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Ich möchte mich hiermit auch mal zu dem Thema äussern. Bei mir ist es einfach so, dass die Goaszene mir gezeigt hat, dass Drogen nicht einfach nur schlecht und "bööööse" sind. Vor 2 Jahren noch dachte ich genau so, ich wusste aber auch kaum Bescheid über die genaue Wirkung der verschiedenen Substanzen, ich wusste einfach: Drogen sind schlecht, Finger weg!!! Mittlerweile habe ich mich viel mehr damit auseinandergesetzt, auch gewisse Erfahrungen gesammelt und jetzt bin ich in der Lage, viel differenzierter darüber zu denken. Ich bin nach wie vor damit einverstanden, dass Drogen, ob so genannt weiche oder so genannt harte grosse Risiken bergen. Gleichzeitig finde ich aber auch, dass gewisse Erfahrungen absolut bereichernd sein können, sei das um sein Weltbild zu erweitern, den Horizont zu erweitern, neue Facetten seines Charakters kennenzulernen etc.
So wie ich das sehe, gibt es an solchen Parties vier Typen: Solche, die konsequent nichts nehmen (vielleicht weil sie in der Vergangenheit schon gewisse Erfahrungen gemacht haben), solche, die Erfahrungen sammeln/experimentieren (zu denen zähle ich mich jetzt mal), solche, die aus einer gewissen Überzeugung heraus nichts Hartes (mehr?) nehmen, nur kiffen, nur Alkohol trinken oder beides (davon gibts, so wie ich das sehe, an diesen Parties am meisten) und schlussendlich noch jene, die wirklich aufpassen sollten, jedes Wochenende was nehmen oder vielleicht sogar unter der Woche und vielleicht im Moment noch meinen, sie hätten es unter Kontrolle, in Wirklichkeit aber grosse Risiken eingehen (wobei das ja meistens der Fall ist wenn man Drogen nimmt).
Für mich gibts einfach gewisse Tabus. Ich würde zum Beispiel nie Kokain oder Heroin nehmen, Drogen die ein extrem hohes Suchtpotential haben sind für mich immer noch Teufelszeug und das wird auch so bleiben!
Abschliessend: Ja, ich würde sagen die Bezeichnung "Drogenparty" ist bezüglich Goas nicht falsch, aber irgendwie kommt dieser Begriff sehr negativ rein. Ich finde, man sollte Drogen an solchen Parties als Teil der Szene akzeptieren können. Bisher hatte ich das Gefühl, dass die Meisten etwa wissen was sie tun und nur selten habe ich Leute beobachtet, die mir schwer absturzgefährdet vorkamen. Solange der Konsum im Mass bleibt und nicht andere Partyteilnehmer unter den Auswirkungen zu leiden haben ist ja eigentlich alles in Ordnung. Zudem glaube ich, dass wenn man so wie ich durchschnittlich einmal im Monat an eine Goa geht und dann hie und da mal was nimmt (es muss ja auch nicht immer etwas Hartes sein), dann kann man absolut von sich sagen, dass man es unter Kontrolle hat und keine allzu grossen Risiken eingeht.
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