed nöd dra und meined (zumindest uf bewusster ebeni), das was sie känned seg jetzt endgültig sreale lebe; sie händ kein grund dezue meh zgseh und bezeichned "sliecht" als utopie). somit sind sie nüm zu 100 ihres eigenen glückes schmied. es bruucht lüüt, wo ihne astöss gänd.
Wir müssen nur wieder lernen aus dem Keller
zu kommen und diese Energie in uns zu spühren.
ja das isch au das, wasich die ganz ziit am lerne bin. isch natürli nöd immer eifach, be sovielne wo eim dann als rosasunnebrüllemensch bezeichned. mittlerwiile ischmer das natürli egal bzw. ich gseh hinder die ablehnig / de sogenannti "realismus". und dann wär da no die dunkel siite vo de macht, wo eim ständig will abe zieh... aber nüt da, me dörf sich vo dem weg eifach nöd abbringe lah und muss sich gwüssi sache immer wieder bewusst mache.

deswege findichs fü mich swichtigschte, möglichscht für gueti gfühl i mir zsorge (und zwar nöd im sinn vom vergesse vom unverbunde si, sondern im sinn vo mich em göttliche nähere) und die geg usse au zlebe. nur so erreichemer wieder de verbundeni, nöd einsami zuestand bzw. nur scho, dassmer eus dgrinde nöd ischlönd, was imho sziel/de sinn vom lebe isch.

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 09:07
von wuchenendbefürworter
Die psychischen Schmerzen empfinde ich als einen Kreis, dem ich scheinbar nicht entrinnen kann. Obwohl ich mir immer wieder einrede, dass sie von aussen kommen, weiss doch ein Teil in mir, den ich selber immer wieder abweise, dass ich mir das nur einrede, dass ich mich selbst blind mache, um nicht die zahlreichen Möglichkeiten erkennen zu müssen, die mir die Zukunft bietet. Ich bin zu bequem, zu faul, vielleicht auch zu ängstlich, mich auf ein neues Leben einzulassen. Wie gestern ein wirklich wahrer Freund zu mir sagte:
"Es reicht nicht dein Leben zu ändern, du musst dich selbst ändern."
Ich kann keine Drogen mehr nehmen,andere Musik hören, neue Freunde suchen, in ein anderes Land ziehen, ein Haustier kaufen, zum Psychiater gehen, usw. Doch solange ich nicht meine Einstellung zum Leben um 180 Grad drehe, werde ich immer voller Schmerz leben. Natürlich wird es nie ein Leben ohne Schmerz geben, aber ein Leben, dass den Schmerz erträglich macht und ihn als ein Teil desselben annimmt.
Sorry, habe jetz vieles wiederholt von oben, aber ein paar Textstellen haben mich sher zu grübeln gebracht.
@souris:
Das was du am Schluss geschrieben hast finde ich sehr wichtig: Eine Person, die dem Selbstmitleid keine Bedeutung gibt, die mich in meinem Selbstmitleid alleine zurücklässt, eine Person, die auf der andern Seite der Brücke zum Selbstmitleid wartet und ihre Hand ausstreckt.

Hmm, was ist eigentlich das Gegenteil des Schmerzes? Ist es die Liebe oder die Freude, der Genuss, gibt es einen Nicht-Schmerz, oder existiert nur positiver und negativer Schmerz? Als ich schreiben wollte, "denn ohne Schmerz gäbe es auch kein/e...", stellte ich mir diese Frage.

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 09:15
von Titali
wenn man BEDIEGNUNGSLOS liebt, löst sich leiden und schmerz auf!

jedoch sind wir MENSCH und oft haben wir erwartungen und vorstellungen, auch wenn man dies nicht will. Werden diese nicht erfüllt, ist man enttäuscht, verärgert, wütend und VERLETZT und fängt an zu leiden.

wie lernt man bedieungslos zu lieben?

indem man sich selbst liebt und zufrieden und genügsam wird?

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 09:19
von Fallen Angel 2
genügsam ist ein gutes stichwort.
zufrieden sein mit dem was man hat.
konträr zum ewigen streben nach mehr,
nach dem die halbe welt lebt.
manchmal ist das was man hat, viel mehr
als das was man illusioniert,
was man glaubt zu wollen.

eventuell?

Verfasst: Fr 26. Okt 2007, 09:28
von Melliandra
TiTaLi hat geschrieben:
wie lernt man bedieungslos zu lieben?

indem man sich selbst liebt und zufrieden und genügsam wird?
In meinen Augen bring diese Aussage es auf den Punkt. Wenn ich mir
genüge, keine Anerkennung und Mitleid benötige, dann kann ich dies
auch nach aussen geben, resp. kann ich dann nicht Endteuscht werden.

Das ist ein hohes Ziel, denn ja wir sind Menschen und dass wir nach
Anerkennung streben ist uns in die Wiege gelegt worden. Blöd.

Anerkennung ist für mich aber nicht Liebe, deshalb sehe ich eine Changse
das ich/wir Menschen irgendwann auf die Anerkennung verzichten können,
denn die Liebe ist ja trozem da.

Eine Mutter wird ihr Kind immer lieben, egal was es macht, egal ob es ihr
Anerkennung schenkt oder nicht.

@ KollegOli

Ich merke dass dich das Leid, dass gewisse Menschen nicht aus dem
Keller kommen oder gar nicht wissen dass sie im Keller sind bedrückt.

Aber ist es nicht ihr Problem? Versteh mich nicht falsch, wenn jemand sagt
hej es ist so dunkel hier, WARUM? Dan erklär im das mit dem Keller und
der Sonne (hoffe dieses Bild versteht noch jeder) aber jemand der einfach
da sitz und finde es ist so dunke, es ist so blöd aber ich kauf mir ne Lampe
dass ich mehr sehe, denn kannst du gar nicht von der Sonne, oben im Freien überzeugen.

Wäre sogar fast frech, denn er will ja da bleiben wo er ist.

Wir hier oder da egal, habens ja auch geschaft, mehr als den Keller zu sehen.
Also kann es jeder Mensch auf der Welt auch, denn wir sind/waren ja nicht besser
als der "arme Zürcher"